Die Geschichte der Dauerwelle

Brünette Dame sitzt beim Friseur und bekommt rosa Lockenwickler ins Haar gesteckt

Wir erklären, wie sich die Dauerwelle entwickelt hat - von den alten Römern bis heute

Ende des letzten Jahrhunderts total im Trend, wird die Dauerwelle heute doch eher belächelt. Von uns Frauen hat aber bestimmt jede zweite schon einmal beim Friseur gesessen und sich die dauerhaften Locken verpassen lassen. Aber wie war eigentlich der Beginn der Dauerwelle?

Als Erfinder der Dauerwelle gilt Karl-Ludwig Nessler. Allerdings wurde schon viele Jahre vor dem Deutschen an einer dauerhaften Lockenpracht herumgetüftelt.

Erste Ansätze zur Locken-Herstellung

Schon 600 v. Chr. benutzten die Römer ein Wärmeprinzip um Locken im Haar zu erzeugen. Dabei wurde ein heißer Stab in ein Rohr geschoben. Wie erfolgreich diese Methode war, ist aber wohl eher unklar.

Im 18. Jh. wurden die Perücken in einer alkalischen Lauge gekocht, nachdem Holzstäbe in sie eingewickelt worden waren. Im Jahre 1906 war dann schließlich Karl-Ludwig Nessler am Zug und erfand die Heißwelle.

Die Dauerwelle als Gefahrenquelle

Diese Methode der Dauerwellenerzeugung war aber noch um einiges brutaler, als die Methoden die wir heute kennen. Nessler erhitzte damals Wickler, die aus Metallstäben bestanden. Die Prozedur dauerte nicht nur einige Stunden, sondern war auch gefährlich, da die Verbrennungsgefahr sehr hoch war.

Auch die starke alkalische Flüssigkeit, die Nessler verwendete, stellte eine Gefahr dar, da sie ätzend war. Nachteil aus ästhetischer Sicht war bei Nesslers Methode, dass die ersten cm am Haaransatz ungelockt blieben. Trotz allem war die Erfindung ein Riesenerfolg.

Erfindung der Flachwickler

Josef Mayer war es schließlich, der sich mit dem Problem des Haaransatzes beschäftigte. Ergebnis seiner Bemühungen war die Erfindung der Flachwickler.

Um seine Wickler zu erhitzen verwendete Mayer Strom. Die Gefahr der Verbrennung war zwar gesunken, allerdings kam es zu Vorfällen durch elektrische Schläge.

Der Spruch "Wer schön sein will, muss leiden" trifft auf die Damen von früher also noch mehr zu als auf unsere Generation. Heute gibt es zum Glück Methoden, bei denen man sich nicht verbrennt und auch keine Stromschläge bekommt.

Heute sind es vor allem die chemischen Reaktionen, die die Haare dauerhaft wellen. Und auch wenn eine Dauerwelle immer Strapazen für das Haar bedeutet, wird heutzutage versucht, die Haare so schonend wie möglich zu wellen. Zudem gibt es zahlreiche Pflegeprodukte, um die Haare zu schützen bzw. sie wieder zu stärken.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: curls on customer's hair © Marin Conic - www.fotolia.de

Autor:

Sarah Cramer - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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