14. Oktober 2011
Grundsätzlich ist die Verwendung von Tampons ziemlich sicher und die Wahrscheinlichkeit ein Toxisches Schocksyndrom (TSS) zu erleiden, minimal, so Doktor Klaus Doubek von dem Berufsverband der Frauenärzte. Der Fall der 15-jährigen Britin Paige Roffey, die zwei Tage lang wegen eines TSS im Koma lag - möglicherweise ausgelöst durch ein Tampon - sei die absolute Ausnahme.
Nur einer von 200.000 Deutschen erleidet pro Jahr das TSS, das als Infektionserkrankung aber auch fernab von der Verwendung von Tampons auftreten kann. Die Symptome reichen von plötzlich beginnenden Kopfschmerzen über einen Abfall des Blutdrucks, hohem Fieber, Hautausschlag bis hin zu Schwindelanfällen. Ausgelöst wird das Syndrom durch ein Bakterium namens Staphylococcus, das in der Natur generell überall vorkommt und sogar bei einem Drittel aller Deutschen unter der Haut oder in den Atemwegen lebt. 90% der Betroffenen bleiben jedoch gesund, weil sie im Laufe ihres Lebens einen Antikörper dagegen bilden.
Um einer Übertragung des Bakteriums bei der Menstruation vorzubeugen, sollte man sich sowohl vor als auch nach dem Einführen des Tampons die Hände waschen, ein kleines Tampon benutzen und dieses nach wenigen Stunden wechseln, so der Doktor. Ebenfalls sollte Frau auf die Verwendung von Tampons in beschädigten Verpackungen verzichten.
Sollte es während der Menstruation zu einem der oben genannten Symptome kommen, sollte das Tampon sofort entfernt und ein Arzt aufgesucht werden. Unbehandelt führt die Infektion zu 50% zum Tod.
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