Bei Frisuren für den Business-Look gilt ebenso wie beim klassischen Business-Outfit: Weniger ist mehr. Beim Boss oder Geschäftspartner punktet man eher mit Understatement als dem letzten modischen Pfiff - es sei denn, man arbeitet als Trendfriseur oder Showgröße. Einer Bankangestellten oder einem Versicherungsmakler hingegen wird der Kunde eher Glauben schenken, wenn sein Äußeres die nötige Seriosität aufweist.
Bei Herren ist dies recht einfach. Auch wenn es heutzutage durchaus Branchen gibt, wo ein (gepflegter!) Pferdeschwanz legitim ist, besticht der klassische Business-Mann immer noch mit einem akkuraten Kurzhaarschnitt. Dieser kann durchaus modisch gestylt sein.
Im Moment liegen etwas längere Herrenfrisuren im Trend. Aber Achtung: Ab ca. einer handbreit Haar kann die Frisur schnell ungepflegt wirken, wenn das Haar nicht regelmäßig, am besten täglich, frisch gewaschen wird. Männerhaar neigt leider schneller zum Nachfetten als das von Frauen.
Auch machen halblange Herrenfrisuren es oftmals notwendig, dass sie geföhnt werden. Die Kunst ist, dass man es ihnen nicht ansieht, sonst entsteht schnell eine Achtzigerjahre-Föhnwellen-Optik, die dem Träger der Frisur den Ruf als eitler Geck einbringt - und das ist mit Sicherheit nicht karriereförderlich.
Auch mit hellen Strähnen und einem Zuviel an Haargel und anderen Stylingprodukten sollten sich die Herren der Schöpfung im Business zurückhalten. Ebenso schlecht kommt allerdings die Frisur an, die noch nie mit einem Stylingprodukt in Berührung gekommen ist. Etwas Festiger für mehr Griff und Struktur hat noch niemandem geschadet.
Bei den Damen kommt es vor allem darauf an, durch Kleidung und Frisur weder zu mädchenhaft, noch zu aufreizend zu wirken, sonst werden sie trotz ihrer Kompetenz im Beruf nicht ernst genommen.
Bewährt hat sich für Business-Ladies, die nicht mittels raspelkurzem Haar auf ihre Weiblichkeit verzichten wollen, der klassische Bob, ob mit Pony oder mit Scheitel getragen. Er passt je nach Schnitt zu fast jeder Gesichtsform, ist pflegeleicht und seriös. Achtung: Der Bob muss regelmäßig, das kann heißen: alle ein bis zwei Wochen, nachgeschnitten werden, da er durch Akkuratesse besticht.
Frauen, die sich nicht von ihrem langen Haar trennen wollen oder die mit einer wild wuchernden Lockenpracht gesegnet sind, sind im Business mit der klassischen Hochsteckfrisur am besten beraten. Klassische Dutts und Chignons sind noch dazu gerade hochaktuell!
Feine Flechtfrisuren und Zöpfe hingegen gehören in die Freizeit.
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