3. Juni 2008
Von Sandra Spönemann
Seit dem die Reggae Musik nach Europa geschwappt ist, findet sie immer mehr Anhänger. Aber nicht nur die chilligen Songs haben die europäischen Herzen erobert, auch die Mentalität und der Modestil wird kopiert, so auch die verfilzten Haarsträhnen, die Dreadlocks.

Um solche Dreadlocks zu bekommen, muss man sich viele Wochen und Monate gedulden
Dreadlocks erfordern viel Geduld und Aufwand. Damit die Strähnen richtig verfilzen wird mit verschiedenen Mitteln sprödes, ausgetrocknetes Haar forciert, daher sollte die Entscheidung Dreads machen zu lassen wohl überlegt sein.
Im Prinzip ist die Technik des Dreadens relativ simpel: Es werden Strähnen abgeteilt, evtl. zu Beginn mit Gummibändern oder Klammern befestigt und anschließend immer wieder eingedreht bis sie sich ineinander verfilzt haben. Am einfachsten ist es sich von Freunden die Strähnen drehen zu lassen, es wird aber auch beim Friseur oder (günstiger) im Afroshop angeboten. Durch den großen Zeitaufwand liegt der Preis bei ca. 100-150 Euro. Ein großes Problem ist das Abbrechen der Dreads, wenn das Haar zu sehr ausgetrocknet ist. Trotzdem sollte auf Conditioner und Pflegespülungen verzichtet werden, da sich fettige Haare nicht verfilzen lassen. Viele verwenden Kernseife, das befreit die Haare von Rückständen und trocknet sie gleichzeitig aus. Die günstigste Ausgangssituation sind von Natur aus bereits krause und lockige Haare. Richtig verfilzte Dreads sind nicht auf die Schnelle zu bekommen, die Haare müssen über Wochen und Monate wieder und wieder eingedreht werden, damit sich die Strähnen zusammenziehen und stark verfilzen.
Die häufigste Frage in Bezug auf diese recht auffällige Frisur ist wohl die nach der Häufigkeit der Haarwäsche: Sind Dreadlocks automatisch schmutzig und muss die Kopfhaut nicht tierisch jucken? Das verfilzte Haupthaar kann mehrmals die Woche gewaschen werden, in der Anfangsphase (während die Strähnen noch nicht richtig zusammenhängen) aber eher seltener. Der Juckreiz entsteht durch die ausgetrocknete Kophaut, kann aber durch gründliches Waschen mit Kamillentee oder einer Wasser-Essig Mischung gelindert werden. Nach einer Weile gewöhnt sich die Kopfhaut an das seltenere Waschen und hört auf zu jucken. Sind erst einmal (mit viel Geduld) schöne Dreads entstanden, ist auch ein Besuch im Schwimmbad kein Problem. Wenn sich einzelne Haare aus der Strähne mogeln können sie mit einer Näh-/Häkelnadel wieder eingenähnt werden. Spezielle Shops im Internet oder Afroshops bieten verschiedene Produkte rund um die kultigen Dreadlocks an, z.B. Dread-Wax, um das Abbrechen zu vermeiden.
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13.01.12 | |
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