Spray, Netz, Kerzen & Co.: Vorteile und mögliche Risiken verschiedener Insektenschutzmittel

Behandlung eines Insektenstiches

Wie man Mücken und Co wirksam los wird und was Sie bei der Verwendung von Insektenschutzmitteln zu beachten haben, erfahren Sie hier

Sobald es wieder warm wird und man abends die lauen Temperaturen genießen möchte, sind lästige Insekten an der Tagesordnung. Wer sich im Frühling und Sommer vor Insekten und deren Stichen schützen möchte, greift am besten zu verschiedenen Insektenschutzmitteln, die wir Ihnen hier vorstellen möchten. Doch Vorsicht: nicht alle davon sind harmlos und ohne Risiken.

Die verschiedenen Arten von Insektenschutzmitteln

Schutzmittel gegen Insekten sind in zahlreichen Formen erhältlich. Das Angebot reicht von Raumspray über Duftstecker bis hin zu Produkten, die auf den Körper aufgetragen werden. Die meisten Schutzmittel gegen Insekten arbeiten mit Düften. Zum Einsatz kommen vor allem solche Duftnoten, die Insekten nicht riechen können. Dazu gehören vor allem

Wie man sich gegen Mücken schützen kann

Sprays oder Lotions mit chemischen Inhaltsstoffen wirken länger als natürliche Mittel

Nahaufnahme Mücke sitzt auf Arm, grüner Hintergrund
mosquito © komandos - www.fotolia.de

In den Sommermonaten möchte man auch gerne abends etwas länger im Freien verbringen, doch oft wird einem dieses Vergnügen durch lästige Plagegeister, wie die Mücken, verleidet. Doch dagegen kann man sich auch schützen, wie Margit Schlenk, Vorstandsmitglied der Bayerischen Landesapothekerkammer aus Neumarkt erklärt.

Wirkstoffe wie Diethyltoluamid, Pyrethroiden und Icaridin haben sehr gute Wirkung gegen Mücken

So gibt es Sprays oder Lotions, die die Mücken schon im Vorfeld vertreiben. Darin sind bei den chemischen Mitteln Inhaltsstoffe wie beispielsweise DEET (Diethyltoluamid) oder Pyrethroiden enthalten, die eine sehr gute Wirkung haben. Auch ist laut einer Untersuchung von der "Stiftung Warentest" der Wirkstoff Icaridin (Bayrepel) als gut getestet worden.

Alle natürlichen Mittel enthalten, wie Frau Schlenk sagt, meistens ätherische Öle, wobei die Wirkung von Melisse, Zitrone oder Nelke nicht lange anhalten, so dass die chemischen Stoffe besser seien, wie auch der Warentest herausgefunden hat.

Vorsicht bei empfindlicher Haut und Sonnenbrand, sowie im Mund- und Augenbereich

Aber Menschen mit empfindlicher Haut sollten die Sprays oder die Lotion nur dünn auftragen, weil es sonst eventuell zu Hautreizungen kommen könnte. Mund und Augen sollten beim Aufsprühen immer geschützt sein und auch bei Sonnenbrand dürfen die Mittel nicht benutzt werden. Für Kinder gibt es spezielle Sprays oder Lotion.

Langärmelige Hemden, beziehungsweise Blusen, schützen die Arme besser. Übrigens können auch bestimmte Parfüms die Mücken regelrecht anziehen.

Worauf man beim Mückenschutz achten sollte

Mückenschutzmittel sollten nur auf gesunde Hautstellen aufgetragen werden

Nahaufnahme Mücke sticht in menschlichen Finger
Feeding mosquito with human blood on finger © Dmitry Knorre - www.fotolia.de

Jetzt im Sommer wo die Temperaturen endlich wieder ansteigen, kommen auch die Mücken wieder aus ihren Verstecken und hinterlassen ihre juckenden Stiche auf der Haut. Am wirksamsten kann man sich mit Insektenschutzmitteln gegen die Plagegeister zur Wehr setzen, doch vor dem Auftragen sollte man einiges beachten.

Anwendung von Mückenschutzmitteln auf gesunde Hautpartien

Die Mittel sollten nur auf gesunde Haut aufgetragen werden. Auf Haut, die bereits durch Sonnenbrand oder Wunden gereizt ist, sollten sie nicht angewendet werden. Da empfiehlt sich besser lange Kleidung zu tragen. Auch wenn man sich längere Zeit draußen aufhält, wo vermehrt Mücken vorkommen, wie zum Beispiel beim Wandern durch Wiesen und Felder, sollte man zu langer Kleidung und festem Schuhwerk greifen.

Ist man noch dazu der Sonne ausgesetzt und muss die Haut zusätzlich vor Sonnenbrand schützen, sollte man zunächst die Sonnencreme und anschließend das Insektenschutzmittel auftragen.

Kinder durch Moskitonetze und Kleidung schützen

Generell sollten die Mittel nur solange verwendet werden wie es unbedingt nötig ist, um die Haut nicht unnötig zu reizen. Bei Kindern bis zwei Jahren sollte man gänzlich auf Insektenschutzmittel verzichten, diese schützt man besser mit entsprechender Kleidung oder Moskitonetzen.

Mückenstiche sind unangenehm - So vertreiben sie die lästigen Plagegeister

Mückenstich - Moskito oder Mücke auf menschlicher Haut
Mosquito sucking blood, macro photo © Henrik Larsson - www.fotolia.de

Wir genießen Sommer und Wärme und erfreuen uns immer wieder jedes Jahr an den milden Temperaturen und darauf, in milden Sommernächten draußen im Garten oder auf dem Balkon zu sitzen. Doch diese Jahreszeit lieben auch noch andere, die uns nicht so angenehme Gesellschaft leisten und ganz schön lästig werden können: Stechmücken, die unsere Haut zum Jucken bringen und unschöne rote Pusteln durch ihre Stiche auf der Haut zurücklassen.

Wie kann man sich aber die Plagegeister vom Leib halten? Ein Tipp ist, Antimückenkerzen anzuzünden, am besten mit Geranien- oder Zitronenmelissenduft, den das mögen die kleinen Surrer überhaupt nicht. Ein ätherisches Eukalyptusöl auf der Haut hält sie ebenfalls fern, jedoch nicht der Geruch von Knoblauch wie manche Menschen meinen. Auch die sogenannten Repellents leisten gute Dienste. Das sind mückenabwehrende Sprays und Lotionen, die in der Apotheke erhältlich sind.

Moskitonetze über dem Bett halten des Nachts zwar größere Mücken ab, kleine können jedoch trotzdem durchschlüpfen und sich über unsere Haut hermachen. Auch Mückenpiepser sind im Handel erhältlich, die mit einem bestimmten Ton die Mücken abwehren, der für den Menschen nicht hörbar ist. Den besten Schutz vor Stichen bietet jedoch leichte, helle Baumwollkleidung.

