14. Juni 2010
Ob der gleichnamige Blaublütige aus dem englischen Könighaus im 19. Jahrhundert tatsächlich ein Intimpiercing sein Eigen nennen durfte, ist bis heute nicht geklärt. Fest steht aber: Das Prince-Albert-Piercing ist ein echter Royal in Sachen Intimschmuck und nur für mutige Männer gemacht.
Beim Prince-Albert-Piercing, kurz auch PA genannt, handelt es sich um ein unmittelbar am Penis befestigtes Intimpiercing. Der Stichkanal verläuft dabei durch die Harnröhre, wo er an der Eichelmitte beginnt und dann bis zum unteren Rand des Penis fortgesetzt wird. Nach dem Piercing kann dann das gewählte Schmuckstück eingesetzt werden - in Form eines sogenannten Ball-Closure-Rings, der vorn mit einer Metallkugel geschlossen wird, oder als gebogener Stecker mit Kugelabschluss zu beiden Seiten. Je nach Geschmack zieren somit zwei Kugeln oder ein Ring das beste Stück. Wichtig: Beim Ersteinsatz dürfen ausschließlich hochwertige Schmuckstücke aus Materialien wie Titan, Gold oder Platin verwendet werden. Für die Prozedur stehen dabei verschiedene Methoden zur Wahl. Weil die Durchführung besonders für Piercing-Ungeübte an dieser sensiblen Körperpartie mitunter schmerzhaft sein kann, wird das Prince-Albert-Piercing auf Wunsch auch mit Betäubung durchgeführt. Wie alle Piercings benötigt es eine gewisse Nachsorgephase, während derer das Gewebe heilen und wieder verwachsen kann. Dabei ist der Intimschmuck nicht komplizierter zu reinigen als andere Piercings auch - im Gegenteil: Durch das antibakteriell wirkende Urin treten Infektionen bei korrekter Durchführung hier sogar seltener auf als anderswo.
Männer, die sich ein PA stechen lassen, wissen meist schon sehr genau, was sie wollen. Das ist auch umso wichtiger, als der Schmuck zwischen Eichel und Frenulum eine dauerhafte Änderung so mancher Lebensgewohnheit bedeuten kann. Hierbei ist vor Allem das Sexualleben zu nennen - für viele erfolgreich Gepiercte gestaltet es sich deutlich aufregender und abwechslungsreicher. Je nach eigener Empfindsamkeit sowie der von Partner bzw. Partnerin, kann das Prince-Albert-Piercing jedoch zunächst unangenehm wirken oder sogar Schmerzen bereiten. Dann sollte mit verschiedenen Schmuckstücken unterschiedlicher Form und Stärke experimentiert werden, ob Tragekomfort und sexuelles Vergnügen noch gesteigert werden können.
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