Die richtige Pflege weißer Wäsche kann selbst für geübte Hausfrauen und -männer eine Herausforderung sein. Flecken und Verfärbungen können ein Problem darstellen, das möglichst sofort nach dem Entstehen in Angriff genommen werden muss. Wenn weiße Wäsche nach mehrfachem Waschen nicht mehr so strahlt wie nach dem Kauf, kann dies eine optische Täuschung sein.
Schon unsere Großmütter wussten, dass Flecken sich am einfachsten aus der Wäsche entfernen lassen, wenn diese sofort behandelt werden. Dann haben Verschmutzungen keine Chance, tief in das Gewebe einzudringen.
Nun besaßen frühere Generationen nicht unbedingt eine Waschmaschine und der nächste Waschtag lag eventuell in weiter Ferne. Also weichten unsere Vorfahren das Wäschestück ein. Flecken behandelten sie zuvor mit speziellen Fleckenmitteln.
Speziell deswegen, weil jede Art von Verschmutzung auf entsprechende Mittel mehr oder weniger reagiert. Hausmittel nannte man sie zu Großmutters Zeiten.
Die Effektivität einiger dieser Tipps konnte zwischenzeitlich widerlegt werden. Andere Hausmittel konnten sich behaupten und sind auch heute noch so manchem chemischen Mittel nicht nur in ökologischer Hinsicht weit überlegen.
Grundsätzlich gilt auch heute noch, dass sich frische Flecken besser beseitigen lassen als alte. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Kerzenwachsflecke auf Tischdecken sollten niemals mit einem Lappen verschmiert werden, sondern besser etwas aushärten, bevor man sie mit dem Bügeleisen oder Haarfön erwärmt. Das flüssige Wachs kann dann ein aufgelegtes Blatt Löschpapier aufnehmen.
Blutflecken sollten immer eingeweicht werden, bevor das Wäschestück in die Waschmaschine gegeben wird. Hierzu ist kaltes Wasser zu verwenden, ansonsten verbleiben später Ränder. Vor dem Waschmaschinengang kann der Fleck zusätzlich mit einem handelsüblichen Fleckenmittel oder mit Gallseife behandelt werden.
Gallseife wirkt auch, wenn sich auf der Weißwäsche Obstflecken befinden. Ebenso verblassen diese, wenn sie mit Essig oder Zitronensaft behandelt werden.
Kaffeeflecke sollten für ein gutes Waschpulver kein Problem darstellen, diese können sogar bereits angetrocknet sein. Anders sieht es mit Milchkaffeeflecken aus. Sie sollten sofort ausgespült werden.
Ein altes Hausmittel besagt, dass Rotweinflecke sich mit Salz entfernen lassen. Das Ergebnis fällt allerdings nicht immer positiv aus. Daher sollten auch Rotweinflecke besser gleich nach ihrer Entstehung beseitigt werden.
Liegt weiße Wäsche über längere Zeit unbenutzt im Schrank, vergilbt sie, sofern sie hauptsächlich aus Naturmaterialien besteht. Ein einmaliges Waschen bei 60 Grad macht die Wäsche wieder weiß.
Wird weiße Wäsche häufig gewaschen, kann es passieren, dass sie nicht mehr so strahlend erscheint wie kurz nach dem Kauf. Hier handelt es sich aber zumeist um einen Herstellertrick. Dieser setzt den Fasern blaue Pigmente hinzu, welche die Wäsche für das menschliche Auge weißer erscheinen lassen, als sie eigentlich ist. Verschwinden diese Pigmente, erscheint uns die Wäsche vergilbt. Dabei ist sie tatsächlich weiß.
Um einen ähnlich strahlenden Effekt zu erzielen, wurde der Wäsche früher häufig Wäscheblau zugesetzt. Heutige moderne Waschmittel besitzen ebenfalls optische Aufheller, welche die Wäsche weiß erscheinen lassen.
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27.02.13 | |
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