Photolyase, Sunblocker & Co. - verschiedene Sonnenschutzvarianten im Überblick

Sonnenschutz ist wichtig, um die negative Wirkung der Sonnenstrahlen zu neutralisieren und so zum Beispiel Sonnenbrand oder vorzeitiger Hautalterung vorzubeugen und das Krebsrisiko zu senken. Im Handel sind unzählige Produkte zum Sonnenschutz erhältlich. Es gibt jedoch Unterschiede. So werden Mittel mit physikalischem, chemischem und kombiniertem Sonnenschutzfilter angeboten. Und haben Sie schon einmal etwas über das Enzym Photolyase gehört? Hier erfahren Sie mehr.

Unterschiedliche Produkte und Inhaltsstoffe bringen den gewünschten Schutz vor der Sonne

Sonnenbaden als Wohltat und Risiko

Der richtige Umgang mit der Sonne wird immer wichtiger. Dem Großteil der Deutschen ist der Zusammenhang von UV-Strahlungen der Sonne und Hautkrebs bekannt. Doch ganz sollte man sich nicht vor der Sonne verstecken, sie spendet das wichtige Vitamin D und jeder kennt das positive Gefühl von Sonnenstrahlen auf der Haut - sie machen einfach gute Laune.

Vitamin D3 für die Haut

Was soll man also tun - sich nur noch in geschlossenen Räumen aufhalten? Nein, der Aufenthalt im Freien und auch das Sonnenbaden sind erlaubt. Der Körper erhält durch die Sonne das lebenswichtige Vitamin D3, zudem ist sie Balsam für unsere Seele. Zum Schutz der Haut vor ultravioletten Strahlen hilft ein guter Sonnenschutz.

Mit einem guten Sonnenschutzprodukt auf der Haut ist der Aufenthalt, für eine angemessene Zeit, kein Problem. Dabei spielt der Hauttyp eine wichtige Rolle sowie die Intensität der Sonne. Es sollte beachtet werden, dass die Sonnenstrahlungen auch bei bedecktem Himmel sehr intensiv sein können.

Vor allem Babys und Kleinkinder dürfen der direkten Sonne gar nicht ausgesetzt werden.

Übersicht über die verschiedenen Sonnenschutz-Präparate

Bei dem riesigen Angebot im Bereich der Sonnenschutzmittel ist die Wahl nicht leicht. Wer sich jedoch an seinem Hauttyp orientiert, der findet schnell das Sonnenschutzmittel, das zu ihm passt. Aber auch die persönliche Aktivität sollte bei der Wahl des Sonnenschutzmittels berücksichtigt werden. Wer sich viel bewegt oder gerne schwimmen geht, der sollte darauf achten, dass sein Sonnenschutz wasserfest ist.

Unterschieden werden die Emulsionen in O/W und W/O. Besonders für Kinder eignen sich W/O-Emulsionen, sie sind sehr viel fettiger oder öliger in der Konsistenz. Sie bieten der Haut viel Fett zur Rückfettung, dafür aber weniger Feuchtigkeit. W/O-Emulsionen lassen sich auf der Haut nicht so gut verteilen, ziehen nur langsam ein und hinterlassen einen Fettfilm. Dafür weisen sie eine hohe Wasserfestigkeit auf und waschen sich beim Baden nicht so schnell ab.

Den höheren Wasseranteil haben die O/W-Emulsionen, sie fetten nicht so stark, spenden aber reichlich Feuchtigkeit. O/W- Emulsionen lassen sich leicht auftragen und erzeugen einen kühlenden Effekt.

Im folgenden finden Sie einen kleinen Überblick über die im Handel erhältlichen Sonnenschutzprodukte und ihre Eignung für die jeweiligen Hauttypen.

Sonnenmilch

Bei der Sonnenmilch ist der Sonnenschutz in eine leichte Lotion eingearbeitet. Das heißt, die Sonnenmilch lässt sich sehr leicht auftragen und verteilen. In der Lotion sind aber nicht besonders viele hautpflegende Inhaltsstoffe vertreten. Daher eignet sich Sonnenmilch vor allem für Personen mit normaler Haut, die keine besondere Pflege benötigt.

Sonnencreme

Die Sonnencreme ist von der Konsistenz etwas fester als die Sonnenmilch. Dadurch ist sie nicht so leicht zu verteilen. Dafür bietet sie ihren Nutzern jedoch eine reichhaltige Pflege. Sonnencreme eignet sich vor allem für Menschen mit trockener Haut oder Mischhaut.

Sunblocker

Ein Sunblocker ist eine sehr feste Creme, die über einen sehr hohen Lichtschutzfaktor verfügt. Sie wird vor allem im Hochgebirge und bei sehr intensiver Sonneneinwirkung aufgetragen. Der Sunblocker eignet sich nur dazu, punktuell aufgetragen zu werden, wie etwa auf dem Nasenrücken oder den Wangen.

Sonnenspray

Das Sonnenspray ist eine wässrige Lösung, welche mit einem Lichtschutzfaktor ausgerüstet wurde. Besonders ist am Sonnenspray, dass es leicht aufzutragen ist. Es wird einfach auf die Haut gesprüht und dann eingerieben. Ideal ist das Sonnenspray für Kinder, die sich meistens nicht gerne eincremen lassen. Aber auch Menschen mit fettiger Haut sollten ein Sonnenspray verwenden.

In den letzten Jahren haben sich treibgasfreie Pump-Sprays immer mehr durchgesetzt. Die sprühbare Emulsion ist dünnflüssiger, der Vorteil: sie lässt sich leicht und bequem verteilen.