Duftkerzen

Der Nachteil dieser Düfte ist allerdings das sie sehr geruchsintensiv sind. Das heißt das eine Überdosierung leicht dazu führt das sie sich zu einem penetranten Gestank entwickeln. Dies wird vor allem bei der Nutzung von großen Cintronelladuftkerzen klar, den schon auf der Packung tragen diese Kerzen den Hinweis, dass sie nicht in geschlossenen Räumen angezündet werden sollen.

Und auch die Brenndauer dieser Kerzen sollte kontrolliert werden. Damit es nicht zu einer Geruchsbelästigung kommt, sollten die Kerzen immer nur einige Minuten brennen und dann gelöscht werden.

Insektensprays und Sticks

Mittlerweile gibt es verschiedene Arten von Insektenschutzmitteln. Besonders praktisch sind Sprays, die auf die Haut aufgesprüht werden. So kann man auch schwer erreichbare Stellen vor Insekten schützen. Aber auch Sticks, die Insekten abwehren sollen, sind sehr bequem. Man streicht einfach ein paar Mal mit dem Stick über die Haut und ist für einige Stunden vor Insektenstichen geschützt.

Bei minderwertigen Insektenschutzmitteln aus der Dose ergibt sich jedoch Problem. Diese stinken nicht nur, wenn die Dosierung nicht stimmt, sie können sich auch zu einer echten Gesundheitsgefahr entwickeln. Denn neben natürlichen ätherischen Ölen enthalten diese Produkte noch weitere chemische Duft- und Konservierungsstoffe.

Diese können bei einer Überdosierung des Insektenschutzmittels dazu führen, dass die Augen und die Lungen sehr stark gereizt werden. Deswegen sind diese Sprühdosen auch mit Warnhinweisen und einer genauen Anwendungsbeschreibung versehen. Diese sollten vor dem Gebrauch des Produktes genau gelesen und vor allem beachtet werden.

Mückenschutz – welche Repellents wirken gut und sind hautverträglich?

Nahaufnahme Mücke sitzt auf Arm, grüner Hintergrund
mosquito © komandos - www.fotolia.de

Ob Mücken, Staunzen oder Gelsen – die kleinen Blutsauger heißen in jedem Land anders. Ihre Stiche tun aber überall gleich weh, weswegen Insektenschutzmittel weltweit gefragt sind. Welche Präparate wirken am besten, und wie sind ihre gesundheitlichen Eigenschaften?

In Tests erweisen sich mittlerweile zahlreiche Repellents als gut. Am intensivsten und längsten schrecken Produkte mit Diethyltolamid (DEET) die Insekten ab. Verwendet wird der Wirkstoff in Mitteln wie Anti Brumm Forte oder Nobite.

Eine etwas kürzere Wirkdauer hat Icaridin, das etwa in Autan Spray enthalten ist. Vorteil: die Substanz hat ein geringeres schleimhautreizendes Potenzial als DEET. Empfindliche Personen sollten also zu Iciradin greifen und einmal öfter sprühen oder cremen.

Lieber synthetisch als natürlich

Natürliche Präparate mit ätherischen Ölen, etwa Citronella, Lavendel oder Geraniol reizen Haut und Schleimhäute ebenso wie synthetische Produkte. Zudem wirken sie weniger intensiv.

Kleinkinder unter drei Jahren sollten gar nicht mit chemischen Repellents in Kontakt kommen. Bei älteren ist es wichtig, Gesicht und Hände beim Auftragen auszusparen. Wer in ein Malariagebiet reist, sollte außerdem darauf achten, dass sein Insektenschutz tagaktive und nachtaktive Tiere gleichermaßen vertreibt.

Stiftung Warentest prüft Anti-Mückenmittel – welche vertreiben die penetranten Quälgeister wirklich?

Nahaufnahme Mücke sitzt auf Arm, grüner Hintergrund
mosquito © komandos - www.fotolia.de

Ob auf zünftigen Grillpartys oder beim Bootsausflug am See – ständig schwirren Mücken umher, stürzen sich auf ihre Opfer und stechen ohne Vorwarnung zu. Stiftung Warentest hat jetzt Anti-Mückenmittel geprüft, doch welche vertreiben die penetranten Quälgeister wirklich? Nur vier der 21 getesteten Produkte wurde eine gute Wirkung bescheinigt, fünf Mückenmittel versagten komplett.

Tests am lebenden Objekt

Stechmücken sind anpassungsfähig und robust. Auch wenn die flinken Zweiflügler harmlos aussehen, sind ihre Stiche schmerzhaft und können zum Gesundheitsrisiko werden. Stiftung Warentest nahm 21 Mückenpräparate unter die Lupe und testete die Repellents am lebenden Objekt.

Die Testpersonen hatten einiges auszuhalten und warteten in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit auf die Attacken von 50 bis 70 Mückenweibchen. Neben der heimischen Hausmücke gingen auch aggressive Arten wie die ägyptische Tigermücke an den Start. Sieben Antimückenmittel bewährten sich auch bei topischen Mückenarten.

Autan Junior Mückenschutz für den Nachwuchs

Zu den Testsiegern für langen Mückenschutz gehört Anti Brumm Forte. Allerdings enthält das Repellent den Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid), der zu Reizungen der Schleimhäute führen kann.

Wer seinen Nachwuchs vor Mückenstichen bewahren will, ist mit Autan Junior gut beraten. Das Gel ist besonders mild und in Pumpflaschen erhältlich, bietet allerdings nur etwa eine Stunde Schutz. Stiftung Warentest bewertete das Antimücken-Präparat im puncto gesundheitlicher Unbedenklichkeit mit "gut".

Wirkungsvoller ist das Pumpspray Autan Protection Plus, das blutsaugende Plagegeister rund drei Stunden in Schach hält. Das Mückenmittel enthält den Wirkstoff Icaridin und ist laut Warentest die optimale Alternative zu DEET-haltigen Repellents. Die Verbraucherschützer erkoren das Spray zum Testsieger.

Mückenarmbänder: Schutzwirkung unter 30 Sekunden

Mückenarmbänder mit ätherischen Ölen werden als die Wundermittel schlechthin vermarktet. Stiftung Warentest verpasst den bunten Kunststoffbändern jetzt die Note "mangelhaft".

Die Schutzwirkung liegt und 30 Sekunden und die geplagten Testpersonen wurden schon während dieser Zeit gestochen. Zwei von sechs Mückenarmbändern verströmten zudem einen unangenehmen Geruch. Verbraucher sollten lieber ihren Geldbeutel schonen und in wirksamen Anti-Mückenmittel investieren.

