Desinfektion Artikel
Kampfansage gegen schädliche Keime in der Küche
Von Viola Reinhardt
Auf einem Quadratzentimeter eines Spültuches können sich bis zu 100 Millionen Bakterien befinden und lösen bei diesem Wissen sicherlich keine prickelnden Gedankengänge aus. Kaum verwunderlich ist dann die Tatsache, dass die Keime durch eine unzureichende Hygiene überhand nehmen und die Bewohner oftmals erkranken lassen. Letzteres geschieht Jahr für Jahr bei bis zu einer Million Menschen in Deutschland und kann zu unangenehmen oder auch schwerwiegenden Erkrankungen wie etwa einer Salmonellenvergiftung führen.
Gegen die Bakterien und eine Erkrankung durch diese hilft nur eine lückenlose und konsequente Hygiene in der Küche. Beginnend bei einem Wechsel der Küchenhandtücher, Spültücher, Spül- und Putzlappen sowie Spülbürsten, der alle ein bis zwei Tage stattfinden und in einem Waschgang mit 60 oder 90 Grad enden sollte, gibt es jedoch noch weitaus mehr effektive Maßnahmen gegen die unsichtbaren Plagegeister und folglich einem Mehr an Hygiene.
Alle Arbeits- und Spülflächen sollten Sie stets mit einer heißen Spülmittellauge abwaschen und anschließend diese gut nachtrocknen. Feuchte Ritzen zum Beispiel sind begehrte Tummelplätze für die Erreger, da dort geradezu optimale Wachstumsbedingungen für diese zu finden sind. Besonders aufmerksam sollten Sie zudem hinsichtlich von Gummistopfen oder dem Abfluss sein, denn diese sind aufgrund der Feuchtigkeit natürlich recht anfällig für eine bakterielle Belagerung.
Große Keimmagnete sind zudem Schneidebretter, bei denen widererwarten die Wahl lieber auf solche aus Holz fallen sollte statt auf Kunststoffbrettchen. Studien konnten zu diesem Thema herausfinden, dass Brettchen aus Kunststoff weitaus mehr an Bakterien auf und in sich bergen als es bei Küchenholzbrettern der Fall ist. Alternativ bieten sich jedoch auch Brettchen aus Glas an, die zudem den großen Vorteil in sich bergen sehr heiß abgewaschen und gut getrocknet werden zu können. Übrigens ist es ratsam für das Zubereiten von Geflügel oder andere rohe Lebensmittel unterschiedliche Brettchen zu verwenden. Holzbrettchen stets senkrecht stehend trocknen zu lassen vermindert ebenfalls eine Keimbildung, die mittels dem Einsatz einer Mikrowelle ergänzend vermindert werden kann, indem die Brettchen kurz darin erhitzt werden (achten Sie bitte auf die Herstellerempfehlung!).
Den Kühlschrank sollten Sie am besten täglich nach verdorbenen Nahrungsmitteln inspizieren und einmal in der Woche mit Essigwasser auswaschen. Im Bezug auf die empfohlene keimschädigende Temperatur des Kühlschranks heißt es diese nicht über 5 Grad Celsius ansteigen zu lassen. Zusätzlich sollten Sie das Eisfach regelmäßig abtauen und ebenfalls gründlich reinigen ohne es jedoch zu versäumen diesen gut austrocknen zu lassen bevor er wieder angeschaltet wird.
Mit diesen wenigen Tipps haben Sie bereits viel für eine Steigerung der Hygiene in Ihrer Küche getan ohne allerdings die Sterilität eines OP-Saals erreichen zu müssen, denn manche Bakterien tun auch den Abwehrkräften in ihrer Aufbauarbeit gut.