28. August 2009
Warum eine Creme gegen Schwangerschaftsstreifen überhaupt nicht helfen kann. Und warum es nicht nur zu Dehnungsstreifen während des Austragens eines Babys kommt, erfahren Sie in diesem Artikel.
Was der Volksmund mit dem Wort Schwangerschaftsstreifen bezeichnet, das nennen Mediziner Striae cutis atrophicae und auch Striae cutis distensae. Bei einer Schwangerschaft werden sie durch die starke Dehnung der Haut an Bauch, Brüsten und Hüfte hervorgerufen. Denn während der Entwicklung des Säuglings im Mutterleib dehnt sich die Haut in diesen Bereichen um ein Vielfaches. Jedoch können Dehnungsstreifen auch bei Männern und Frauen, die nicht in anderen Umständen sind, auftauchen. Sie können nämlich auch die Folge von starkem Übergewicht und auch ein Symptom von ernsthaften Erkrankungen wie des Chushin-Syndroms sein. Und auch die Therapie mit bestimmten Medikamenten wie etwa adrenocorticotropen Hormonen kann die lästigen Streifen hervorrufen.
Die Streifen entstehen, wenn das Bindegewebe, welches in der Lederhaut ist, nicht mehr elastisch genug ist. Es besteht aus einer Vernetzung von kollagenen Fasern, die reißen können, wenn das Bindegewebe überdehnt ist. Dadurch wird die ganze Haut instabil und die blau bis rötlichen Schwangerschaftsstreifen zeigen sich auf der Oberhaut. Die Risse, die dabei in den unteren Hautschichten entstehen, sind nicht korrigierbar. Aber sie ändern im Laufe der Zeit ihre Farbe von Blau bis Rötlich zu einer silbernen feinen Narbe.
Durch das Einnehmen von Vitamin A oder das Auftragen auf die Haut kann die Narbenbildung sehr gut beeinflusst werden. Das heißt, die Dehnungsstreifen werden sehr schnell hell und damit fast unsichtbar. Deswegen sollte man bei einer Antistreifencreme darauf achten, dass diese möglichst viel Vitamin A enthält. Wobei der Begriff Antistreifencreme äußerst missverständlich ist. Denn keine der im Handel angebotenen Cremes schafft es, die Entstehung von Dehnungsstreifen zu verhindern. Auch nicht wenn diese frühzeitig in der Schwangerschaft oder vor Gewichtsschwankungen und Hormontherapien angewandt werden.
Die Qualität des Bindegewebes lässt sich über die Ernährung allerdings minimal beeinflussen. Denn die regelmäßige Einnahme von Kieselsäure trägt dazu bei die Elastizität des Bindegewebes zu erhalten. Jedoch sollten schwangere Frauen entsprechende Nahrungsergänzungsmittel nur einnehmen, wenn sie dies im Vorfeld mit ihrem Gynäkologen abgesprochen haben. Die Verwendung von Antistreifencreme ist in jedem Fall nur sinnvoll, wenn bereits sichtbare Dehnungsstreifen vorhanden sind.
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13.01.11 | |
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19.12.10 | |
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28.01.10 | |
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