Nicht jedes Anti-Mücken-Mittel schützt tatsächlich vor den lästigen Blutsaugern

Nahaufnahme Mücke sticht in menschlichen Finger
Feeding mosquito with human blood on finger © Dmitry Knorre - www.fotolia.de

Kaum werden die Nächte lauer und die Tage wärmer, da surrt es überall. Die lästigen Blutsauger sind wieder unterwegs. Um sich vor Mücken zu schützen, verwenden viele Mückenschutzmittel. Leider hilft nicht jedes Mittel, welches als Mückenschutz verkauft wird tatsächlich gegen die Insekten.

Wirksamkeitsschutz verschiedener Mückenschutzpräparate

Stiftung Warentest hat hierfür freiwillig etliche Stiche über sich ergehen lassen, um Verbrauchern mitteilen zu können, welches Mittel nun wirklich nachhaltig vor Mücken schützt.

Die Ergebnisse waren nicht sonderlich überraschend. Als Testsieger ging die Marke Autan hervor. Das „Autan Insektenschutz Protection Plus“ wurde mit einer Gesamtnote 2,0 bewertet. Es enthält den Wirkstoff Icaridin und schützt zuverlässig, ist auf der Haut gut verträglich und auch der Geruch wurde sogar als sehr gut bewertet. Preislich gesehen liegt das Spray mit 0,90 Euro für zehn Milliliter im Mittelfeld.

Platz zwei geht an das Mittel „Anti Brumm Forte“. Hier kommt der Wirkstoff DEET zum Einsatz. Dieser vertreibt zwar die Insekten, jedoch kann er zur Reizung der Schleimhäute führen. Der Verbraucher zahlt hier 0,96 Euro für zehn Milliliter. „Anti Mück“ und „Zedan“ schneiden nur mangelhaft ab. Der Wirkstoff PMD basiert auf den Bestandteilen vom ätherischen Zitroneneukalyptusöl. Die Mücke beeindruckt das anscheinend nicht. Einzig der Preis überzeugt bei Zedan. Hier sind nur 0,74 Euro für zehn Milliliter aufzubringen.

Alternativer Schutz

Um sich vor Mücken zuverlässig schützen zu können, helfen nicht nur Mückensprays, sondern auch lange Kleidung. Fenstergitter halten die Plagegeister außerhalb der Wohnung und über dem Bett kann man zusätzlich ein Moskitonetz spannen.

Mückenschutzmittel: Für Kinder unter zwei Jahren nicht geeignet

Im Sommer sind sie die Quälgeister Nummer 1: Stechmücken. Hautstellen, die man nicht unter Stoff verstecken kann oder will, lassen sich heute mit einer größeren Auswahl an Insektenabwehrmitteln schützen.

Diese "Repellentien" sind an sich sehr gut verträglich, doch – so warnt die Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau - Kinder unter zwei Jahren soll man damit nicht behandeln. Bei ihnen können die Inhaltsstoffe noch durch die Haut gelangen und in den Körper aufgenommen werden, außerdem lassen sich Kleinkinder kaum davon abhalten, sich die Augen zu reiben oder an den Fingern zu lecken. Neurologische Störungen können die Folge sein.

Auch Mückensprays und Elektroverdampfer für den Gebrauch im Haus sollten bei Anwesenheit von Kindern nicht eingesetzt werden. Sie enthalten meistens Wirkstoffe aus der Gruppe der Pyrethroide, die ebenfalls nervenschädigend wirken können.

Für Babys und Kleinkinder sind Moskitonetze der ideale Schutz. Wo Mücken drohen, sollen die Kleinen grundsätzlich langärmelige Kleider, lange Hosen und Mützen tragen.

Vorsicht bei Insektenspray in Verbindung mit Insektiziden

Besonders in der warmen Jahreszeit wird gegen Mücken und andere Insekten zur Abwehr zum Spray gegriffen. Hierbei hat sich besonders die Marke "Autan" bewährt, die den Wirkstoff DEET enthält. Doch jetzt warnen Wissenschaftler vor der Verwendung, weil besonders in Verbindung mit anderen Insektiziden, deren schädigende Wirkung verstärkt werden könne, so werden Kleidung und Moskitonetze beispielsweise gegen die Malaria-Mücke mit Insektiziden versehen.

Aber man muss erst noch prüfen, wie viel DEET im Normalfall über die Haut in den Körper gelangt und ob es dann schädlich wirkt. Seit über 50 Jahren wird DEET zur Insektenabwehr benutzt und auch die Gesundheitsbehörden befürworten dies.

Jedes Jahr benutzen mehr als 200 Millionen Menschen das Mittel. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn noch andere Mittel dazu kommen, so dass eine Wechselwirkung entstehen kann, besonders bei den sogenannten Carbamat-Insektiziden, die giftig wirken. Die herkömmlichen Insektenabwehrmittel werden auch Repellents genannt und dienen nur der Abwehr, die Insekten werden dabei nicht abgetötet.

Apotheker raten Mückenschutz schon von zu Hause in den Urlaub mitzunehmen

Deutsche Apotheker warnen in der neuesten Ausgabe der Apotheken-Umschau vor dem Kauf von Mückenschutzmitteln, die im Ausland hergestellt worden sind. Besser sei es, einheimische Produkte von Deutschland aus ins Ausland mitzunehmen. Der Grund dafür sei, dass in manchen Präparaten aus anderen Ländern erhebliches Gefährdungspotenzial durch überproportionierte Konzentrationen vorhanden ist.

Hier gehandelte Mückenschutzmittel besitzen die Wirkstoffe DEET und Icaridin in dezenter Verwendung. Alternativ würden auch ätherische Öle gut Mücken abhalten, wenn auch mit kürzerer Wirkung.

Anti-Mückenmittel: auf den Wirkstoff kommt es an

Frau sprüht Mückenschutz oder Insektenschutz auf ihre Beine, im Hintergrund Sträucher
Mosquito repellent / insect repellent © Maridav - www.fotolia.de

Sommerzeit ist auch Mückenzeit. In feuchten Gebieten schlüpfen die Stechtiere besonders zahlreich, so dass schon bei einem kurzen Aufenthalt im Freien ein Mückenschutzmittel nötig wird. Der Markt bietet eine breite Palette an Präparaten, aber nicht alle wirken gleich gut.

Am flüchtigsten sind Mittel auf der Basis von ätherischen Ölen. Auch wenn der Duft von Citridiol oder Eukalpytus den verräterischen Geruch der menschlichen Haut überdeckt, kann er Mücken nur für kurze Zeit täuschen. Sobald die ätherischen Bestandteile verflogen sind, können die empfindlichen Riechrezeptoren der Mücke ihr Opfer wieder einwandfrei orten.

Zuverlässiger wirken DEET und Icaridin. Beide Substanzen sind pharmakologisch gut getestet, das in den 40er Jahren vom amerikanischen Militär entwickelte DEET kann bei empfindlichen Personen jedoch zu Nebenwirkungen führen. Dafür hält der Wirkstoff nicht nur Mücken ab: auch Zecken, Bremsen und Flöhe bleiben fern.

