18. September 2006
Getönte oder gefärbte Haare liegen voll im Trend. Es gibt wohl keine effektivere Art seinem Lebensgefühl Ausdruck zu verleihen und den Typ zu verändern. Doch welches Produkt ist das richtige und was muss man bei der Pflege von gefärbtem Haar beachten?
Gerade Frauen sind selten mit ihrer Haarpracht zufrieden. Schwarzhaarige träumen von einer blonden Mähne wohingegen sich Blondinen vielleicht gern einmal mit einer rassigen Haarpracht sehen lassen würden. Nichts leichter als das. In Drogerien finden sich zahlreiche Produkte für das Färben der Haare in allen nur erdenklichen Farben.
Bevor es jedoch ans Colorieren geht, muss eine Entscheidung her: Tönen oder Färben?
In Tönungen sind fertige Farbpartikeln enthalten, die sich wie ein Mantel um das Haar legen. Eine Tönung funktioniert nur bei Haaren, die heller sind als die gewünschte Farbe. Schwarze Haare können also nicht blond oder braun getönt werden. Auch bei grauen Haaren ist eine Tönung ungeeignet. Tönungen verblassen mit jeder Haarwäsche und halten etwa ein bis zwei Wochen. Das große Plus dieser Behandlung ist, dass die Kopfhaut und das Haar wenig belastet werden
Bei Intensivtönungen werden keine fertigen Farbpartikel auf das Haar aufgetragen. Die Produkte besitzen farblose Vorstufen, die mit einem Entwickler gemischt werden und erst dann eine Färbung annehmen. Die entstandenen Farbmoleküle dringen in die Schuppenschicht der Haare ein und bleiben aus diesem Grund länger haften bei einfachen Tönungen. Intensivtönungen haben die Haltbarkeitsstufe II und müssen nur alle acht bis zehn Wochen aufgefrischt werden. Dafür wird der Kopfhaut und dem Haar einiges abverlangt. Die oxidierenden Entwickler können gerade bei regelmäßiger Anwendung das Haar schädigen.
Für Entschlossene sind Produkte mit der Haltbarkeitsstufe III geeignet, die das Haar dauerhaft in der Lieblingsfarbe erstrahlen lassen. Auch bei einer echten Färbung der Haare werden farblose Vorstufen mit einem Oxidationsmittel vermischt. Das Oxidationsmittel zerstört zudem die natürlichen Farbpigmente des Haares und macht so Platz für die neue Farbe. Die künstlichen Farbpigmente entwickeln sich erst im Haar. Durch den Kontakt mit dem Oxidationsmittel quellen sie gewissermaßen auf und nehmen eine sperrige Form an, die nun nicht mehr aus dem Haar ausgewaschen werden kann. Eine Färbung muss nicht aufgefrischt werden; nur der Haaransatz sollte für ein harmonisches Ergebnis regelmäßig nachgefärbt werden.
Für die Kopfhaut und das Haar ist das Färben eine ziemliche Prozedur. Die Schädigung der Haarstruktur ist jedoch nicht das einzige Problem. Bestimmte Wirkstoffe stehen im Verdacht, Gesundheitsschäden wie Nierenleiden, Allergien oder sogar Krebs zu verursachen. Eine gute Alternative zu den nicht unbedenklichen synthetischen Haarfärbungen sind natürliche Produkte aus pflanzlichen Farbstoffen. Gerade für Allergiker sind die natürlichen Wirkstoffe eine gute Wahl. Nachteilig ist, dass die pflanzlichen Produkte keine Aufhellung des Haares bewirken können und der Farbstoff nach etwa sechs Wochen aus dem Haar ausgewaschen ist.
Intensivtönungen und Färbungen strapazieren das Haar stark. Daher braucht es gerade jetzt reichhaltige Pflege. Die einmalige Behandlung mit einem Pflegebalsam reicht nicht aus, um dem Haar die Feuchtigkeit zurückzugeben, die es durch das Färben verloren hat. Ausreichend Feuchtigkeit erhält das Haar durch spezielle Pflegeshampoos, Spülungen und Aufbaukuren Sie sollten nach jeder Haarwäsche angewendet werden. Das Haar wird weich, die Oberfläche geglättet- so kommt die neue Farbe richtig zur Geltung.
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10.02.12 | |
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