18. November 2010
Frauen, die aufgrund von Brustkrebs eine Amputation der Brust benötigen, erhalten anschließend eine Brustrekonstruktion. Diese kann mit verschiedenen Methoden durchgeführt werden.
Je nach Größe des Tumors muss der behandelnde Arzt die komplette Brust amputieren oder auch nur einen Teil davon entfernen. In jedem Fall versuchen die Ärzte brusterhaltend zu operieren, d.h. dass möglichst viel Brustgewebe erhalten bleibt. Noch während der Krebsoperation oder auch erst einige Monate später erfolgt die Brustrekonstruktion, so dass die Patientin wieder zwei Brüste hat, die sich so ähnlich wie möglich sehen sollten.
Im Rahmen der Brustrekonstruktion können die Ärzte die Brust mit körpereigenem Gewebe wieder aufbauen, ein Implantat in die Brust einsetzen oder die Patientin kann auch eine Brustprothese tragen.
Hat sich die Patientin zusammen mit ihrem Arzt für eine Brustrekonstruktion mit Eigenfett bzw. Eigengewebe entschieden, so wird dies oft bereits im Rahmen der Krebsoperation durchgeführt.
Dazu entnimmt der operierende Arzt Gewebe und Muskeln aus anderen Stellen des Körpers und formt daraus eine Brust, die der gesunden Brust in Größe und Form möglichst ähnlich sehen soll. Oft wird dazu ein Teil des Rückenmuskels verwendet. Durch die Entnahme des Muskels entsteht zwar am Rücken eine Narbe, diese wird jedoch durch den BH verdeckt.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, einen Muskel aus dem Bauchbereich zusammen mit Bauchgewebe zu verwenden und daraus eine Brust zu formen.
Zuletzt formt der plastische Chirurg noch eine Brustwarze aus Körpergewebe, die anschließend farblich so tätowiert wird, dass sie ähnlich aussieht wie die Brustwarze der gesunden Brust.
Viele Frauen empfinden es als angenehmer, wenn die Brust mit Eigengewebe aufgebaut wird. Dies hat auch den Vorteil, dass kein Risiko bezüglich einer Abstoßungsreaktion besteht, so wie dies bei einem Brustimplantat der Fall sein kann. Zudem müssen Implantate etwa alle zehn bis fünfzehn Jahre gewechselt oder korrigiert werden, was sich die Patientin mit einer Brustrekonstruktion aus Eigenfett ersparen kann.
Der Brustaufbau mit Eigengewebe kann in der Regel nicht die gleiche Form wie vor der Operation bewirken, so dass sich einige Patientinnen für eine Kombination aus dieser Methode und dem Einsetzen eines Implantates entscheiden.
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