Umfassende Informationen zu den verschiedenen Behandlungstechniken der Augenkorrektur

Junge Frau lacht in Kamera, hält beide Daumen hoch

Erfahren Sie alles zu den Voraussetzungen, Vorteilen und Risiken, Ablauf und über die Nachsorge und Kostenfrage refraktiver Chirurgieverfahren

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  • von Paradisi-Redaktion

Der Brille oder den Kontaktlinsen endgültig adé sagen! Mit einer Augenlaser-Behandlung muss das kein Traum bleiben. Weltweit können Menschen, die auf lästige Sehhilfen angewiesen waren, nach der Behandlung durch refraktiven Chirurgieverfahren auf Brillen und Kontaktlinsen verzichten.

Volkskrankheit Fehlsichtigkeit

Zahlreiche Menschen haben mit Fehlsichtigkeiten zu kämpfen. Bemerkbar machen sich diese Sehstörungen vor allem durch Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit:

  • So können kurzsichtige Menschen Dinge, die in der Ferne liegen, nicht gut erkennen, während
  • weitsichtige Menschen Probleme damit haben, in der Nähe befindliche Dinge scharf zu sehen.

Aber auch Erkrankungen der Hornhaut oder Alterssichtigkeit können Fehlsichtigkeiten hervorrufen. Diese werden zumeist durch das Tragen von Brillen oder Kontaktlinsen korrigiert.

Ziel und Zweck einer Augenkorrektur

Viele Betroffene wünschen sich, auch ohne solche Hilfsmittel wieder gut sehen zu können. In diesem Fall besteht die Möglichkeit einer Augenoperation, um die Fehlsichtigkeit nachhaltig zu beheben. Zusammengefasst werden die verschiedenen Augenoperationen unter dem Begriff Refraktive Chirurgie.

Die unterschiedlichen Methoden haben gemeinsam, dass sie die Gesamtbrechkraft des Auges verändern, um konventionelle Korrekturen wie eine Brille oder Kontaktlinsen zu ersetzen. Die meisten dieser Verfahren führt man mithilfe eines Lasers durch, aber auch eine Implantation kommt in Frage.

Neben der Lasik-Methode zählen die Lasek-Methode und die PRK-Methode zu den klassischen Augenlaserbehandlungen. Eine weitere Option ist das Implantieren einer Artisan-Linse.

Vorteile des Augenlaserns

Augenlasern ersetzt die Brille - wie Patienten wirklich davon profitieren

Auge einer jungen Frau vor einem rotem Hintergrund
Blue eye on red background (shallow DoF) © Andrejs Pidjass - www.fotolia.de

Brillen gibt es bereits seit 700 Jahren. Die Geschichte der Laserkorrektur von Sehfehlern ist dagegen sehr kurz. Erst seit zwei Jahrzehnten ist die Augenmedizin in der Lage, die Hornhaut per Präzionslaser so zu modellieren, dass die Patienten auch ohne Brille wieder scharf sehen. Der Eingriff selbst wird ambulant durchgeführt und ist kaum mit Unannehmlichkeiten verbunden. Aber nicht jeder Patient profitiert von der Methode.

Zunächst: Lasik und Femto-Lasik, die beiden verbreitetsten Methoden, werden nicht von der Kasse erstattet. Wer seine Kurz- oder Weitsichtigkeit korrigieren lassen möchte, muss die Operation aus eigener Tasche zahlen. Immerhin 100.000 Deutsche entscheiden sich jährlich zu dieser Investition. Ob sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, hängt wesentlich von drei Kriterien ab: gute Technik, gute Vorbereitung und Erfahrung des Operateurs.

Die Technik ist nahezu perfekt, auf die Erfahrung des Operateurs kommt es an

Die Methode an sich gilt unter Augenärzten als nahezu perfekt. In den falschen Händen kann sie jedoch fatale Folgen haben. So dürfen nur Patienten mit Fehlsichtigkeiten bis zu einer bestimmten Dioptrienzahl operiert werden. Außerdem sollte der Arzt vorher genau die Hornhautdicke messen. Ist die Hautschicht zu dünn, drohen beim Abhobeln irreparable Schäden, die nur durch eine Hornhaut-Transplantation behoben werden können.

Auch Erkrankungen der Hornhaut, systemische Erkrankungen wie Diabetes oder eine Schwangerschaft stellen eine Kontraindikation für den Augenlaser dar. Experten raten außerdem, den Eingriff nur in spezialisierten Praxen oder einer großen Augenklinik vornehmen zu lassen. Denn: um das Risiko zu minimieren, braucht der Operateur Erfahrung und hochwertige Geräte. Beides kann der Augenarzt um die Ecke nicht in ausreichendem Maße bieten.

Durch Augenlasern die Sehschwäche endgültig loswerden

Auch wenn die Brillen und Kontaktlinsen heutzutage zur aktuellen Mode dazugehören, so gibt es viele Menschen, die ohne eine Sehhilfe nicht auskommen und diese aus gesundheitlichen Gründen tragen müssen. Nicht immer erweist sich dies als besonders praktisch.

Kontaktlinsen sind in vielen Situationen bereits eine große Hilfe, wie beispielsweise beim Sport oder bei Berufen, die mit viel Bewegung zu tun haben. Doch ist das lange Tragen der Linsen für das Auge nicht gerade gesund und oftmals kommt es zu Infektionen.

Eine sichere Methode, dauerhaft auf eine Sehhilfe verzichten zu können, ist das Augenlasern. Einem Eingriff am Auge stehen viele Menschen wohl eher skeptisch gegenüber, doch gehört dieses Verfahren mittlerweile zu den am meist durchgeführtesten Eingriffen. Ein umfassendes Patientengespräch sorgt für die richtige Beratung und kann gewisse Zweifel beseitigen.