Spätestens nach drei Stunden dringt jedoch auch bei diesen Mitteln der Eigengeruch der Haut wieder in den Vordergrund. Um die Riechrezeptoren der Mücken dauerhaft zu besetzen, muss man deshalb häufiger nachcremen oder nachsprühen. In einigen Jahren gibt es dann vielleicht Präparate mit Nano-Partikeln für Langzeitwirkung.

Lotions und Gele

In Drogerien findet man auch immer wieder spezielle Lotions und Gele, die Insekten abwehren sollen. Auch sie werden - ähnlich wie Bodylotion - einfach auf die Haut aufgetragen und leicht einmassiert.

Viele Produkte riechen für den Menschen angenehm, während sie für Gelsen und andere Stechmückenarten geradezu unerträglich sind.

Wer also im Frühling und Sommer gerne tagsüber oder abends draußen ist, sollte sich unbedingt mit Insektenschutzmittel versorgen. Im Urlaub leisten diese Mittel besonders gute Dienste, da die Insektenplage in vielen Urlaubsländern fast schon dazugehört.

Wie oft Mückenschutz für lückenlosen Schutz auftragen?

Die meisten Menschen gehen davon aus, dass sie den ganzen Tag geschützt sind, wenn sie am Morgen bevor sie in die Natur aufbrechen ein Insektenschutzmittel auftragen. Leider ist diese Annahme aus mehreren Gründen falsch.

Verlust der Wirksamkeit

Zunächst einmal werden auch Produkte, die dem Schutz vor Insekten dienen, durch mechanische Beanspruchung wieder von der Haut abgerieben. Wer sich also bewegt, reduziert schrittweise seinen Schutz vor Insekten und anderen Blutsaugern. Aber auch beim Schwitzen verliert das Insektenschutzmittel an Wirksamkeit. Und auch wenn man schwimmen geht, reduziert sich der Schutz.

Vor allem bei Produkten zum Schutz vor Insekten, die auf natürlichen Inhaltsstoffen basieren reduziert sich der Schutz durch ein "vergehen" der Inhaltsstoffe.

Insektenschutzmittel mit Duftstoffen

Meistens werden in solche Insektenschutzmittel natürliche, ätherische Öle eingearbeitet. Die Duftmoleküle haften zwar gut auf der menschlichen Haut, jedoch nicht in unbegrenzter Dauer. So wie wir es von dem Duft unseres Parfüms kennen, verfliegt auch der Duft eines Schutzmittels vor Insekten.

Hier sei nebenbei bemerkt, dass man ein Insektenschutzmittel nie auf parfümierte Haut auftragen sollte. Denn es kann zusammen mit den Inhaltsstoffen des Parfüms, vor allem dem Alkohol, reagieren. So kann es zu Hautirritationen in Form von Rötungen und Ausschlägen können. Aber auch zu fototoxischen Reaktionen, bei welchen sich große Hautareale verfärben können.

Regelmäßig eincremen und lange Kleidung tragen

Um den ganzen Tag über geschützt zu sein, sollte man sich also regelmäßig mit dem Insektenschutzmittel eincremen. In der Regel genügt es dies alle zwei bis drei Stunden zu tun. Bei extremen Belastungen wie etwa einem Bad muss aber öfter nachbehandelt werden.

Nicht zu unterschätzen bei dem Thema Insektenschutz ist die Kleidung. Es empfiehlt sich vor allem bei Spaziergängen in Wald und Flur, lange Kleidung zu tragen, auch wenn es draußen warm ist. Denn Hautareale, die durch Kleidung bedeckt sind, dienen den Blutsaugern nicht als Nahrungsquelle.

Vor allem um sich vor den gefährlichen Zecken zu schützen, die neben Hirnhautentzündung auch die Borreliose übertragen können, sollte man die Hose in die Socken stecken. Denn Zecken lieben es dunkel und kriechen auch unter der Kleidung solange bis sie eine geeignete Stelle gefunden haben, an welcher sie sich festbeißen können.

Mückenmittel Autan lässt Tiere Orientierung verlieren

Duft von Autan verhindert, dass Mücken ihr Opfer finden

Nahaufnahme Mücke sitzt auf Arm, grüner Hintergrund
mosquito © komandos - www.fotolia.de

Mit dem Mückenmittel Autan versucht man seit Generationen von Menschen, Mückenstichen zu entgehen. Gerade jetzt im Spätsommer grassiert in Deutschland wieder eine besonders große Mückenplage. Wissenschaftler aus den USA haben jetzt in einer aktuellen Studie analysiert, warum Autan so gut funktioniert und weshalb das Mittel ein wirksamer Schutz gegen Stiche ist.

Keine Blockade der Duftsignale durch Autan

Dabei blockiere der Stoff nicht wie immer angenommen die anlockenden Duftsignale blutspendender Säugetiere oder wehrt durch seinen Geruch die Insekten von vornerein ab. Weder werden Reize unterdrückt, noch die Sinne blockiert. Viel mehr führt Autan Mücken zur Desorientierung, denn Mücken besitzen Riechhaare, die an einem Nerv angeschlossen sind. Mit Hilfe dieses Nervs können sie spezielle Duftsignale wahrnehmen und erkennen, ob sie einen Wirt wie ein blutspendendes Säugetier oder einen Menschen vor sich haben.

Mittels verschiedener Duftstoffe konnten die Forscher herausfinden, dass Autan diese sogenannte mentale Duftkodierung der Mücken verändert. So ist es ihnen nicht mehr möglich, gezielt ihr „Opfer" ausfindig zu machen.

Moskitonetze

Der Schlaf gehört zu den wichtigsten Phasen eines Tages für den Menschen. Hier können Körper und Geist entspannen, die Organe ungestört ihrer Funktion nachkommen und die im Unterbewusstsein vorhandenen Gedanken verarbeitet werden. Schlimm nur, wenn eine Mücke uns im Sommer daran hindert, sacht ins Traumland zu gleiten. In tropischen Regionen können Moskitos hingegen nicht nur die Ruhe stören, sondern auch Krankheitserreger übertragen.

Der Einsatz eines Moskitonetzes kann hier Abhilfe schaffen.

Das Risiko von Mücken nicht unterschätzen

Allgemein gelten solche Netze in Deutschland als eine etwas überzogene Maßnahme zur Sicherung eines ruhigen Schlafs. Doch der vorrangige Aspekt dieses Hilfsmittels richtet sich eher auf die menschliche Gesundheit. So sind es gar nicht einmal ausschließlich die Tropen, in denen die Moskitos gefährliche Viren übertragen können.

Auch in unseren Breitengraden wird die herkömmliche Mücke im Laufe ihres Lebens durchschnittlich mehrere Dutzend Menschen und Tiere gestochen haben, ehe sie sich auf unserer Haut niederlässt. Krankheitserreger und Bakterien haften dem Stechrüssel an.

Zudem kann das Insekt ein blutverdünnendes Serum in die Venen leiten, auf das einige Personen allergisch reagieren.

