Ursprung, heutige Bedeutung und Bräuche rund um das Strumpfband

weißes Strumpfband mit Schleife auf weißen Strümpfen einer Frau

Das Strumpfband wird bei modernen Hochzeiten nicht selten in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt

Dem Strumpfband, welches für Bräute extra mit einer blauen Blüte oder Schleife versehen ist, damit sie dem Leitspruch "etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues" genüge tun können, kam ursprünglich eine rein funktionelle Bedeutung zu.

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Ursprung

Sein eigentlicher Sinn war, die Strumpfwaren der Braut davon abzuhalten, nach unten zu rutschen, denn damals gab es weder halterlose Strümpfe noch Strumpfhosen. Als glücksbringendes – und auch erotisches – Accessoire wird es aber immer noch gern getragen, vor allem von Bräuten zur Hochzeit.

Das blaue Strumpfband der Braut symbolisiert Treue und Beständigkeit in der Ehe und soll ein gutes Omen für die Ehe sein. Oftmals wird auch ein kleiner Zierschlüssel appliziert, der ebenfalls ein hübsches Symbol für die Ehe ist.

Während der Hochzeit ist das Strumpfband das süße Geheimnis der Braut, das von ihrem Bräutigam erst in der Hochzeitsnacht entdeckt wird. Ob die Braut das Strumpfband rechts oder links trägt, bleibt ihrem persönlichen Gusto überlassen.

Strumpfbandwerfen

Das mit dem süßen Geheimnis ist allerdings mittlerweile nur noch Theorie, denn eine wilde Hochzeitsfeier endet meist damit, dass auch das Strumpfband seinen Besitzer wechselt. Dies ist einer Tradition aus England zu verdanken, wo das Strumpfbandwerfen als eine Art Brautstraußwerfen für Männer zelebriert wird.

Hierbei wirft der Bräutigam das Strumpfband seiner frisch Angetrauten in die versammelte männliche Junggesellenschar. Derjenige, der es fängt, wird bald selbst heiraten, so der Brauch.

Das Besondere am Strumpfbandwerfen ist aber der Moment, wo der Bräutigam seiner Frau das Strumpfband abnimmt, denn er schiebt vor den Augen der versammelten Gäste das Brautkleid Zentimeter für Zentimeter nach oben, bis das Strumpfband sichtbar wird.

Versteigerung

Ein anderer Brauch rund um das Strumpfband der Braut kommt aus Frankreich. Hier wird das Strumpfband versteigert. Nach jedem Gebot schiebt der Bräutigam auch hier das Brautkleid ein kleines Stück höher – dies dient nicht nur der Ergötzung der Gäste, sondern bringt auch ganz schön Geld in die Hochzeitskasse des jungen Paares.

Besonders lustig wird es, wenn die Damen der Hochzeitsgesellschaft gegen die Männer bieten dürfen. Mit jedem Gebot einer Dame wird nämlich das Kleid wieder ein Stückchen gesenkt.

Da der Ehemann zum Herunterziehen des Strumpfbandes seine Hände nicht benutzen darf, sondern dies traditionell mit Lippen und Zähnen bewerkstelligt, haben die Gäste für ihr Geld eine echte Show geboten bekommen. Für diesen Zweck gibt es auch eigens gefertigte Strumpfbänder, die aus Zuckerperlen hergestellt sind.

Grundinformationen zum Brautschmuck

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: wedding garter © Anna Mironova - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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