23. Juni 2009
Immer wieder warnt Ökotest vor der Verwendung von Badezusätzen. Der Grund hierfür ist, dass wiederholt Duft- und Konservierungsstoffe im Verdacht stehen, ein Auslöser für Krebs zu sein. Doch kann die Verwendung von Badezusätzen der Haut wirklich schaden? Oder steht der pflegende Aspekt bei der Verwendung im Vordergrund?
Wer genießt schon gerne ein Vollbad ohne Badezusatz? Bestimmt die wenigsten, sorgen doch erst Badezusätze wie Badesalz, Badeschaum und Badeöl für die Vertiefung des entspannenden Effekts, den ein Vollbad bringt. Doch nicht jeder Badezusatz pflegt die Haut gleich gut. Unter Umständen kann ein Badezusatz auch einen echten Schaden an der Haut anrichten. Nicht immer wird dies gleich bemerkt, da sich eine Schädigung nicht immer nur in Hautausschlägen und Rötungen zeigen muss.
Ein "zu viel" an künstlichen Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen kann auch erst nach Jahren zu einer Schädigung führen. Dann nämlich, wenn das Immunsystem beginnt, sich gegen diese Stoffe zu wehren. Die körpereigenen Abwehrmaßnahmen reichen dann von Allergien bis hin zu Asthma. Besonders tückisch ist, dass diese bedenklichen Stoffe beim Baden besonders leicht in die Haut gelangen. Da durch das Wasser die obersten Schichten der Epidermis aufgeweicht werden, können diese Stoffe bis in die tiefsten Schichten der Epidermis vordringen. So können sie leicht in die Blutbahn gelangen und werden vom Körper in verschiedenen Organen abgelagert. Am ehesten finden diese Einlagerungen im Fettgewebe statt. Das ist unter anderem der Grund dafür, dass frischgebackenen Müttern empfohlen wird, keine Diät zu machen, wenn sie stillen, denn durch den Abbau von Fettgewebe gelangt eine Vielzahl der eingelagerten Stoffe wieder in den Blutkreislauf. Im schlimmsten Fall ist dann die Muttermilch so belastet, dass es gefährlich wäre, sie dem Neugeborenen zu trinken zu geben.
Deswegen empfehlen Hautärzte auch, Badezusätze immer erst kurz vor Ende des Bades zuzugeben. Eine Ausnahme sind jedoch Produkte, die speziell für Babys konzipiert sind, und die Produkte von Naturkosmetikherstellern. Diese dürfen keine Inhaltsstoffe beinhalten, die bedenklich sind, und werden in regelmäßigen Abständen von unabhängigen Experten kontrolliert. Ganz auf der sicheren Seite ist man natürlich, wenn man sich seinen Badezusatz selbst zubereitet. Beispielsweise das berühmte Bad, welchem Cleopatra ihre Schönheit verdankt haben soll. Dazu gibt man einfach in das einlaufende Badewasser einen Liter frische Milch.
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