In den Tropen unerlässlich

Besonders ratsam ist der Einsatz eines Mückennetzes aber gerade bei Reisen in die Ferne. Die Tropen Südamerikas, der afrikanische Kontinent und einige Regionen Asiens können mit Insekten aufwarten, die nicht alleine das Blut saugen, sondern dabei auch als Auslöser schwerer körperlicher Leiden gelten:

treten in der Folge auf. Mückensprays, die zum Teil in hochwirksamer Dosierung erhältlich sind, nützen in solchen Fällen wenig. Sie werden im Schlaf zu schnell von der Haut gerieben, als dass sie über Stunden hinweg eine Abwehr der Flügelseelen gewährleisten könnten.

Auch Fliegengitter an den Fenstern und ähnliche Optionen gelten als unzureichend – am Moskitonetz um das Bett herum führt letztlich also kein Weg vorbei.

Tipps für den Kauf

Im Handel lassen sich die Modelle mit unterschiedlichen Maschengrößen erwerben. Hier ist je nach Einsatzgebiet und dort vorkommenden Insekten die beste Wahl zu treffen. Stets gilt es dabei, einen Kompromiss zu finden: Je kleiner die Löcher ausfallen, desto höher gestaltet sich zwar der Schutz vor den Blutsaugern – desto schlechter zirkuliert aber gleichzeitig die Luft im Umfeld des Betts.

Ratsam ist es darüber hinaus, die Netze aus leichtem Gewebe wie Nylon oder Polyester zu kaufen. Gegenüber starren Textilien wie Baumwolle oder Leinen nehmen sie weniger Gerüche auf, lassen sich schneller reinigen und können problemlos in der Reisetasche verstaut werden. Zudem sind sie preisgünstiger erhältlich.

Schutz mit behandelten Mückennetzen gegen Malaria problematisch

Vielversprechender Ansatz imprägnierter Mückennetze wendet sich zum Schlechten

Nahaufnahme Mücke sticht in menschlichen Finger
Feeding mosquito with human blood on finger © Dmitry Knorre - www.fotolia.de

Resistenz von Malariamücken ist ein zunehmend größeres Problem. So fanden Forscher heraus, dass mit Insektenvernichtungsmitteln imprägnierte Mückennetze die Widerstandskraft der Insekten stärken.

Am Anfang gab es Erfolge im Kampf gegen die Tropenkrankheit zu vermelden. So sank beispielsweise die Zahl der Malaria-Erkrankungen im Dorf Dielmo im Landesinneren des Senegal zwischen August 2008 und August 2010 auf unter acht Prozent des vorherigen Standes. Doch danach wurden die Mücken immun gegen die Mittel und die Häufigkeit der Malaria-Anfälle stieg von September bis Dezember 2010 fast wieder auf den Stand, den sie zuvor hatte.

Diese Erkenntnisse seien äußerst besorgniserregend, stellte Jean-François Trape vom Institut für Entwicklungsforschung im Senegal fest. Anscheinend hätten Einheimische ihre im Laufe der Zeit körpereigene Abwehr gegen den Erreger verloren, so Trape.

Forscher sollten kein vorschnelles Urteil fällen

Joseph Keating und Thomas Eisele von der Tulane University in New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana warnten jedoch davor, diese Ergebnisse einfach auf andere Gegenden Afrikas zu übertragen. Schließlich sei die Studie über einen relativ kurzen Zeitraum und nur in einem einzigen Dorf im ländlichen Senegal gelaufen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jährlich knapp eine Million Menschen an Malaria, etwa die Hälfte von ihnen sind Kinder unter fünf Jahren. 90 Prozent der Erkrankten leben auf dem afrikanischen Kontinent. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen wird auf 300 bis 500 Millionen Fälle geschätzt.

Einfach aber wirkungsvoll - Moskitonetze retten Kinderleben

Malaria ist in Afrika eine weit verbreitete Krankheit, die von Moskitos übertragen wird. Ein wirksamer Schutz dagegen sind mit Insektiziden behandelte Moskitonetze. Eine Studie, die seit dem Jahr 2000 in sieben afrikanischen Ländern vorgenommen wurde, zeigte, dass die Malaria in ungefähr 20 Prozent der Familien zurückging, in denen die Netzte verwendet wurden. Eine auf 22 Länder ausgeweitete Untersuchung ergab zudem, dass in Familien mit Moskitonetzen 23 Prozent weniger Kinder starben, die unter fünf Jahre alt waren.

Durch diesen Erfolg angespornt, verteilten viele afrikanische Länder mit ausländischer Unterstützung Netze an die Bevölkerung. Professor Thomas Eisele von der Tulane University School of Public Health an Tropical Medicine in New Orleans bezeichnet die Moskitonetze als Eckpfeiler in der nachhaltigen Bekämpfung von Malaria. Diese Erfolge können jedoch nur aufrechterhalten werden, wenn alle zwei bis drei Jahre die Netze erneuert würden, weil sie mit der Zeit ihre Wirkung verlieren.

Tropische Reisen sorgfältig planen

Mag sich in den heimischen Gefilden ein derartiges Netz noch umkompliziert am Bett oder an der Wand anbringen lassen, so kann es in der Ferne immer wieder zu Hindernissen kommen. Nicht immer lässt sich ein Nagel an der Zimmerdecke finden, an dem die Montage möglich wäre.

Empfehlenswert ist es daher, ein ebenso dünnes wie tragfähiges Seil in der Länge weniger Meter mitzunehmen. In den meisten Räumlichkeiten lassen sich zwei Fixpunkte ausmachen, zwischen denen die Verbindung gespannt werden kann – sie ermöglicht das Aufhängen des Netzes.

Für Übernachtungen im Freien erweisen sich zudem Feldbetten mit festem Netzzelt als beste Option, um auch unter dem Sternenhimmel nicht von unerwünschten Insekten heimgesucht zu werden.

Moskito-Fallen mit Solarenergie senken die Rate der Malaria-Fälle

Diese Erfindung soll die Zwischenwirte gefährlicher Infektionskrankheiten anlocken, einfangen und ungefährlich machen

Nahaufnahme einer Mücke beim Blutsaugen
mosquito drinks blood out of man © PeterO - www.fotolia.de

Die Infektion mit Malaria kann tödlich enden. Tatsächlich stirbt circa pro 30 Sekunden ein Mensch und oft sind es Kinder. Die Krankheit wird durch Stechmücken übertragen, die dem Erreger als Zwischenwirt dienen. Beim Blutsaugen geht der Parasit dann in den menschlichen Körper über.

Da eine Impfung schwierig ist, gilt es, die Stechmücken als Überträger ins Visier zu nehmen. Genau das machen neuartige Moskito-Fallen, die mit Solarenergie betrieben werden und ohne Insektizid auskommen.

