8. August 2007
Viele Frauen setzen ihr Vertrauen in Kosmetika mit pflanzlichen Wirkstoffen. Kein Wunder, sollen die Kosmetika doch besonders schonend pflegen und gerade für Allergiker eine verträgliche Alternative zu herkömmlichen Produkten sein.
Lecker klingen die Serien aktueller Pflegeprodukte vieler Hersteller an. Wie ein Bummel über einen Lebensmittelmarkt mutet der Einkauf in der Drogerie an. Honig, Trauben, Karotten, Mandeln, Aprikosen, Himbeeren und Avocados zählen zu den Leckerbissen, die sich in Shampoos, Cremes und Badezusätzen wiederfinden lassen.
Die Inhaltsstoffe aus der Natur haben es durchaus in sich. Aprikosenkernöl fördert die Zellerneuerung, verfeinert das Hautbild und sorgt für straffe, faltenfreie Haut. Auch den Feuchtigkeitshaushalt der Haut beeinflusst das Aprikosenöl positiv. Daher bildet es häufig die Grundlage von Pflegeprodukten für trockene und rissige Haut. Aber auch das Haar profitiert von dem natürlichen Öl der Aprikose. Die Struktur des Haares wird gekräftigt und das Haar wirkt glatter und geschmeidiger. Auch Honig pflegt trockene Haut seidig weich. Gegen unschöne Dellen an den Oberschenkeln, dem Bauch und der Hüfte helfen Produkte mit Zitrone. Nicht nur die Haut profitiert vom Lustigmacher: Zitrone belebt und sorgt für einen Frischekick. Für die Pflege von Mischhaut eignen sich Produkte mit Karotte. Sie hilft dabei, das Hautbild auszugleichen und zu verfeinern. In Anti-Aging Produkten findet Traubenkernöl Anwendung. Es enthält Polyphenole, die freie Radikale abfangen und damit die Alterung der Haut herauszögern. Mandelmilch und Avocadoöle sind in Bodylotions und Duschcremes für trockene und empfindliche Haut enthalten. Sie versorgen die Haut mit reichlich Feuchtigkeit und können sogar die Wundheilung beschleunigen. Gegen Unreinheiten der Haut wirken Pflegeprodukte mit Teebaumöl oder Jojobaöl.
Natürlichkeit liegt voll im Trend. Wer einen großen Bogen um chemische Zusätze machen will, muss bedenken, dass es derzeit keine verbindliche rechtliche Regelung für Kosmetikprodukte gibt. Die Hersteller dürfen die Bezeichnung "natürlich" auf ihre Produkte schreiben, auch wenn sie ihrer rein synthetischen Creme ein paar Spritzer Jojobaöl zusetzen.
Verbraucher, die jegliche chemischen Zusätze wie Farb- und Konservierungsstoffe meiden wollen, werden am ehesten in Bioläden fündig. Eine Hilfe bietet das Prüfsiegel des Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren und Körperpflegemittel (BDIH e.V.). Produkte, die das Qualitätssiegelsiegel erhalten, werden streng kontrolliert und sie entsprechen den Richtlinien moderner und sicherer Naturkosmetik.
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