Beim Augenlasern gibt es zwei gängige Methoden: das LASIK-Verfahren, bei dem die Hornhaut im Inneren verändert wird, sowie das PRK-Verfahren; hier findet eine oberflächliche Behandlung statt.

Mit einer geeigneten Operation die Kurzsichtigkeit endgültig beseitigen

Eine Laserbehandlung ist schnell und sicher - trotzdem eignet sie sich nicht für jeden

Frau mit Brille beim Augenarzt beim Sehtest
Sehtest © bilderbox - www.fotolia.de

Welcher Kurzsichtige würde nicht gerne die Brille vergessen oder die Kontaktlinsen in die Ecke legen. Seit einigen Jahren ist dies mit einer Laserbehandlung möglich.

Eine Laserbehandlung kann nicht bei jedem durchgeführt werden

Doch nicht für jeden Patienten mit einem Sehproblem ist ein derartiger Eingriff möglich. Martin Zehetmayer vom Augenlaserzentrum Wien erzählt, dass er rund ein Drittel der Hilfesuchenden nicht behandeln kann. Häufig sei die Hornhaut zu dünn, so dass ein Laser zu risikoreich sei. Auch eine Star-Erkrankung sei ein Ausschlussgrund.

Bei jungen Personen stelle sich die Frage, wie lange bereits die gleiche Dioptrienzahl besteht. Sie sollte über mindestens zwei Jahre hinweg unverändert sein.

Das Lasern der Hornhaut gilt als sichere Methode

Ist für den behandelnden Augenarzt alles im grünen Bereich, kann die Laserbehandlung erfolgen. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten. Selbst wenn man davon ausgehen muss, dass jede Art Operation ein gewisses Risiko birgt, gehört das Lasern der Hornhaut zu den sicheren Methoden.

Es besteht kaum Gefahr von Narbenbildung. Allenfalls bei hohen Minus-Dioptrien sollte man genauer abwägen, welche Technik zum Einsatz kommen soll. Auch die Infektionsproblematik ist nur gering vorhanden.

Computergesteuerter Eingriff

Der Eingriff selbst wird mittlerweile vom Computer gesteuert. Er arbeitet durch seine Infrarot-Technik deutlich feiner. Der Patient ist während des Laserns sediert, aber wach. Die Hightech Apparate ermitteln in Lichtgeschwindigkeit jede Bewegung des Augapfels und stoppen sofort die Prozedur.

Zehetmayer empfiehlt trotz der sehr guten Ergebnissen manchen Menschen, von der OP abzusehen. Kommt man mit seinen Kontaktlinsen gut zurecht, sollte man sie weiter tragen. Erst in fortgeschrittenem Alter, wenn Augen zur Trockenheit neigen und Kontaktlinsen unangenehm werden, ist eine Laserbehandlung zu überlegen.

Medizinische Voraussetzungen für das Augenlasern

Mehr Sicherheit und Schnelligkeit bei Laseroperationen am Auge

Operationen am Auge erfordern ein Höchstmaß an Präzision und Sicherheit. Nun konnte die Augen-Laser-Klinik in Lohr eine neue Laserausstattung einrichten und bietet damit den Patienten nicht nur ein noch sicheres, sondern auch rascheres Operieren mittels einer neuen Methode.

Als zweite Klinik innerhalb der Bundesrepublik und als dritte im europäischen Raum, ist die Klinik Lohr nun mit der allerneuesten Technik im Bereich der refraktiven Chirurgie ausgestattet. Mit 150.000 Laserpulsen in nur einer Sekunde bedeutet das für die Augenpatienten eine deutlich schnellere Behandlung, die sich zudem als wesentlich risikoärmer erweist und auch zu einer rascheren Regeneration der Patienten führt.

Durch eine Augenlaser-Behandlung können Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen korrigiert werden, wobei nicht jedes Auge oder Augenleiden für eine Laserbehandlung infrage kommt. In der Regel erfolgt die Behandlung ambulant, dauert nur wenige Minuten und kann das Leben grundlegend verändern.

Bevor es an das Lasern der Augen geht, sollte man sich eingehend vom behandelnden Augenarzt untersuchen lassen, nur er kann entscheiden, ob eine Laserbehandlung erfolgversprechend ist.

Behandelbare Dioptrienbereiche

Als Grundvoraussetzung einer Laserbehandlung ist der Dioptrienbereich, des zu behandelnden Auges. Behandelt werden kann

  • eine Sehschwäche von -10,0 Dioptrien bei Kurzsichtigkeit (Myopie),
  • bis zu +4 Dioptrien bei Weitsichtigkeit (Hyperopie) und
  • bei Stabsichtigkeit (Astigmatismus) bis -4 Dioptrien.

Alles außerhalb dieser Dioptrienbereiche, kann nicht mit einer Augenlaser-Behandlung behoben werden. In diesem Fall muss weiterhin zu einer Brille oder zu Kontaktlinsen gegriffen werden.

Wann eine Laserbehandlung nicht möglich ist

  • Das Lasern der Augen ist bei Menschen unter 18 Jahren, in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie

  • bei Änderung der Brechkraft in den letzten ein bis zwei Jahren nicht möglich.

  • Bei Patienten mit Diabetes mellitus oder systemischen Immunerkrankungen und bei Krankheiten im Auge wie Glaukom, Grauer Star oder chronischer Hornhauterkrankung ist dringend von einer Augenlaser-Behandlung abzuraten.

  • Auch Patienten mit einer sehr dünnen Hornhautschicht oder einer Hornhautentzündung sollten nicht gelasert werden, die Gefahr einer Beschädigung des Auges ist zu groß.

  • Ebenfalls sehr bedenklich, ist das Lasern einer entzündeten Netzhaut, eine Verletzung des Auges, die bis zur Erblindung führen kann, könnte die Folge sein.