Die Vorteile der neuartigen Insektenfalle

Die Fallen sind mit einem Duftstoff ausgestattet, der die Stechmücken anlockt. Für sie riecht die Falle wie ein Mensch und wird daher interessant. Die Falle besitzt einen Ventilator, der allein mit Sonnenenergie arbeitet und einen Luftstrom so erzeugt, dass die Tiere beim Annähern in die Falle gesaugt werden. Darin sind sie eingeschlossen und keine Gefahr mehr.

Es bedarf für die neuen Moskito-Fallen daher weder Batterie noch Steckdose und auch umweltbelastende Insektizide fallen weg. Die Insekten haben auch keine Chance, eine Immunität aufzubauen, wie es bisher bei Insektiziden das Problem ist.

Steigerung der Lebensqualität durch Solarenergie

Getestet wurde der Nutzen der neuen Fallen bereits im Alltag und zwar auf der Insel Rusinga. Sie zählt zu Kenia und hat beständig mit Malaria zu kämpfen. Durch den Fallen-Einsatz jedoch sank die Zahl der dortigen Stechmücken in kurzer Zeit um 70 Prozent. Jeder Haushalt, der die solaren Moskito-Fallen nutzt, verringert die Gefahr für Infektionen der Bewohner um 30 Prozent.

Die Neuentwicklung wird von den Menschen vor Ort sehr gut angenommen, denn die Moskito-Fallen bringen einen weiteren Vorteil mit sich. Durch ihre Solarzellen wird nicht nur der Ventilator im Gerät selbst betrieben, die Stromerzeugung reicht auch für eine Deckenbeleuchtung. Sind Steckdosen vorhanden, kann zusätzlich ein Mobiltelefon oder andere kleine Geräte geladen werden. Die Lebensqualität der meist armen Bevölkerung steigt dadurch.

Die neuen Fallen dürften in Zukunft nicht nur gegen Malaria zum Einsatz kommen, sondern auch gegen Dengue-Fieber oder den aktuell verbreiteten Zika-Virus. Da diese Infektionen ebenfalls via Stechmücken auf den Menschen übertragen werden, dürfte der Duftstoff einer Moskito-Falle auch sie anlocken, einfangen und damit ungefährlich machen.

Weitere mechanische Insektenschutzmittel

Weitere Insektenschutzmittel sind beispielsweise

  • Fliegengitter,
  • Fliegenklatsche,
  • UV-Lampen,
  • Fliegenfänger aber auch
  • die passende Kleidung.

Mit einer Fliegenklatsche können kleinere und größere Insekten verscheucht oder getötet werden. UV-Lampen locken Insekten an und töten sie durch ein unter Hochspannung stehendes Drahtgitter. Leider werden auch viele nützliche Insekten getötet, deshalb sollte man sie nicht im Freien anwenden.

Langärmelige Kleidung aus leichten Stoffen schützt ebenfalls vor Insektenstichen.

Risiken und Nebenwirkungen von Insektenschutzmitteln

Auch in unseren Breitengraden gehört die Verwendung von diversen Insektenschutzmitteln schon beinahe dazu. Im Frühling und Sommer vermehren sich die stechwütigen Tierchen besonders schnell und können unseren verdienten Feierabend erheblich stören.

Einige Stiche richten meist noch keinen Schaden an, sind aber trotzdem lästig. Für Allergiker sieht die Sache schon anders aus: Sie sollten sich dringend mit Insektenschutzmitteln vor Stichen schützen.

Überdosierung

Hat man einmal Insektenschutzmittel überdosiert, hilft oft nur kräftiges Lüften. Vor allem in der Nacht sollte man dabei die Fenster geschlossen halten, um nicht noch mehr Insekten anzulocken. Denn Licht zieht vor allem kleine Stechmücken magisch an und das Problem vergrößert sich nur.

Ebenfalls wirksam ist es, eine kleine Kohletablette, wie man sie für das Verbrennen von Räucherwaren nutzt, anzuzünden. Denn die Kohle reinigt beim Verbrennen die Luft, da sie die Duftmoleküle bindet und neutralisiert.

Scharfe Inhaltsstoffen

Bestimmte Insektenschutzmittel sollten während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden. Am besten lassen Sie sich in einer Apotheke beraten und studieren immer den Beipackzettel vor der Anwendung.

Einige Insektenschutzmittel können im Zusammenhang mit Sonneneinstrahlung Hautreizungen auslösen. Wer sich in der prallen Sonne aufhält, sollte also auf diese Mittel verzichten und zu einem anderen Insektenschutzmittel greifen.

Pflanzliche Insektenschutzmittel haben im Allgemeinen weniger Nebenwirkungen als chemische Mittel.

Pyrethrum oder Pyrethroide

Pyrethrum oder Pyrethroide kommen in vielen herkömmlichen Mitteln gegen Insekten vor und können Augen, Schleimhäute und sogar die Haut reizen.

Deshalb empfiehlt es sich, Insektensprays nicht in geschlossenen Räumen zu verwenden, sondern am Balkon oder im Garten aufzusprühen.

  • Vermeiden Sie das Einatmen der Dämpfe und achten Sie darauf, dass Kinder nicht unbeaufsichtigt mit Insektenschutzmitteln spielen.

  • Sollte der Spray unbeabsichtigt in die Augen oder auf Schleimhäute kommen, sollte man die betroffene Stelle sofort mit klarem Wasser ausspülen und gegebenenfalls den Arzt aufsuchen.

  • Wer nach der Verwendung von Insektenspray Hautreizungen bemerkt, sollte die betroffene Stelle schnellstmöglich waschen und das Spray nicht mehr verwenden, da es ernsthafte Allergien auslösen kann.

Mittel gegen Schädlinge erhöhen immens das Risiko für Demenzkrankheiten

Weiße Sprühdose mit der Aufschrift "Mosquito spray" (Mückenspray)
Hand holding mosquito spray on nature background © Africa Studio - www.fotolia.de

Personen, die bei der Arbeit auf dem Land, auf Feldern und in Weinbergen mit Mitteln zur Schädlingsbekämpfung in Kontakt kommen, haben ein deutlich höheres Risiko, im Alter an Arten von Demenz zu leiden.

Das Institut für Volksgesundheit, Epidemieforschung und Entwicklung in Frankreich startet bereits 1997 eine Studie zu diesem Thema. 614 Personen, die in einem solchen Bereich tätig waren, wurden dabei im Abstand von mehreren Jahren neurologisch untersucht. Dabei wurden die Fähigkeiten der Sprache, Reaktion und des Gedächtnisses getestet. Die Testpersonen wurden unterteilt, je nach dem wie stark sie in ihren Jahren der Arbeit mit entsprechenden Mitteln zur Schädlingsbekämpfung in Kontakt gekommen waren.

