Badezusätze zum Pflegen, Entspannen, Heilen, Spielen und Entschlacken

Baden macht Spaß und entspannt Körper und Seele! Dieser Aussage kann wohl jeder Zustimmen. Doch die wenigsten wissen, dass es auch andere Badezusätze als Badeschaum gibt. Badezusätze können sogar beim Entschlacken helfen. Was sonst noch alles in der Badewanne Spaß macht, pflegt, entspannt oder sogar medizinischen Nutzen hat, erfahren Sie hier.

Mit den richtigen Zusatzstoffen im Badewasser kann man bemerkenswerte und vielseitige Zwecke erzielen

Wer genießt schon gerne ein Vollbad ohne Badezusatz? Bestimmt die wenigsten, sorgen doch erst Badezusätze wie Badesalz, Badeschaum und Badeöl für die Vertiefung des jeweiligen Effekts, den ein Vollbad bringt. Badezusätze finden vielseitige Anwendung.

Badezusätze zur Hautpflege

Spezielle Badezusätze reinigen die Haut nicht nur, sie pflegen sie auch gleichzeitig und geben ihr Fett und Feuchtigkeit. Bekanntlich kommt man nur schwer mit einem Waschlappen oder Schwamm an den mittleren Rücke, vor allem zwischen den Schulterblättern. Mit einem wohltuenden Bad in einem duftenden und gleichzeitig pflegendem Badezusatz erspart man sich die Verrenkungen des Einseifens.

Badezusatz auf den Hauttyp abstimmen

Jeder Hauttyp hat andere Bedürfnisse. Aus diesem Grund werden Badezusätze angeboten, für

Für jeden Hauttyp gilt beim Baden: Seife oder Syndets sind nur an stark verschmutzten Hautstellen oder geruchsbindenden Stellen (Achselhöhlen) erforderlich. Das Reinigen des Großteils der Haut übernimmt ganz automatisch das Wasser mit dem Badezusatz.

  • Wellness-Liebhaber können sich zwischen Badeschaum, Bademilch oder Badepulver entscheiden.

  • Wer sich etwas ganz Besonderes gönnen will, greift zu Badepralinen, Badetrüffel oder Schaumbadebomben.

Nach einem stressigen Tag ist ein Bad Balsam für die Seele, gleichzeitig pflegt es die Haut für ein ebenmäßiges Aussehen.

Entspannende Badezusätze
Entspannende Badezusätze

Badezusätze zur Entspannung

Wenn es um Entspannung beim Bad geht, dann sind Badeöle die erste Wahl. Sie bestehen aus einem Trägeröl, das mit ätherischen Ölen angereichert wurde. Meistens reicht es aus eine kleine Menge Badeöl ins Wasser zu geben. Durch das warme Wasser wird das ätherische Öl ideal in die Umgebung abgegeben.

  • Wer sich entspannen möchte, sollte sich für "sanfte" Duftnoten wie Ylang Ylang, Lemongras oder Rosenduft entscheiden.

  • Wer sich gerne mit einem Bad aktivieren möchte, greift auf anregende Düfte wie Sandelholz, Zitrusdüfte oder Orange zurück.

nicht jeder Badezusatz pflegt die Haut gleich gut. Unter Umständen kann ein Badezusatz auch einen echten Schaden an der Haut anrichten. Nicht immer wird dies gleich bemerkt, da sich eine Schädigung nicht immer nur in Hautausschlägen und Rötungen zeigen muss.

Wenn das Immunsystem Alarm schlägt

Ein "zu viel" an künstlichen Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen kann auch erst nach Jahren zu einer Schädigung führen. Dann nämlich, wenn das Immunsystem beginnt, sich gegen diese Stoffe zu wehren. Die körpereigenen Abwehrmaßnahmen reichen dann von Allergien bis hin zu Asthma.

Besonders tückisch ist, dass diese bedenklichen Stoffe beim Baden besonders leicht in die Haut gelangen. Da durch das Wasser die obersten Schichten der Epidermis aufgeweicht werden, können diese Stoffe bis in die tiefsten Schichten der Epidermis vordringen. So können sie leicht in die Blutbahn gelangen und werden vom Körper in verschiedenen Organen abgelagert.