Nicht jeder mit einer Sehschwäche sollte zum Lasern gehen - die Risiken werden unterschätzt

Der Fachbegriff lautet "Lasik-OP". Dahinter verbirgt sich das, was der Laie einfach als Laser-Operation bezeichnet. Sie scheint der Traum eines jeden Menschen mit Sehschwäche zu sein: Nie mehr die Brille putzen, nie mehr mit den Kontaktlinsen kämpfen. Doch viele Betroffene denken nicht daran, dass es sich auch hier um eine Operation handelt und daher diverse Risiken bedacht werden müssen.

Gerade das Arbeiten mit einem Laserstrahl am Auge kann extrem gefährlich werden, denn bei einem Fehler droht im schlimmsten Fall der Verlust des Augenlichts. Augenärzte raten ihren Patienten daher immer wieder davon ab, dass Lasern als eine Art Schönheitschirurgie anzusehen. In Deutschland legen sich derzeit pro Jahr rund 100.000 Menschen auf den OP-Tisch, um sich die Sehschwäche via Laser korrigieren zu lassen und der Trend geht noch oben. Statistiker schätzen, dass sich diese Zahl bis 2015 noch mal um sieben Prozent selbst übertreffen wird. Doch warum genau ist das schlecht?

Das Lasern kann tatsächlich jede Sehhilfe überflüssig machen. Maximal acht Dioptrien können durch den Laser korrigiert werden, was bereits vielen Menschen die Brille erspart. Doch da der Körper keine Maschine ist, kann nicht einmal der fähigste Arzt genau einschätzen, wie die Augen reagieren. Das Lasern belastet die Augen sehr und der anschießende Heilungsprozess verläuft nicht immer reibungslos. Reizungen und Schmerzen können Monate andauern und bei jedem Zehnten führt das am Ende dazu, dass er auch nach der OP wieder eine Brille braucht.

Außerdem macht es die OP nötig, dass die Hornhaut des Auges geschwächt wird. Die Chirurgen müssen von dieser ein Stück abschneiden und umklappen, damit sie arbeiten können. Auch nach dem anschließenden Zurückklappen bleibt sie dauerhaft beschädigt.

Methoden und Techniken der Augenkorrektur

Neue Op-Methode bei Grauem Star: Der Femtosekunden-Laser

An der Uni-Augenklinik Heidelberg wird seit kurzer Zeit eine neue Methode bei der Operation des Grauen Stars angewandt: Der sogenannte Femtosekunden-Laser.

Das ist ein Laser, der die getrübte Linse des Grauen-Star-Auges mit einem Femtosekunden-Intervall bearbeitet. Eine Femtosekunde entspricht einer Zehnbilliardstel-Sekunde. Da der Laser keine Wärme erzeugt, wird das Gewebe geschont. Bei der Eröffnung der Linsenkapsel und der Zerkleinerung des Linsenkerns ist mit ihm ein sichereres und präziseres Arbeiten möglich.

Die verschiedenen Möglichkeiten der Laser-Operation heißen Lasik, Lasek, Epi-Lasik und PRK. Der Unterschied liegt in der Art, wie das Auge freigelegt wird. Ob eine Laserbehandlung für jeden einzelnen Patienten vorteilhaft ist und welche Methode dafür eingesetzt wird, liegt im Ermessen des Arztes.

Lasik-Methode

LASIK ist die Abkürzung für "Laser In Situ Keratomileusis". LASIK ist ein Teil der so genannten refraktiven Chirurgie. Die Lasik-Methode ist heute sehr weit verbreitet.

Eine LASIK-Operation kann bei verschiedenen Sehstörungen durchgeführt werden. Dazu zählen die Kurz- und Weitsichtigkeit sowie auch eine verkrümmte Hornhaut.

Durchführung

LASIK-Operationen werden ambulant ausgeführt. Der bloße Einsatz des Lasers nimmt nur wenige Minuten in Anspruch.

  1. Vor dem Eingriff erhält der Patient betäubende Augentropfen. Falls notwendig, kann auch ein Beruhigungsmittel verabreicht werden.

  2. Zu Beginn des Eingriffs setzt der behandelnde Arzt einen Lidhalter an das Auge, um es offen zu halten.

  3. Vor dem Laservorgang wird dann die Hornhaut flach eingeschnitten, wodurch sich die obere Schicht wie ein Deckel abklappen lässt.

  4. Anschließend wird ein so genannter Excimer-Laser eingesetzt, der die Hornhaut um eine bestimmte Schichtdicke abträgt und dabei die bestehenden Fehlsichtigkeiten korrigiert.

  5. Nach dem Laservorgang klappt der behandelnde Arzt die abgetrennte Schicht der Hornhaut wieder zurück in die Ausgangsposition, wo sie von selbst haften bleibt.

  6. Zum Ende der Operation wird ein Augenverband angelegt.

Vorteile und Nachsorge

Was Diabetiker bei einer LASIK-OP beachten müssen

Eine sogenannte LASIK-OP, bei der eine Kurzsichtigkeit mit Hilfe einer Laserbehandlung korrigiert wird, kommt auch für Diabetiker in Frage, weiß der Augenarzt Dr. med. Carl-Ludwig Schönfeld. Allerdings gibt es bei einem Diabetespatienten einiges zu beachten, bevor man sich für eine solche Behandlung entscheiden sollte.

Nach dem Lasern kann es passieren, dass die Augen trocken werden, was besonders häufig bei Diabetikern vorkommt, da sie meist sowieso schon unter trockenen Augen leiden. Dies ist allerdings weniger schlimm als störend. Aufgrund der Erkrankung kann es aber auch zu Veränderungen der Netzthautgefäße kommen, die nach einer Laserbehandlung nur noch schwer auszumachen sind. Sollte sich die Netzhaut sogar ablösen, kann eine Laserbehandlung den operativen Eingriff zudem erschweren.