Besonders belastet waren hierbei Probanden, die in Weinbergen in Bordeaux arbeiteten. Hier hatte sich das Risiko für einen Verlust der Fähigkeiten bei den Gedächtnis- und Konzentrationsübungen verdoppelt. Die Studie ist noch nicht beendet und wird im Jahre 2013 in Gänze veröffentlicht.

US-Studien zeigen, dass ein gängiges Pestizid die Intelligenz von Kindern mindert

Das Pestizid Chlorpyrifos wirkt sich nachweislich nachteilig auf die Intelligenz von Kindern aus

Blätter eines kleinen Baums werden besprüht
Picture of spray and spraying leafs of small tree © pitrs - www.fotolia.de

Drei US-Studien haben nachgewiesen, dass Kontakt mit dem Pestizid Chlorpyrifos die Intelligenz von Kindern herabsetzen kann. Forscher der New Yorker Columbia-University haben das Nabelschnurblut von Kindern, die in New Yorker Altbauten ausgetragen wurden, auf dieses Pestizid untersucht und bei den Betroffenen eine Intelligenzminderung um 5,3 IQ-Punkte feststellen können.

Vermeidung des Pestizidkontakts durch Kauf von Bioprodukten

Forscher der Universität Berkeley untersuchten den Urin von Schwangeren auf Pestizidkontakt. Die Kinder der betroffenen Mütter wiesen bei der Einschulung eine IQ-Minderung von 7 Punkten auf. Dabei waren Schichtfaktoren bereits hinausgerechnet. An der University of North Carolina wies man nach, dass jeder dritte US-Amerikaner aufgrund genetischer Anlagen dieses Pestizid nicht abbauen kann. Chlorpyrifos wird breitflächig eingesetzt.

Es wird im Obst-, Wein- und Gemüseanbau verwendet. Seine Anwendung im privaten Haushalt wurde 2001 in den USA verboten. Kurt Stockinger vom Pestizidreduktionsprogramm Global 2000 empfiehlt den Verbrauchern auf Bioprodukte umzusteigen oder zumindest Gemüse und Obst nach der Saison zu kaufen. Allein durch Waschen bekommt man dieses Pestizid nicht weg, sagt Stockinger.

Passend zum Thema

    Gefährliche Mottenpulver - offenbar werden die Chromosomen von Kindern beschädigt

    Viele Mottenpulver sollen als Insektizid dafür sorgen, dass die kleinen Tiere aus der Wohnung fern bleiben. Ob das in jeden Fall wirklich funktioniert, haben einige Tests bereits stark bezweifelt. Dennoch greifen besonders Menschen aus ärmeren Regionen auf Mottenpulver zurück. Diese enthalten meist den Kohlenwasserstoff „Naphthalin“ und dieser scheint einer aktuellen Studie zufolge alles andere als harmlos zu sein.

    In den USA wurde die DNA von 113 Kindern untersucht, die aus sozial niedrigen Schichten kamen. Ihre Eltern hatten oft mit mit Mottenpulver gearbeitet und dies ließ sich sogar im Urin der Kinder nachweisen. Bei vielen war die Konzentration an Naphthalin auffallend erhöht. Die Forscher untersuchten dann das Erbgut der Kinder und stellten einen erschreckenden Zusammenhang fest. Demnach war die DNA vor allen Dingen dann beschädigt, wenn die Kinder viel Naphthalin im Körper hatten. Die Kinder im Alter von gerade einmal fünf Jahren zeigten teilweise gefährliche Chromosomenbrüche.

    Insgesamt waren 30 der untersuchten Jungen und Mädchen betroffen und elf von ihnen zeigten sogar Translokationen. Dabei sind zwei Chromosomen vertauscht, was im Alter sehr häufig zu Leukämie führt. Die Forscher ermittelten, dass mit jeder der Verdopplung der Naphthalin-Menge im Urin das Risiko in die Höhe schnellt. Es wurde jeweils ein Gefahrenanstieg auf DNA-Schäden von 55 bis 92 Prozent ermittelt.

    Naphthalin kommt in der Praxis nicht nur in Mottenpulver vor, sondern auch in anderen alltäglichen Dingen. Wer Zigaretten ausgesetzt ist oder Automobilabgase einatmet, wird automatisch auch davon betroffen.

    Zwischenfälle bei Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner: Kinder mit Gift besprüht

    Die Eichenprozessionsspinner sind kleine Schädlinge, die für die menschliche Haut sehr unangenehm sein können. Aus diesem Grund wird den Schädlingen in einigen Bundesländern der Kampf angesagt. Allerdings kam es in der letzten Zeit einige Male zu Zwischenfällen.

    Denn als in Brandenburg ein Hubschrauber mit dem Insektengift Dipel ES unterwegs war, hatte der Hubschrauber dieses Gift versehentlich auf rund 50 Kinder gesprüht, die auf einem Spielplatz einer Kindertagesstätte gespielt hatten. Auf Beschwerden von Eltern gaben die Verantwortlichen den Zwischenfall zu, bei dem „Reste vom Abtrift“ des Giftes auf die Kinder gelangt wären.

    Doch auch in Dorsten in Nordrhein-Westfalen gerieten 200 Grundschüler in den Giftnebel. Der Grund war eine falsche Terminvorgabe.

    Das Gift gilt zwar als realtiv natur- und gesundheitsschonend, trotzdem haben Eltern zu Recht ein ungutes Gefühl, wenn ihre Kinder in den Sprühnebel des Giftes geraten, vor allem da Naturschützer vor der Schädigung von Schmetterlingen oder brütenden Vögeln warnen.

    In Brandenburg verweisen die Umweltverbände Nabu und BUND auf Alternativen wie die Absaugung der Raupennester.

    Hausmittel als Insektenschutz

    Wer auf einen Inhaltsstoff von Insektenschutzmittel allergisch ist, sollte eher zu Hausmittelchen greifen, um die Risiken zu vermindern. Diese haben sich als genauso wirksam erwiesen wie so manches Insektenschutzmittel aus Drogerien oder Supermärkten.

    Lavendelöl und Knoblauch oder Brennessel

    Wer auf Hausmittel setzen möchte, sollte

    probieren. Wer viel Knoblauch isst, scheidet bestimmte Inhaltsstoffe über die Haut aus, was wiederum für die Insekten nicht besonders anziehend ist. Neemöl und Lavendelöl werden einfach tröpfchenweise auf die Haut aufgetragen.

    Zitrone, Nelken und Basilikum verjagen Wespen erfolgreich

    Zwei frische Zitronenscheiben auf weißem Hintergrund
    Zitrone Zitrone © abcmedia - www.fotolia.de

    Der Tipp kommt zwar leider etwas spät, aber immernoch besser als nie. Vor allem im Sommer kennt es jeder. Kaum lässt man einmal kurz seinen frisch gebackenen Kuchen aus den Augen, hat sein leckerer Duft auch gleich schon einige Wespen ins Haus gelockt. Doch wie wird man die Quälgeister jetzt wieder los ohne gleich zu brutalsten Mitteln zu greifen?

