Richtig waschen: Deutsche müssen noch viel lernen

Übermäßige Körperpflege führt zu gereizter, brennender und geröteter Haut

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
28. Januar 2005

Eine brennende, rissige und schuppig gerötete Haut kann vom Waschen kommen. Doch das ist das letzte, woran die meisten Menschen denken. Selbst wer nach eigener Auskunft eine empfindliche Haut besitzt, so zeigte eine Umfrage unter 2.500 Bundesbürgern, weiß nur selten über die richtige Hautpflege Bescheid. Das berichtet die Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau.

Zuviel Körperhygiene

Wer sich zu wenig wäscht, riskiert Körpergeruch und mißbilligende Blicke. Übertreibung aber schadet der Haut. Wer das körpereigene Hautfett durch zuviel Seife entfernt, tut sich nichts gutes, auch dann nicht, wenn er sich danach eincremt, so Professor Dr. Roland Niedner, Chefarzt der Klinik für Dermatologie, Potsdam.

Pures Wasser beim Waschen

Das natürliche Hautfett sei so komplex zusammengesetzt, daß es auch die beste und teuerste Creme niemals vollwertig ersetzen könne. Beim Waschen reiche meistens pures Wasser aus, am besten etwa 30 Grad warm. Zwei Minuten Waschzeit seien genug. Nicht jeder brauche täglich Duschgel.

Wer jedoch aus Berufsgründen oder anlagebedingt stark schwitzt, sollte zu einem verträglichen Reinigungsmittel greifen. Ein Blick auf die Packung lohne sich, rät Niedner. Wenn Produkte für empfindliche Haut empfohlen werden, dann sei da was dran. Dafür sorgen die Überwachungsbehörden - und die Konkurrenz.