In der Regel haben die Patienten bei dem LASIK-Verfahren keine Schmerzen. Durch den schonenden Lasereingriff wächst die Hornhaut schnell wieder an, ohne Narben zu hinterlassen. Bis die endgültige Sehschärfe erreicht ist, vergehen nur wenige Tage bis Wochen.

Viele Patienten können nach einer LASIK-Operation auf ihre Sehhilfe komplett verzichten. Bei einigen Patienten, die eine sehr schwere Sehstörung hatten, kann mit dem Eingriff die Sehkraft zumindest deutlich verbessert werden.

Nach der Augenoperation haben viele Patienten das Gefühl von trockenen Augen, die auch tränen können. Keinesfalls darf nach dem Eingriff Sport getrieben oder eine Sauna besucht werden.

Kostenpunkt

Da die meisten Krankenkassen die Kosten für die LASIK-Operation nicht übernehmen, muss der Patient diese selbst bezahlen. Je nach Art des Sehfehlers entstehen unterschiedliche Kosten, die sich etwa zwischen 1.200 und 2.500 Euro je Auge bewegen.

Preise vergleichen lohnt sich hier in jedem Fall, da jede Augenklinik andere Beträge verlangt. Man sollte jedoch nicht nur den Preis sondern auch die Qualität des Operationsergebnisses vergleichen.

Die Lasik-Operation sollte nur am gesunden Auge angewendet werden

Grafik Seitenansicht menschliches Auge, Querschnitt
eye illustration with cross section view - good detail © Matthew Cole - www.fotolia.de

Das Kuratorium Gutes Sehen (KGS) hat seinen Hauptsitz in Berlin. Ein Sprecher äußerte sich kürzlich zum Thema Laser-Operation. Dabei sprach er davon, dass so eine Augenoperation, auch Lasik-Op genannt, grundsätzlich mit Risiken verbunden sei. So könne es etwa nach so einer Laser-Op zu Einschränkungen des Kontrastsehens oder einer verstärkten Blendempfindlichkeit kommen.

Auch seien die Langzeitfolgen dieser Operation derzeit noch nicht absehbar, weil die Methode noch nicht lange angewendet wird. Der KGS-Sprecher rät von einer Laser-Op ab, wenn die Kurzsichtigkeit mehr als sechs Dioptrin beträgt oder sich die Brillenstärke in den letzten Jahren verändert hat. Prinzipell sollten nur gesunde Augen gelasert werden, so der Sprecher des Kuratoriums.

LASEK

Eine weitere Augenlaser-Methode ist LASEK (Laser Epithel Keratomileusis), dass eine Alternative zu LASIK darstellt. Vor allem, wenn die Hornhaut nicht dick genug für eine Augenlaserbehandlung mit LASIK ist, kommt sie zur Anwendung.

Darüber hinaus gilt die Methode als physisch schonender, weil nur das Deckgewebe, das Epithel, und nicht die Hornhaut selbst, bei dem Eingriff abgetragen wird.

Nach dem Lasern wächst das Epithel nach rund vier bis fünf Tagen wieder zusammen. Allerdings sind die postoperativen Schmerzen größer als nach einem LASIK-Eingriff.

Zur Anwendung kommt das Verfahren bei Weitsichtigkeit bis etwa +3 Dioptrien sowie bei Kurzsichtigkeit bis -3 Dioptrien.

Durchführung
  1. Während des Verfahrens schiebt der Chirurg das Epithel, die Oberschicht der Hornhaut, zur Seite. Auf diese Weise ermöglicht er den Einsatz eines Lasers.
  2. Um die oberste Gewebeschicht aufzuweichen verabreicht man dem Patienten für etwa 20 Sekunden eine Flüssigkeit wie Ethanol.

  3. Schließlich kommt der Excimer-Laser zur Anwendung, der eine Vielzahl von Impulsen abgibt, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Der Patient spürt davon jedoch nichts und hat eher das Gefühl, dass feiner Regen über sein Auge sprüht. In der Regel dauert die Laserabtragung etwa 60 Sekunden.

  4. Nach der Laserbehandlung verwendet man das Epithel als natürlichen Wundverband. Dazu legt der Chirurg den aufgerollten Hornhautdeckel auf das Areal, das behandelt wurde, und fixiert ihn mit einer therapeutischen Kontaktlinse.

Bis sich die oberste Hornhautschicht wieder regeneriert hat, dauert es etwa 3-4 Wochen. Das heißt, dass der Patient die therapeutische Kontaktlinse solange tragen muss.

Nach ca. 4-6 Wochen hat sich das Auge von der Operation erholt. In dieser Zeit bildet sich auch eine neue Hornhautschicht und das Hornhautdeckelchen wächst wieder an.

Risiken, Nebenwirkungen und Nachsorge

Zu den Vorteilen der Lasek-Methode gehört, dass sie weniger riskant als die Lasik-Methode ist. Allerdings dauern dafür die Schmerzen länger an. Das liegt daran, dass der Heilungsprozess mehr Zeit in Anspruch nimmt. Als mögliche Nebenwirkung einer Lasek-Operation kommt das Auftreten von feinen Hornhauttrübungen während des Heilungsverlaufs infrage. Mithilfe von Augentropfen lässt sich dagegen jedoch Abhilfe schaffen.

Bei der Behandlung von Kurzsichtigkeit besteht die Gefahr, dass die Sehschwäche teilweise wieder zurückkehrt. In diesem Fall muss eine Nachbehandlung erfolgen. Weitere Komplikationen können

  • das Entstehen eines Lichtringes oder von punktartigen Lichtquellen,
  • vermindertes Kontrastsehen,
  • Infektionen und
  • Narbenbildung

sein. Um Komplikationen zu vermeiden, wird empfohlen, nach der Operation die Augen 48 Stunden lang nicht zu reiben, sie vor der Sonne gut zu schützen und auf sportliche Aktivitäten zu verzichten.