Am ehesten finden diese Einlagerungen im Fettgewebe statt. Das ist unter anderem der Grund dafür, dass frischgebackenen Müttern empfohlen wird, keine Diät zu machen, wenn sie stillen, denn durch den Abbau von Fettgewebe gelangt eine Vielzahl der eingelagerten Stoffe wieder in den Blutkreislauf.

Im schlimmsten Fall ist dann die Muttermilch so belastet, dass es gefährlich wäre, sie dem Neugeborenen zu trinken zu geben.

Richtig baden

Deswegen empfehlen Hautärzte auch, Badezusätze immer erst kurz vor Ende des Bades zuzugeben. Eine Ausnahme sind jedoch

  1. Produkte, die speziell für Babys konzipiert sind, und
  2. die Produkte von Naturkosmetikherstellern.

Diese dürfen keine Inhaltsstoffe beinhalten, die bedenklich sind, und werden in regelmäßigen Abständen von unabhängigen Experten kontrolliert. Ganz auf der sicheren Seite ist man natürlich, wenn man sich seinen Badezusatz selbst zubereitet. Einige Anregungen zu diesem Thema finden Sie hier.

Badezusätze gegen diverse Hautkrankheiten

Es könnte so einfach sein: Badewanne mit Wasser füllen, Heilbad zugeben und gesund baden. Doch so einfach ist es leider nicht. Zwar werden im Handel viele verschiedene Bäder angeboten, doch keines eignet sich als Heilbad. Vor allem die Produkte welche in Drogerien und Supermärkten erhältlich sind keine medizinischen Bäder. Das heißt, dass ihre Anwendung keinen medizinischen Nutzen bietet.

  • Zwar sind alle Produkte wohltuend und entspannend,
  • daneben bieten sie den Nutzern jedoch höchstens einen kosmetischen Effekt.

Das liegt ganz einfach daran, dass Kosmetikprodukte zu denen auch die Badezusätze gehören, in Deutschland unter das Lebensmittelgesetz fallen. Das führt zum einen dazu das die Zutaten, die für die Herstellung benutzt werden, stark beschränkt werden.

Es dürfen nämlich nur solche Rohstoffe verwendet werden, die im Zweifelsfall auch gegessen werden könnten. Zum anderen führt es dazu das Wirkstoffe, beispielsweise aus Kräutern nur in verschwindend kleinen Mengen enthalten sind. Ob diese dann eine Wirkung haben, ist aufgrund der niedrigen Dosierung fraglich.

Die richtigen Badezusätze können bei Hauterkrankungen helfen
Die richtigen Badezusätze können bei Hauterkrankungen helfen

Lassen Sie sich beraten!

Zusätzlich müssen in Deutschland Produkte, die medizinisch wirksam sind in Apotheken verkauft werden. Denn nur so ist gewährleistet das man zu einem medizinisch wirksamen Produkt, auch wirklich eine kompetente Beratung erhält. Denn die Verwendung von Heilbädern ohne fachkundige Beratung kann böse Folgen haben.

So könnte etwa eine Schwangere, die ein Heilbad mit Rosmarinextrakt benutzt vorzeitige Wehen bekommen und deswegen eine Früh- oder Fehlgeburt erleiden. Solche Risiken bei der Verwendung werden durch den Verkauf und die Beratung in der Apotheke minimiert.

Bei einer bekannten Hautkrankheit sollte man immer auf einen speziell für diese Erkrankung geeigneten Badezusatz zurückgreifen. Es ist empfehlenswert, mit den entsprechenden Badezusätzen die Haut wohlwollend im Heilungsprozess zu unterstützen. Hautärzte und Apotheker können genaue Auskünfte über spezielle Anwendungen geben.

Wenn man zu Hause ein Heilbad durchführt, sollte man genau die höchste Badedauer beachten. Denn wird diese überschritten drohen Hautirritationen und Kreislaufprobleme. Deshalb sollte man auch genau die Badetemperatur einhalten, welche der Hersteller für sein Produkt empfiehlt.