    Am besten man gibt den Plagegeistern erst garkeinen Anreiz sich dem Kuchen zu nähern, rät die Deutsche Wildtierstiftung. Dafür muss man lediglich den betörenden Duft überdecken und das geht am besten mit frischem Basilikum oder einer, mit Nelken gespickten, halben Zitrone.

    Bernstein schützt Hunde vor Flöhen und Zecken

    Leuchtender Bernstein
    shiny amber © Anette Linnea Rasmussen - www.fotolia.de

    Zecken, Flöhe oder Milben setzen sich gerne in den Pelz von Hunden fest. Sehr zum Ärger des Vierbeiners und seines Besitzers. Es gibt Mittel gegen Ungeziefer, doch meist auf chemischer Basis. Doch es geht auch ohne Chemiekeule. Mit Bernstein etwa. Die Tierheimleiterin Brigitte Jodheit legt den Tieren selbst gefertigte Bernsteinketten um, die vor den unliebsamen Pelzgästen schützen.

    Bernstein enthält ätherische Öle, deren Gerüche Zecken oder Flöhe abschreckt. Außerdem befindet sich fossiles Harz in Bernstein, das durch die Reibung am Körper des Hundes einen hohen elektrischen Widerstand besitzt, der ebenfalls Parasiten abhält. Seit sieben Jahren bastelt Jodheit solche Ketten und bieten diesen nützlichen Schmuck im Internet oder dem Tierheim an. So hat sie sich einen treuen Kundenstamm aufgebaut.

    Mit Fußgeruch gegen Malaria

    Synthetischer Fußgeruch soll Malaria ausrotten

    Nahaufnahme Mücke sticht in menschlichen Finger
    Feeding mosquito with human blood on finger © Dmitry Knorre - www.fotolia.de

    Malaria ist die häufigste Tropenkrankheit der Welt. Rund 250 Millionen Menschen sind jährlich von ihr betroffen. Sie ist zudem äußerst gefährlich. Rund eine Million Menschen sterben pro Jahr. Jeder zweite Tote ist ein Kind unter fünf Jahren.

    Synthetischer Fußgeruch

    Um der Krankheit Einhalt zu gebieten, hat Fredros Okumu vom Ifakara Health Institute in Tansania eine ungewöhnliche Idee gehabt. Da die Anophelesmücke, die die Hauptüberträgerin der Malariaerkrankung ist, bevorzugt in die Füße von Menschen sticht, versucht der Forscher, den Fußgeruch synthetisch herzustellen. Dieser soll dann als Köder für die Moskitos dienen.

    Altgediente Prophylaxemaßnahmen wie Moskitonetze und Anti-Mückensprays kann das neue Mittel jedoch nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen. Die Nichtregierungsorganisation Grand Challenges Canada ist von dieser Entwicklung jedoch so überzeugt, dass sie sie gemeinsam mit der "Bill & Melinda Gates Foundation" finanziell fördern möchte.

    Finanzielle Hürde

    Der Fußgeruch-Köder wird außerhalb des Hauses aufgebaut und soll die Mücken von den menschlichen Wohnungen fernhalten. Ob dies wirklich funktioniert, hängt auch von dem Preis ab, den der Wirkstoff kosten soll, denn die Krankheit ist gerade in ärmeren Ländern Afrikas und Südostasiens weit verbreitet.

    Nur wenn sich genügend Menschen den Köder leisten können, ist ein flächendeckender Einsatz gesichert.

    Hausmittel - Was hilft gegen Wespen?

    Nahaufnahme Wespe auf gelbem Ball
    wasp © Jon Le-Bon - www.fotolia.de

    An einem heißen Sommertag gibt es nichts Schöneres als draußen im Freien zu sitzen oder ein Picknick zu machen. Störend sind nur immer wieder Wespen. Wespen sind zwar nützlich, aber sie können einem das Leben ungemein schwer machen. Hier einige Hausmittel gegen Wespen:

    Da Wespen vor allem durch süßes Essen angezogen werden, sollte man sich diesen Umstand zunutze machen, um sie fernzuhalten. Man stellt hierfür extra süße Nahrungsmittel irgendwo auf, um die Tiere anzulocken. Hier eignen sich gut Trauben oder anderes süßes Obst. Allerdings sollte man keine Marmelade und keinen Honig nehmen, da die Tiere hiervon aggressiv werden können.

    Ein weiteres gutes Hausmittel ist Haarspray. Der Geruch hält Wespen ab. Die Tiere werden durch parfümierte Kosmetika abgehalten. Sprüht man ein wenig Haarspray in das Umfeld der Tiere, kann man sie vertreiben.

    Ebenfalls gut geeignet ist eine mit Nelken gespickte Zitrone. Die Tiere mögen die ätherischen Öle der Zitrone nicht, aber auch keinen Geruch von Nelken. Bereits einige Tropfen reines Nelkenöl auf einem Duftkissen kann auch gegen Wespen Wunder wirken.

    Küchenschaben entwickeln Abneigung gegen Süßes

    Schon seit den 80er Jahren wird versucht, Küchenschaben durch spezielle Giftköder zu bekämpfen. Denn diese kleinen Krabbeltiere fressen nicht nur unsere Vorräte, sondern gelten auch als Überträger vieler Krankheiten. Doch im Laufe der Zeit verloren die Giftköder immer mehr ihre Wirkung, denn die Schaben entwickelten nach und nach eine Abneigung gegen Zucker. Forscher der North Carolina State University wollten dem Grund für diese Entwicklung nun auf den Grund gehen und haben die Insekten näher untersucht und dabei dank neuster Technik Interessantes zutage gefördert.

    In den Fühlern der Schaben werden durch Geschmacksstoffe entsprechende Nervenreize ausgelöst, wobei viele Schaben zwar auf Süßes reagieren, einige jedoch durchaus eine Abneigung gegen Zucker haben. Diesen Unterschied konnten die Forscher auch in einem direkten Test belegen, indem sie einigen Schaben eine Zuckerlösung direkt ins Maul spritzten. Während diese von einigen Schaben gierig verschlungen wurde, wurde sie von den Insekten mit einer Zucker-Aversion hingegen wieder ausgespuckt.

    Durch diese Forschung lässt sich leicht erkennen, wie sich die Schaben anpassen können, dass sich sogar ihr Wahrnehmungssystem entsprechend ändern kann. Während die Tiere in der Regel eine Resistenz gegen Giftstoffe entwickeln, haben sie inzwischen auch eine andere, genetische, Möglichkeit gefunden, sich gefahrlos zu verbreiten.

    Grundinformationen und Hinweise zu Insektenschutzmitteln

    War der Artikel hilfreich?

    Fehler im Text gefunden?

    Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

    Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

    Quellenangaben

    • Bildnachweis: Bug Bite © dragon_fang - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

    Weitere Artikel zum Thema