Epi-Lasek-Methode

Eine Variante zur Lasek-Methode ist die Epi-Lasek-Methode (Epitheliale Laser in situ Keratomileusis). Im Unterschied zum Lasek-Verfahren wird der Hornhautdeckel dabei mit einem stumpfen Präzisionshebel, den man auch Mikrokeratom nennt, präpariert. Nach der anschließenden Laserbehandlung legt der Chirurg den Hornhautdeckel wieder auf und fixiert ihn.

Neue Verfahren

Lasertechniken schreiten voran

Die technischen Möglichkeiten, die eigenen Augen per Laser behandeln zu lassen, werden immer präziser und ausgefeilter. Bislang arbeitete man mit Lasik-Operation. Hier wird ein dünnes Deckelchen von der Hornhaut auf dem Auge mit einem Präzisionsschneidegerät aufgeschnitten und zur Seite geklappt, um schließlich das freiliegende Auge mit dem Excimerlaser zu behandeln. Die Hornhautschicht wird am Ende einfach wieder zugeklappt und muss nun verheilen.

Jetzt gibt es bereits neue Geräte, sogenannte Femtosekundenlaser. Statt eines mechanischen Schneidegeräts vollzieht hier ein weiterer Laser den Schnitt in die Hornhaut. Mit dieser Methode können die Ärzte schonender und deutlich präziser arbeiten. Durch den Einsatz des zweiten Lasers wird eine solche Operation aber auch teurer.

So benutzt auch die Augenlaserklinik in Trier, die mit einem OP-Zentrum in Luxemburg zusammenarbeitet, diesen neuen Femtosekundenlaser, wobei die OP aber in Luxemburg durchgeführt wird.

Hilfe für AMD-Kranke: Neues Laserverfahren entwickelt

In einem ersten Test mit 50 freiwilligen Teilnehmern erzielt das neue Verfahren gute Ergebnisse

Lasertherapie zur Sehkorrektur - Laserstrahl wird auf Auge gerichtet
Laser vision correction. Woman's eye. © Africa Studio - www.fotolia.de

Die altersbedingte Makuladegeneration, kurz AMD, ist der häufigste Auslöser für Blindheit im Alter. Etwa ein Viertel aller Deutschen über 65 Jahre sind mehr oder weniger davon betroffen. Eine Heilung war bislang schwierig und erforderte eine ausgesprochen komplizierte Operation. Erste Versuche, die AMD mit einem Laser zu behandeln, führten zu Verletzungen der umliegenden Netzhaut.

Neues Verfahren entwickelt

Doch nun gibt es Hoffnung: Einem Bericht des New Scientist zufolge wurde nun an der University of Melbourne ein neues Verfahren entwickelt, bei dem gewissermaßen beide Augen mit einem Laserstrahl geheilt wurden. In einem ersten Test mit 50 freiwilligen Teilnehmern wurde ein Auge mit dem Laser so behandelt, dass die durch AMD abgestorbenen Zellen erneut aktiviert wurden. Das zweite unbehandelte Auge sollte der Kontrolle dienen, um wie viel sich das Sehvermögen im behandelten Auge verbessert hat.

Frühzeitige Stimulation des Immunsystems

Dabei stellten die Ärzte erstaunliches fest: Auch im unbehandelten Auge hatte sich die Sehkraft wieder verbessert. Der Laser hatte das Immunsystem der Patienten so gestärkt, das es auf die Augen einwirken konnte. Die Forscher hoffen nun, bei AMD bereits eine frühzeitige Behandlung mit Laser durchzuführen, so dass das Immunsystem stimuliert wird, ehe die Augen an Sehkraft verlieren.

Lasertherapie bei Grauem Star - präzise und sicher

Bei Menschen mit Grauem Star wurde bisher auf eine sehr klassische Art operiert. Zunächst wird die Linsenkapsel des Auges geöffnet, die Hornhaut eingeschnitten und dann via Ultraschall die Zertrümmerung des überschüssigen Materials durchgeführt. So wird die Eintrübung der Linse reduziert.

Die neuere Methode setzt auf Laser und führt damit die ersten zwei Operationsschritte durch. An der Universitätsklinik in Salzburg will man dieses bessere Verfahren zum neuen Standard machen und bietet daher den sogenannten „Femto-Sekunden-Laser“ für alle eingelieferten Patienten mit Grauem Star an. Eine Aufzahlung entfällt für jeden.

Weshalb sollte man die Laser-Methode bevorzugen? Die Mediziner loben die extreme Genauigkeit der Technik. Durch den Laser sind Korrekturen möglich, von denen man sonst nur träumen kann. Der Laser entspricht einen hochsensiblen Miniskalpell und kann sogar Krümmungen der Hornhaut teilweise beseitigen.

Auch andere Leiden werden in Salzburg erfolgreich dank Laser behandelt. Bei Menschen mit diversen Netzhauterkrankungen kommt der „PASCAL-Laser“ zum Einsatz. Die Ablagerungen werden hier beseitigt, indem auf die Netzhaut ein gezielter Laserstrahl „abgeschossen“ wird. Für den Patienten ist das weniger schmerzhaft als es klingt.

Ganz im Gegenteil haben Studien gezeigt, dass die subjektive Schmerzwahrnehmung der Patienten eher noch sinkt. Außerdem beschleunigt sich die Genesung. Es können bis zu 25 Gerinnungsherde zugleich behandelt werden, was mehrere Laserbehandlungen auf nur noch wenige Sitzungen reduziert.

