Ja, es gibt sie, die Männer, die morgens im Bad mehr Zeit benötigen als ihre Partnerin. Und dann gibt es immer noch die, die glauben, mehr als ein Stück Kernseife benötige Mann nicht zur Pflege. Dabei schadet es auch Männern ganz bestimmt nicht, ein zumindest grundlegendes Pflegewissen zu erwerben.
Zum Beispiel in Sachen Nase. Diese wird bei der zweimal täglich stattfindenden Gesichtsreinigung mitgewaschen – wenn diese allerdings unter der Dusche vorgenommen wird, bitte nicht mit Seife oder Duschgel! Auch Männerhaut reagiert empfindlich auf deren waschaktive Substanzen, die Mitesser und Pickel hervorrufen können.
Besser ist hier ein speziell auf die Bedürfnisse von Männerhaut abgestimmtes Waschgel oder Waschpeeling, welches die Nasenhaut von Schmutz, Talg und Verhornungen befreit.
Auch gegen die Anwendung eines Gesichtstonikums spricht nichts, welches - meist mit Alkohol - die Haut desinfiziert, erfrischt und die Poren reinigt.
Zum Schluss ein leichtes Pflegefluid – fertig ist die Basispflege. Haben sich doch einmal Mitesser auf der Nase gebildet, helfen so genannte Clear-up Strips, die angefeuchtet auf die Nase "geklebt" und nach dem Trocknen wieder abgezogen werden – und zwar mitsamt den unerwünschten Gästen.
Nasenhaar muss nur gekürzt werden, wenn es aus den Nasenlöchern hervorragt, denn ansonsten erfüllt es wichtige Funktionen. Zum Kürzen lieber keine spitze Nagelschere verwenden – hier droht Verletzungsgefahr! Auch auf das Ausreißen mit einer Pinzette sollte verzichtet werden.
Auf der sicheren Seite ist man mit einem speziellen Nasenhaarschneider oder -trimmer.
Tipp: Wer unter trockenen Schleimhäuten leidet, sollte öfter zu einem meersalzhaltigen Nasenspray greifen, welches die Schleimhäute pflegt. Auch eine morgendliche Nasendusche kann helfen – so mancher Pollenallergiker schwört, dass sich seine Beschwerden hierdurch gebessert haben.
Um die Ohrmuscheln zu säubern, werden diese beim Haarewaschen einfach mit shampooniert. Im Grunde ist das Innenohr ein selbstreinigendes System. Das Ohrenschmalz wird von den Drüsen des Trommelfells gebildet und wandert langsam nach draußen, wobei es den Schmutz gleich mitnimmt.
Zur Reinigung der Gehörgänge erfreuen sich allerdings nach wie vor Q-Tips großer Beliebtheit – allerdings kann man mit ihnen Schmutz erst recht in die Gehörgänge schieben, wenn man nicht aufpasst. Hierdurch können ernsthafte gesundheitliche Komplikationen entstehen.
Besser geeignet sind Ohrreiniger mit einer Schlaufe oder Schlinge, die verhindert, dass das Ohrenschmalz weiter in den Gehörgang geschoben wird.
Eine Tiefenreinigung kann der Hausarzt vornehmen, der das Ohr professionell durchspült.
Manche verwendet statt dessen gern zweimal im Jahr eine Ohrenkerze aus der Apotheke – die ist allerdings nicht jederman(n)s Sache. Ähnlich wie bei der ärztlichen Ohrenspülung zieht sie mittels Unterdruck den Schmutz aus dem Ohr heraus.
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