Wohltuende Extrakte der Natur

Um weitere Hautreizungen zu vermeiden, sollten diese Badezusätze natürlichen Ursprungs sein. Zugesetzte Düfte oder anderen Chemikalien greifen die Haut unnötiger weise an und Behindern so den Heilungsprozess. Wer trotz alledem nicht auf einen angenehmen Duft verzichten möchte, kann Kräutermischungen oder ätherische Öle zum Badewasser hinzugeben. So werden auch die Sinne positiv beeinflusst.

Kräuter und ätherische Öle

Als heilende Badezusätze eignen sich Produkte mit Kräutern oder ätherischen Ölen als Wirkstoff. Zudem werden diverse Erden und Salze als sehr hautfreundlich empfohlen.

Salz aus dem Toten Meer

Für Menschen, die unter Hautproblemen leiden, empfehlen sich vor allem Badesalze auf Basis von Salz aus dem Toten Meer. Für ein Vollbad benötigt man etwa ein halbes Kilo Salz, im Handel kostet dies zwischen zwei und fünf Euro. Oft werden auch Salze angeboten, die mit Jojobaöl oder Avocadoöl angereichert sind. Salz aus dem Toten Meer pflegt die Haut durch viele Mineralien, in Kombination mit einem hochwertigen Pflanzenöl wird die Haut glatt und geschmeidig.

Thermalwasser

Aber auch Thermalwasser, welches einen hohen mineralischen Anteil besitzt, kann bei warmen Wannenbädern angewendet werden und wahre Wunder bewirken.

Molke

Ein weiterer sehr angenehmer Badezusatz ist Molke. Bei einer Wassertemperatur zwischen 35 und 40 Grad kann sie ihre wohltuenden Eigenschaften am besten entfalten. Molke macht die Haut geschmeidig und versorgt sie mit einem Milchfett, welches sehr pflegend ist. Witterungseinflüsse können mit diesem feinen Fettfilm der Haut nichts mehr anhaben.

Bei trockener Haut wird eine weitere Austrocknung verhindert und der Flüssigkeitshaushalt der Haut stabilisiert. So kann ein Molkebad beispielsweise auch bei Neurodermitis angewandt werden.

Zudem eignen sich bei trockener Haut rückfettende oder ölhaltige Badezusätze.

Konfetti und Farbe: Badezusätze für Kinder

Besonders für kleine Kinder ist ein Vollbad oft eine Horrorvorstellung. Doch der Handel hält einige Badezusätze bereit, die den Kindern das Bad versüßen. Dazu gehört Badekonfetti, welches aussieht wie wirkliches Konfetti, aber auf der Basis von Badesalz hergestellt wurde. Wird Badekonfetti ins Wasser gegeben, dann knistert es lustig.

Auch eine tolle Idee sind Badefarben, diese sind in kleinen Tütchen erhältlich. Zum Verwenden wird das Tütchen eingerissen und zum einlaufenden Badewasser gegeben. Dadurch bildet sich zunächst ein Farbstrudel und kurze Zeit später ist die ganze Badewanne rot, grün, gelb oder blau gefärbt. Doch keine Angst, liebe Eltern, hochwertige Badefarben machen viel Spaß, sind absolut ungiftig und verfärben nicht die Badewanne.

Badezusätze zum Entschlacken

Wenn der Mensch diese Welt betritt, dann ist er (normalerweise) kerngesund und frei von giftigen Stoffen. Der junge Mensch strotzt damit vor Vitalität und Gesundheit. Doch im Laufe eines Lebens sammeln sich immer mehr Schlacken- oder Giftstoffe im Körper, beziehungsweise im Blut, an.