Vor allen Dingen eingesetzt wird der PASCAL-Laser bei Diabetes-Patienten, bei denen Gefäßverschlüsse dazu geführt haben, dass die Netzhaut unterversorgt wird.

Photorefraktive Keratektomie (PRK)

Zu den ältesten Verfahren zählt die Photorefraktive Keratektomie (PRK), bei der die Hornhaut nicht aufgeklappt wird.

Das neueste Laserverfahren ist die Kombination von Lasik und PRK.

Eine sich ablösende Netzhaut beziehungsweise Löcher oder Risse in ihr, lassen sich mit Laserphotokoagulation behandeln. Dabei wird die geschädigte Netzhaut mit ihrer Unterlage regelrecht verschweißt. Löcher und Risse werden so abgeriegelt, die Netzhaut kann sich nicht weiter ablösen.

Anwendung der PRK-Methode

PRK bedeutet Photorefraktive Keratektomie. Entwickelt wurde die PRK-Methode im Jahre 1987, womit sie die älteste Augenlaserbehandlung ist.

Ebenso wie die Lasek-Methode kommt das Verfahren bei Kurzsichtigkeit bis -3 Dioptrien sowie Weitsichtigkeit bis +3 Dioptrien zur Anwendung.

Durchführung
  1. Bei der PRK-Methode schabt der Chirurg die oberste Hornhautschicht des Auges zunächst mit einem Messer ab.

  2. Im Anschluss daran wird die Hornhaut mit einem Excimer-Laser behandelt. Dabei verändert der Laser die Brechkraft innerhalb des Auges.

Im Gegensatz zum Lasek- und Epi-Lasek-Verfahren verwendet man das Epithel bei der PRK-Methode nicht mehr.

Risiken und Nebenwirkungen

Bei der PRK-Methode muss der Patient mit größeren und längeren Schmerzen als bei den anderen Operationsverfahren rechnen, da der Heilungsprozess nach dem Eingriff länger dauert. Ein Vorteil ist allerdings die größere Stabilität der Hornhaut. Außerdem kommt es seltener zu Komplikationen. Mögliche Nachwirkungen können sein:

Neues Verfahren der Augenoperation

Anatomie - Grafik des menschlichen Auges - Ansicht von der Seite
3d auge © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Nach den Laseroperationsmethoden "LASIK", "LASEK" folgt nun die neueste Methode der Augenoperation "THIN-FLAP". Hierbei wird nicht die oberste Deckschicht der Hornhaut (Epithel) entfernt, sondern nur ein sehr feiner Schnitt (70 bis 100 Mikron) gemacht, so dass anschließend die Deckschicht wieder anwachsen kann.

Innerhalb von wenigen Minuten ist die Operation fertig und der Patient kann schon nach kurzer Zeit das Krankenhaus verlassen. Einige Zeit nach der Operation hat der Operierte noch ein leichtes Tränen der Augen und Brennen, aber er kann dann schon wieder gut sehen und am nächsten Tag sieht er ganz normal.

Die Lasermethode ist in den letzten Jahren immer weiter entwickelt worden und es kommt selten zu Komplikationen. Aber vor einer Operation sollte der Patient mit dem Chirurgen über seine Krankengeschichte (Anamnese) reden, besonders wenn Diabetes, Rheuma oder Glaukom vorliegen.

Implantation einer Artisanlinse

Eine Alternative zu den Augenlaserbehandlungen stellt die Artisan-Linse dar. Diese wird in der Nähe der Augenlinse eingesetzt.

Anwendung der Artisan-Linse

Zu den modernsten Verfahren der Refraktiven Chirurgie zählt die so genannte Artisan-Linse, die zumeist bei hoher Kurzsichtigkeit zur Anwendung kommt. Bei der Artisan-Linse handelt es sich um ein Linsenimplantat, das man direkt ins Auge einsetzt. Durch das dauerhafte Verbleiben der Linse im Auge gewinnt der Patient wieder an Sehkraft und kann auf störende Brillen oder Kontaktlinsen verzichten.

Zu den größten Vorteilen der Artisan-Linse gehört, dass sie für den Rest des Lebens im Auge bleiben kann und keine spezielle Pflege erfordert. Falls nötig, lässt sich die Linse meist problemlos ersetzen oder wieder entfernen. Ein weiterer Pluspunkt besteht darin, dass im Gegensatz zu den Laseroperationen, der zentrale Hornhautbereich von nicht rückgängig zu machenden Veränderungen verschont bleibt.

Voraussetzungen

Das Einsetzen einer Artisan-Linse eignet sich für Personen zwischen und 18 und 60 Jahren, die unter Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Stabsichtigkeit leiden. Nicht sinnvoll ist das Linsen-Implantat bei Altersweitsichtigkeit. Für das Einsetzen einer Artisan-Linse müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt werden:

  • So sollte der Patient bei guter Gesundheit sein,
  • nicht unter Augenkrankheiten leiden,
  • nicht schwanger sein und
  • über eine stabile Glasstärke verfügen.

Mit der Artisan-Linse lässt sich Kurzsichtigkeit bis zu -23,5 Dioptrien und Weitsichtigkeit bis zu +12 Dioptrien korrigieren.

Durchführung

Durchgeführt wird die Implantation der Artisan-Linse in einer geeigneten Klinik. Die Befestigung der Linse ähnelt den Scheren eines Hummers. Aus diesem Grund wurde die Artisan-Linse früher auch Iris-Claw-Lens genannt.

  1. Bei dem Einsetzen der Linse wird eine Irisfalte von den zwei klauenähnlichen Enden des Befestigungsteils gegriffen. Zu Schäden an der Irisfalte kommt es dabei nicht. Die Klauenenden halten die Artisan-Linse an ihrem Platz.

