31. Januar 2012
Hormonelle Veränderungen im weiblichen Körper wirken sich auch auf die Straffheit des Bindegewebes aus - auch auf das des Busens, denn die weibliche Brust besteht zu einem guten Teil aus Binde- und Fettgewebe.
In der Schwangerschaft bereitet der Körper, unabhängig vom tatsächlich bestehenden Stillwunsch der werdenden Mutter, die Brust auf das Stillen vor. Es bildet sich durch die in den Eierstöcken und später im Mutterkuchen produzierten Hormone Östrogen und Progesteron das Hormon Prolaktin im Gehirn, welches dafür sorgt, dass im Busen vermehrt milchproduzierendes Drüsengewebe heranwächst. Nach dem Abstillen bildet sich das Drüsengewebe wieder zurück, die Brust wird wieder kleiner, aber in vielen Fällen auch weniger fest als vor der Schwangerschaft.
Auch in den Wechseljahren verändert sich das Verhältnis von Binde- bzw. Drüsen- zu Fettgewebe in der weiblichen Brust rapide. Im Gegensatz zur jugendlichen Brust überwiegt nun der Anteil des Fettgewebes. Umso wichtiger ist es, das verbliebene Bindegewebe zu stärken, damit es seine stützende Funktion weiter ausüben kann.
Da die Brust selbst über kein Muskelgewebe verfügt, gibt es zwar keine Gymnastikübungen, die den Busen selbst straffen - allerdings kann man eine Menge für das Training der unter den Brüsten liegenden Brustmuskulatur tun. Diese stützt und hebt auch den Busen.
Die wohl bekannteste Übung ist das Zusammenpressen der Handflächen vor dem Körper. Auch der sogenannte Damen-Liegestütz, der aus der knienden Position heraus ausgeübt wird, kräftigt den Brustmuskel. Ganz allgemein aber hilft jede Form der körperlichen Betätigung zu verhindern, dass Bindegewebe in Fettgewebe umgewandelt wird.
Massagen und Wechselduschen sorgen ihrerseits dafür, dass das Bindegewebe der Brust besser durchblutet wird und so seine Festigkeit wieder erlangt. Wer mag, kann hier zusätzlich ein straffendes Massageöl verwenden, dass die Haut am Dekolleté mit viel Feuchtigkeit versorgt, sodass sie ihre Elastizität bewahrt.
Nicht zuletzt empfiehlt sich das Tragen von gut sitzenden BHs - insbesondere bei sportlicher Betätigung. Hüpfende und stoßende Bewegungen, wie sie beispielsweise beim Joggen verursacht werden, lockern nämlich das Bindegewebe. Ein Sport-BH kann diese Stöße dämpfen, sodass es erst gar nicht zu einer Schädigung des Bindegewebes kommt.
Wissenschaftler haben ausgerechnet, dass sich ein Busen pro Jogging-Schritt um ca. acht bis neun Zentimeter von seiner Ausgangsposition wegbewegt - das sind pro Jogging-Kilometer satte vierundachtzig Meter an Auf- und Abbewegung! Aber auch im normalen Alltag dient ein BH dazu, das Bindegewebe des Busens ideal zu stützen.
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