Entschlackungsbad um die Haut von Schlacken zu befreien
Entschlackungsbad um die Haut von Schlacken zu befreien

Es gibt unzählige Faktoren, die dazu beitragen, dass sich diese Gifte im Körper ansammeln. Unter anderem resultiert diese allmähliche Vergiftung des Körpers aus der Ernährung:

können den Körper übersäuern. Darüber hinaus tragen auch zur "Verschlackung" des Körpers bei:

Probleme durch Schlackenstoffe im Körper

Als Folge dieser Übersäuerung kann es zu diversen Erkrankungen kommen. Dazu zählen zum Beispiel

Darüber hinaus können ebenfalls Folgen einer Übersäuerung sein:

Entschlacken durch eine Ernährungsumstellung

Um den Körper, die Organe und das Blut, von den überflüssigen Abfallprodukten zu befreien, kann man zum Beispiel seine Ernährung umstellen:

  1. Weniger Fleisch,
  2. weniger Zucker,
  3. weniger Kaffee und
  4. ein Verzicht auf vorerarbeitete Lebensmittel ("Convenience-Food")

können schon einen großen Teil dazu beitragen, dass der Körper wieder sein Gleichgewicht findet. Zusätzlich kann der Körper auch beim Baden entschlackt werden. Dazu reicht es natürlich nicht aus, sich einfach in eine mit warmem Wasser befüllte Badewanne zu legen. Erst mit dem richtigen Badezusatz kann die Entschlackung des Körpers angeregt werden.

Entschlackende Inhaltsstoffe in Badezusätzen

Die Entschlackung des Körpers kann auch über die Haut angeregt werden. Um den Säure-Basenhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen kann mit basischen Badezusätzen gearbeitet werden. Die wohl einfachste Variante ist hier, dass dem Badewasser einfach ein wenig Natron beigefügt wird.

Ingwer

Ingwer wirkt entschlackend
Ingwer wirkt entschlackend

Des Weiteren hilft auch Ingwer als Badezusatz beim Entschlacken:

  1. Dazu werden etwa fünf Zentimeter von frischem Inger in Scheiben geschnitten und mit einem halbem Liter heißem Wasser übergossen.
  2. Das Ganze lässt man nun eine Viertelstunde ziehen und gießt den Sud dann (durch ein Sieb) ins Badewasser.

Salz

Meersalz als einfachstes Entschlackungsmittel
Meersalz als einfachstes Entschlackungsmittel

Als weiteres, recht schlichtes Mittel zur Entschlackung hat sich Salz bewährt. Und so gibt es zum Beispiel auch verschiedene Salze, die bei innerlicher Anwendung den Körper von den überflüssigen Säuren befreien. Das Ganze funktioniert auch über die Haut, und die Anwendung als Badezusatz ist denkbar einfach.

Benötigt wird einfach ein wenig Meersalz - zum Beispiel aus dem Toten Meer. Für ein Entschlackungsbad mit Meersalz gibt man etwa ein halbes Kilo davon in die Badewanne.

  1. Damit sich das Salz besser auflösen kann, lässt man zunächst einmal ein wenig sehr heißes Wasser in die Wanne.
  2. Haben sich die Salzkristalle vollständig aufgelöst, dann wird der Rest der Wanne befüllt.

Basische Zusätze

In den Drogeriemärkten und Apotheken gibt es auch diverse basische Badezusätze zu kaufen. Diese enthalten ebenfalls verschiedene Salze und Mineralien, die dem Körper dabei helfen, überflüssige Schlackenstoffe über die Haut auszuscheiden.

Bei einiger dieser Badesalze sind dann auch noch verschiedene ätherische Öle oder Kräuterzusätze (zum Beispiel Lavendel) enthalten, die über die entschlackende Wirkung hinaus, den Körper auch beim Entspannen helfen.

Wer seinen Körper dauerhaft entschlacken möchte, der sollte sich natürlich nicht nur auf die Badezusätze verlassen, sondern auch seine gesamte Lebensweise (so gut es im Alltag möglich ist) umstellen.

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Quellenangaben
  • Rosenblütenbad © Günter Menzl - www.fotolia.de
  • woman #65 © Forgiss - www.fotolia.de
  • relax in bath © Vladislav Gansovsky - www.fotolia.de
  • bath series. feet ii © Alexey Stiop - www.fotolia.de
  • Ingwer (ginger) © Torbz - www.fotolia.de
  • bath salt with ginko © Monika Adamczyk - www.fotolia.de

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