  2. Die Befestigung der Linse erfolgt an der vorderen Fläche der Iris (Regenbogenhaut), wodurch ein sicherer Abstand zur Hornhaut und der eigentlichen Augenlinse besteht.

Aus Sicherheitsgründen sollten nicht beide Augen am gleichen Tag operiert werden. Normalerweise lässt man eine Woche bis zur nächsten Implantation vergehen.

Risiken

Ebenso wie bei den Augenlaserbehandlungen bestehen auch bei der Implantation einer Artisan-Linse gewisse Risiken. Dazu gehören vor allem ein vorübergehender erhöhter Augeninnendruck oder Augeninfektionen. Normalerweise kann eine Nachbehandlung durchgeführt werden. In manchen Fällen ist es allerdings möglich, dass es zu einer Verschlechterung des Sehvermögens kommt.

Neue Methode der Lasertechnik bei Augenoperation

Auge einer jungen Frau vor einem rotem Hintergrund
Blue eye on red background (shallow DoF) © Andrejs Pidjass - www.fotolia.de

Immer mehr Menschen auf der Welt haben eine Fehlsichtigkeit, die durch eine herkömmliche Brille oder auch die sogenannten Kontaktlinsen korrigiert werden kann. Doch manche Menschen möchten auf diese Hilfsmittel dauerhaft verzichten, so dass sie sich für eine Lasertherapie entscheiden. Bislang gab es hierbei einmal die Möglichkeit der LASIK-Methode, wobei Gewebeteilchen der Hornhaut (Cornea) mit Hilfe eines Excimerlasers verdampft werden.

Aber jetzt gibt es auch eine neue Methode, die unter dem Namen ReLex Smile (SMILE=Small Incision Lentikel-Extraktion) angeboten wird. Wie bisherige Untersuchungen zeigen, ist diese Methode für den Patienten weniger mit Nebenwirkungen verbunden. Bei dieser Operation wird die natürliche Struktur der Hornhaut nicht verändert und es erfolgt nur ein winziger Schnitt, wobei ein linsenförmiges Stück Gewebe, das man als Lentikel bezeichnet, entnommen wird.

Durch diesen winzigen Schnitt werden auch weniger Nervenzellen durchtrennt, so dass schon zwei Stunden nach dem Eingriff der Patient wieder völlig schmerzfrei ist. Ein Tag später kann man wieder fast normal sehen und nach vier bis sechs Wochen ist alles verheilt. Die Operation dauert etwa zehn Minuten und wird ambulant durchgeführt. Bisherige Nachuntersuchungen beziehen sich auf einen Fünfjahreszeitraum, wo die Verbesserung der Sehkraft konstant erhalten blieb.

Allgemeine Komplikationen durch das Augenlasern

Wie bei vielen anderen Eingriffen auch, so gibt es auch beim Augenlasern diverse Risiken und Nebenwirkungen.

Weitere Operationen oder unzufriedenstellende Ergebnisse

Nicht immer kann der Sehfehler mit dem ersten Eingriff vollständig behoben werden. Teilweise ist ein zweites Lasern notwendig oder die Sehkraft kann durch das Lasern nicht zu 100 Prozent wiederhergestellt werden. So kann der Patient z.B. im Alltag fast normal sehen, zum Autofahren kann es jedoch notwendig sein, dass eine leichte Sehhilfe getragen wird.

Wird die Augenlaserbehandlung bei jüngeren Patienten durchgeführt, so kann die abgetragene Hornhaut wieder nachwachsen und ein weiterer Eingriff notwendig werden, um die Sehschwäche erneut zu korrigieren.

Empfindliche und trockene Augen nach dem Eingriff

Direkt nach dem Augenlasern sind die Augen lichtempfindlich. Den Patienten wird daher meist geraten, kurzzeitig eine Sonnenbrille zu tragen. Nachts fühlen sich die Patienten durch z.B. entgegenkommende Fahrzeuge unangenehm geblendet. Beides verschwindet jedoch nach einigen Tagen von selbst wieder.

Nach dem Eingriff haben die Patienten oftmals ein trockenes Auge und das Gefühl, als würde sich ein Fremdkörper darin befinden.

Narbenbildung

Tritt eine Entzündung auf, die nicht sofort erkannt und behandelt wird, so können sich Narben bilden, die zu schweren Sehstörungen führen können. Seriöse Augenzentren kontrollieren das Operationsergebnis jedoch mehrere Tage lang regelmäßig, so dass dies praktisch kaum vorkommt.

Keine Langzeitstudien

Da das Augenlasern ein relativ neues Verfahren ist und erst seit ca. zwanzig Jahren angewendet wird, bestehen noch keine Langzeiterfahrungen über diesen Zeitraum hinaus.

Augenlasern als Alternative zur Brille – wie hoch ist das Risiko?

Grüne Augen und leerer Blick
eyes © Wojciech Gajda - www.fotolia.de

Eine Brille macht intelligent, doch bei bestimmten Gelegenheiten kann sie lästig sein - ob beim Sport oder beim Ansehen von 3D-Filmen. Auch Kontaktlinsenträger haben oft Schwierigkeiten, beklagen trockene Augen oder die aufwändige Pflege.

Wer einen klaren Blick ohne Sehhilfe genießen will, kann sich seine Augen lasern lassen. Das Augenlasern gilt als perfekte Alternative zur Brille. Doch wie hoch ist das Risiko, wie kompliziert ist die OP und welche Folgeschäden können auftreten?

Wie funktioniert die LASIK-Methode?

Die LASIK-Methode ist die am häufigsten angewendete Augenlaser-OP. Bei der Operation schneidet der Arzt die Hornhaut mit einer Art Mini-Hobel auf und klappt die Hautschicht auf. Mit dem Laser kann der Operateur dann in tiefe Hornhautschichten vordringen und das Gewebe entfernen, das die Hornhautverkrümmung und die Fehlsichtigkeit ausgelöst hat. Die wieder zurückgeklappte Hornhaut kann selber anwachsen. Eine LASIK-OP ist in wenigen Minuten erledigt und wird ambulant durchgeführt.