Sonnenschutzfilterarten im Vergleich

Sonnenschutz ist wichtig, um die negative Wirkung der Sonnenstrahlen zu neutralisieren und so zum Beispiel Sonnenbrand oder vorzeitiger Hautalterung vorzubeugen und das Krebsrisiko zu senken. Bei jedem längeren Aufenthalt in der Sonne sollte also ein ausreichender Sonnenschutz verwendet werden. Es gibt jedoch Unterschiede. So werden Mittel angeboten, mit

  • physikalischem,
  • chemischem und
  • kombiniertem Sonnenschutzfilter.

Physikalischer Sonnenschutz

Der physikalische Sonnenschutzfilter hinterlässt eine hauchdünne Schicht auf der Haut, welche die UV-Strahlen reflektieren und nicht auf die Hautoberfläche treffen lassen.

Beim physikalischen Sonnenschutz kommen sogenannte Micropigmente zum Einsatz. Zu den natürlichen Pigmenten, welche in der Creme enthalten sind, gehören zum Beispiel Titanoxid oder Zinkoxid.

Zu den Vorteilen des physikalischen Sonnenschutzes gehört, dass das Sonnenschutzmittel nicht in die Haut einzieht und daher besonders gut verträglich ist. Aus diesem Grund werden diese Mittel bevorzugt bei Kleinkindern angewendet. Zudem wirkt der physikalische, auch mineralische Sonnenschutz genannt sofort nach dem Auftragen.

Häufig wird es als Nachteil gesehen, dass der physikalische Sonnenschutz nach dem Baden oder auch nach starkem Schwitzen erneut aufgetragen werden muss. Der leichte Film wird zudem teilweise als störend empfunden. Es gilt je weißer der Film ist, desto höher ist der Lichtschutzfaktor.

Chemischer Sonnenschutz

Die meisten im Handel erhältlichen Sonnenschutzmittel nutzen den sogenannten chemischen Sonnenschutzfilter. Die löslichen UV-Filter dringen in die Haut ein und fangen die UV-Strahlung ab. Anschließend werden diese in Wärmestrahlen umgewandelt, welche für die Haut nicht schädlich sind.

Ein Vorteil des chemischen Sonnenschutzmittels ist, dass dieses auch nach dem Baden noch nachwirkt. Man sollte jedoch trotzdem nicht auf das Nachcremen verzichten. Zudem bildet dieser Sonnenschutz keine weißen Rückstände oder einen Film auf der Haut.

Ein Nachteil des chemischen Sonnenschutzfilters ist, dass dieser von der Haut aufgenommen wird und so allergische Reaktionen auslösen kann. Zudem wirkt der chemische Schutz in der Regel erst nachdem er einige Minuten einwirken konnte. Neuere Mittel versprechen jedoch eine sofortige Schutzwirkung für die Haut.

Kombinierter Sonnenschutz

Gerade UVB-Strahlen sind besonders gefährlich und schädlich für die Haut. Diese aggressiven Strahlen verursachen Sonnenbrand und können Hautkrebs und Schäden am Bindegewebe fördern. UVA-Strahlen sind weniger gefährlich, führen bei längerer und häufiger Bestrahlung jedoch zu vorzeitiger Hautalterung und können eine Ursache für eine Sonnenallergie sein.

Nicht alle Sonnenschutzmittel schützen vor beiden Strahlungen gleichermaßen. Ein kombinierter Sonnenschutz schützt sowohl vor UVA- und UVB-Strahlen und sollte bevorzugt verwendet werden.

Sinn und Wirkung von Photolyase in Sonnenschutzprodukten

Photolyasehaltige Sonnenschutzprodukte können nach wissenschaftlichen Erkenntnissen bereits entstandene UV-B-induzierte Veränderungen reparieren. DNS-regenerationsenzymhaltige Präparate stellen aus dermatologischer Sicht eine sinnvolle Weiterentwicklung dar.

Sonnenschutzprodukten bestehen also aus unterschiedlichen Wirkstoffen, die unsere Haut vor den schädlichen UV-A und UV-B Strahlungen schützen. Jeder Hersteller verwendet eine andere Rezeptur, die stets weiterentwickelt wird. Zudem gibt es Sonnenschutzcremes, die auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt sind.

Sonnenschutzprodukte mit Photolyase sind recht neu auf dem Markt, sie sollen noch besseren Schutz vor UV-B-Schäden bieten. Herkömmliche Sonnencremes wirken über UV-Filter, die die menschliche Haut vor Sonnenschäden schützen.

Die kurzwellige Ultraviolett-B-Strahlung im Bericht von 280 bis 315 nm und die UV-A-Strahlen im Wellenbereich zwischen 315 bis 400 nm sind verantwortlich für diverse Hautschäden.

Photolyase wird in der Natur zum Beispiel von Algen produziert, die an der Wasseroberfläche leben und täglich der UV-Strahlung ausgesetzt sind. In Sonnenschutzpräparaten soll Photolyase die DNA-Schäden noch besser und schneller reparieren, als das menschliche DNA-Reparatursystem.

Der menschliche Körper kann innerhalb von 16 bis 24 Stunden nach dem Sonnenbad nur die Hälfte der DNA-Schäden beheben, während Photolyase nur 30 Minuten benötigt.

Photolyase richtig anwenden

Die Aktivierung des Enzyms erfolgt durch Licht, darum sollte es schon während des Sonnenbadens und auch sofort danach verwendet werden.

Sonnenschutzprodukte mit Photolyase sind in Apotheken als Gel oder Creme erhältlich. Hierbei unterscheidet man zwischen einer Sonnencreme und den After Sun Präparaten, die nach dem Sonnen und Duschen aufgetragen werden.

Bisher gibt es leider noch keine Langzeit-Studien über die Wirksamkeit. Das Sonnenbaden mit Photolyase-Präparaten ist sicherer, der maßvolle Umgang mit der Sonne sollte aber immer Vorrang haben.

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