9. Juli 2005
Experten-Tipps rund ums Epilieren von Dr. med. Daniela Greiner, unabhängige dermatologische Beraterin.
Es gibt keine erste Wahl bei der Körperhaarentfernung. Jede Frau hat ihre persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse. Die meisten Frauen entfernen anfangs die Haare oberflächig, d. h. sie rasieren oder benutzen eine Creme. Die Epilation ist mit Sicherheit eine sehr effektive Methode, denn die Hautoberfläche bleibt lange Zeit frei von Haaren, länger als beispielsweise nach dem Rasieren. Jedoch fürchten manche Frauen den Epilationsschmerz, wieder andere haben Probleme mit Hautirritationen.
Da das Haar an der Wurzel entfernt wird, ist es nur natürlich, dass manche Frauen ein gewisses Unbehagen beim Epilieren verspüren. Die erste Anwendung wird erwiesenermaßen als die schmerzhafteste empfunden; schon deswegen, weil dabei die größte Anzahl von Haaren entfernt werden muss. Aber die Beschwerden lassen mit der Zeit praktisch vollständig nach, weil die Haare unterschiedlich lange brauchen um nachzuwachsen. Das bedeutet, dass durch wiederholtes Epilieren im Laufe der Zeit bei der einzelnen Anwendung weniger Haare entfernt werden müssen. Auch die Haut selbst braucht eine gewisse Zeit, um sich an die Behandlung zu gewöhnen. All dies spricht dafür, dass sich das Schmerzempfinden bei der Epilation von Mal zu Mal verringert.
Das mit der Epilation verbundene Unbehagen steht in direkter Verbindung zu der Anzahl der Haare, die auf einmal ausgezupft werden. Dem ließe sich durch ein Pinzettensystem begegnen, das weniger Pinzetten pro Reihe aufweist. Denn weniger Pinzetten bedeutet auch weniger Haare zur gleichen Zeit – also verringertes Schmerzempfinden. Ideal wäre es, nur eine Pinzette pro Reihe zu haben, denn dann würde nur jeweils ein Haar gezupft. Auch der Zupfschmerz selbst lässt sich vermindern, beispielsweise durch leichte Massage der Haut. Ideal ist ein System, das die Haut aktiv stimuliert und zwar bevor und nachdem das Haar gezupft wird. Das zeigt den größten Effekt. Als dritter Faktor spielt die Haarlänge eine Rolle. Bei einer Länge von 2 bis 5 mm reduziert sich das Schmerzempfinden ebenfalls. Die ideale Haarlänge erreicht man entweder durch vorheriges Trimmen – manche Geräte werden mit einem speziellen Trimmer-Aufsatz angeboten – oder durch vorbereitendes Rasieren etwa eine Woche vor dem Epilieren.
Unabhängig davon, welche Epilationsmethode angewendet wird, verursacht die Haarentfernung eine gewisse Reizung. Die Neigung, Reaktionen zu zeigen, ist individuell verschieden. Bei empfindlicher Haut oder solcher, die nicht an das Epilieren gewöhnt ist, kann es zu Juckreiz und Rötungen kommen. Wird die Haut vor dem Epilieren gekühlt, hilft dies solchen Erscheinungen vorzubeugen. Die Haut muss dazu für mindestens 30 Sekunden gekühlt werden (Kühlkissen oder Kühlhandschuh – teilweise bei Epiliergeräten dabei).
Idealerweise sollte abends epiliert werden. So kann sich die eventuell gereizte oder gerötete Haut über Nacht beruhigen.
Die Haut sollte frei von Fett- und Cremerückständen sein. Manchmal dringen auch nachwachsende feine Haare nicht durch die Haut und wachsen ein. Um dies zu verhindern, empfehle ich einen Massagehandschuh zu verwenden oder ein vorbereitendes Körperpeeling zu machen. Dadurch werden die abgestorbenen Hautzellen entfernt, feine Haare können besser an die Hautoberfläche kommen und vom Epiliergerät erfasst werden.
Nach dem Baden oder Duschen ist die Haut weicher und die Haare lassen sich leichter entfernen. Da erwärmte Haut aber empfindlicher ist, ist es ratsam, die Hautpartien noch einmal kurz kalt abzubrausen. Da die Haut zum Epilieren aber auch nicht feucht sein sollte, ist sorgfältiges Abtrocknen wichtig.
Empfehlenswert ist, eine Feuchtigkeitslotion oder Creme aufzutragen, um die Haut zu beruhigen und optimal zu pflegen. Ideal sind Produkte mit Aloe Vera, Allantoin oder Kamilleextrakt. Sie wirken beruhigend. Auch After-Sun Produkte eignen sich.
Nein, das haben dermatologische Tests erwiesen. Der Eindruck entsteht dadurch, dass die meisten Frauen bevorzugt im Sommer epilieren, wenn erhöhte Außentemperaturen das Haarwachstum beschleunigen. Auch das Blut zirkuliert schneller und versorgt die Haarwurzeln besser mit Nährstoffen.
Ganz einfach: Das Haar wird an der Wurzel entfernt – nicht mit der Wurzel. Das bedeutet, dass die Haare nach einigen Wochen nachwachsen. Sie sind jedoch feiner und dünner.
Ich finde diesen Artikel gut und Informativ, doch leider finde ich es sehr schade, dass die Seite nur auf Frauen ausgelegt ist. Haarentfernung...
Lesermeinung schreiben |
GESTERN | |
![]() | HAARENTFERNUNG |
25.05.12 | |
![]() | HAARENTFERNUNG |
![]() | HAARENTFERNUNG |
24.05.12 | |
![]() | HAARENTFERNUNG |
![]() | HAARENTFERNUNG |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Haarentfernung Forum