Mögliche Folgen nach der Operation

Zu Hornhautentzündungen kommt es kaum, denn die Voruntersuchungen hätten bereits gezeigt, dass die Hornhaut zu dünn ist - der Arzt würde erst gar nicht operieren. Allerdings klagen viele Patienten über Blendeffekte und Lichtreize im Dunkeln. Diese Blend- und Lichtreflexe verschwinden in der Regel nach etwa zwei Wochen. Eine weitere Nachwirkung ist eine verminderte Tränenproduktion, wodurch die Augen sehr trocken sein können. Diese Störung kann bis zu einem Jahr dauern.

Wichtige Kriterien: Information und Qualität

Die Angebote für günstige Laser-OPs sind so vielfältig, dass eine Entscheidung schwerfällt. Es gibt viele Operateure, die ihr Handwerk nicht verstehen und unpräzise arbeiten. Oft erfolgt nur eine oberflächliche Voruntersuchung ohne die passenden Geräte und es werden Patienten operiert, die nicht geeignet sind, zum Beispiel bei zu feiner Hornhaut oder zu hoher Dioptrien-Zahl. Wer eine Laser-OP plant, sollte sich eingehend informieren und verschiedene Angebote vergleichen. Für hohe Qualität steht beispielsweise das TÜV-Siegel.

Kosten einer Augenlaser-Behandlung

Die Kosten einer Augenlaser-Behandlung zur Verbesserung der Sehstärke werden grundsätzlich nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Teilweise übernehmen einige private Krankenkasse die Kosten, andere sogar vollständig.

Die Augenlaser-Behandlung kostet zwischen 1500 und 3000 Euro pro Auge. Bei krankhaften Veränderungen des Auges, wie eine Hornhautablösung, zahlt die Krankenkasse unter bestimmten Voraussetzungen alle Behandlungskosten.

Kosten einer medizinisch nicht notwendigen Augen-Laser-Operation werden nicht ersetzt

Augenoperation, Linsentrübung, Grauer Star wird entfernt
Eye surgery close up (cataract removal) © saginbay - www.fotolia.de

Aufgrund eines Urteils vom Amtsgericht in München muss eine Krankenversicherung die Kosten einer medizinisch nicht notwendigen Augen-Laser-Operation nicht übernehmen. Bei dem vorliegenden Fall wollte ein Versicherter seine Weitsichtigkeit durch eine Laser-Operation beheben lassen, doch seine private Krankenversicherung lehnte die Kostenübernahme in Höhe von 4.300 Euro ab, so dass es zur Gerichtsverhandlung kam.

Im Prinzip kann sich der Patient zwar von seinem Arzt über verschiedene Behandlungsmöglichkeiten beraten lassen und entscheiden und muss nicht unbedingt die kostengünstigste wählen, doch sind Behandlungen, bei denen ein höheres Risiko besteht, nicht immer medizinisch nötig.

Nach Meinung der Richter ist aber ein großes Risiko bei den Laser-Operationen vorhanden, was sogar zur Erblindung führen kann, so dass eine Brille bei einer Weitsichtigkeit vollkommen ausreichend ist. Die Richter verglichen eine solche Operation auch mit einer Schönheitsoperation.

Augenlasern im Ausland - Ersparnis oder Gefahr?

Einige Websites haben sich auf das Augenlasern im Ausland spezialisiert und organisieren den Hinflug, die Behandlung und auch den Rückflug. Oftmals wird das Augenlasern auch mit einem kurzen oder längeren Urlaub im Land kombiniert.

Ausländische Kliniken werben in Sachen Augenlasern mit deutlich günstigeren Preisen. Fast in allen Ländern besteht die Möglichkeit, den Sehfehler per Laser korrigieren zu lassen. Meist sind Eingriffe in anderen Ländern wesentlich günstiger, teilweise wird hier nur die Hälfte wie in Deutschland verlangt.

Wer sich für eine Behandlung im Ausland entscheidet, fliegt an einem Tag dorthin und erhält meist am nächsten Tag diverse Voruntersuchungen. Das Ergebnis dieser Untersuchungen ist ausschlaggebend, ob die Laserbehandlung durchgeführt werden kann oder nicht.

Die Lasergeräte sind oftmals aus Deutschland importiert, so dass ausländische Ärzte in vielen Fällen mit den gleichen Geräten arbeiten wie deutsche Ärzte. Die Personalkosten sind jedoch im Ausland deutlich günstiger, so dass sich daraus der reduzierte Preis im Vergleich zu Deutschland ergibt.

Einige Untersuchungen zeigen, dass nicht immer hygienische Bedingungen im Ausland herrschen. Dies kann im schlimmsten Fall den Verlust der Sehkraft für den Patienten bedeuten.

Teilweise bestehen auch Verständigungsschwierigkeit zwischen Arzt und Patient. Die Reiseleiter dolmetschen dann oftmals.

Risiken bestehen überall

Bei jedem operativen Eingriff bestehen Risiken und Nebenwirkungen. Sowohl bei einem Lasereingriff in Deutschland können diese auftreten als auch bei einem Eingriff in anderen Ländern.

Grundsätzlich kann man im Ausland viel Geld sparen, wenn man eine Augenlaserbehandlung plant. Risiken bestehen überall, so dass jeder Patient für sich selbst abwägen muss, welche Punkte für ihn persönlich wichtig sind und überwiegen. Somit gilt weltweit: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Grundinformationen zum Augenlasern

  • Umfassende Informationen zu den verschiedenen Behandlungstechniken der Augenkorrektur

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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