24. Juni 2009
Körperöl ist in vielen Varianten in Drogerien, Apotheken und Supermärkten erhältlich. Aber welchen Vorteil bietet es im Vergleich zu normalen Cremes und Lotionen?
Schon im Altertum wurden wohlduftende Öle für die Hautpflege verwandt. Könige und Würdenträger wurden vor der Amtsübernahme gesalbt. Die wertvollen Öle, die hierfür verwendet wurden, waren genauso wertvoll wie Gold und wurden in besonderen Gefäßen aufbewahrt. Heute sind Körperöle schon zu einem sehr günstigen Preis erhältlich. Jedoch sollte man beim Kauf aufpassen, dass man wirklich naturreine Pflanzenöle ersteht. Denn oft werden die Körperöle vom Hersteller mit billigen Mineralölen angereichert, um die Gewinnspanne zu vergrößern.
Deswegen sollte man die Inhaltsangabe genau studieren. Dabei sollte man auch darauf achten, dass ein Körperöl keine Konservierungsstoffe enthält. Denn diese stehen unter dem Verdacht krebserregend zu sein, in der Kosmetikindustrie werden diese Stoffe als Parabene bezeichnet. Kalt gepresste naturreine Öle kommen ohne die Beimischung von Konservierungsstoffen aus. Allerdings sollten sie dann kühl und trocken gelagert werden, um zu verhindern, dass das Öl ranzig wird.
Für die Pflege sind naturreine Körperöle so besonders wertvoll, weil ihre molekulare Zusammensetzung so fein ist, dass sie tief in die Epidermis eindringen können. Somit erreichen sie Hautschichten und versorgen diese mit essenziellen Fettsäuren. Mineralische Öle hingegen legen sich als feiner Film auf der Haut und in der obersten Hautschicht ab. Dadurch kann die Hautatmung so behindert werden, dass die Haut mit der vermehrten Bildung von Pickeln und Mitessern darauf reagiert.
Ein weiterer Vorteil, den das Körperöl im Vergleich zur Creme oder zur Lotion bietet, ist die Konsistenz. Da Körperöl sehr flüssig in seiner Konsistenz ist, kann es leicht, gleichmäßig auf dem ganzen Körper verteilt werden. Dabei ist es von Vorteil, wenn das Öl direkt nach dem Duschen oder Baden, auf die noch feuchte Haut, aufgetragen wird. Dadurch hat das Öl die Möglichkeit auf seinem Weg in die Haut Wassermoleküle mitzunehmen. So wird die Haut nicht nur mit Öl versorgt sondern auch optimal mit Feuchtigkeit.
Für die Verwendung von Körperöl spricht auch das es kein Wasser enthält. Denn durch die Zugabe von Wasser in eine Creme oder Lotion steigt auch die Anzahl der chemischen Substanzen, die der Creme beigemischt werden müssen. Denn Wasser und Öl können keine stabile Verbindung miteinander eingehen, weswegen in dieses Gemisch Emulgatoren gegeben werden müssen. Diese sorgen dafür, dass Wasser und Öl sich nicht mehr trennen können.
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