10. Mai 2008
Von Sandra Spönemann
Am Abend ist ein heißes Date geplant oder am nächsten Tag eine wichtige Präsentation zu halten? Und auf einmal tauchen sie auf, am besten an so ungünstigen Stellen wie mitten auf der Nase oder der Stirn: Mitesser. Zum Glück gibt es einige Möglichkeiten den lästigen Pickel an den Kragen zu gehen.

Mitesser entstehen durch eine übermäßige Talgproduktion in den Drüsen der Haut. Diese Überproduktion führt zu rötliche Entzündungen, die nicht nur schmerzen können, sondern auch nicht besonders schön anzusehen sind. Verursacht wird die Überproduktion unter anderem von hormonellen Schwankungen, wie sie in der Pubertät oder auch während der Wechseljahre auftreten können. Oft spielen auch genetische Veranlagungen eine Rolle. Ein weiterer negativer Einflussfaktor ist Stress, daher erscheinen Mitesser mit Vorliebe vor wichtigen Terminen auf der Bildfläche. Stress sorgt für Ausschüttung von speziellen Hormonen, welche die Pickelbildung begünstigen.
Die Haut ist ein Spiegelbild der Gesundheit. Rauchen und der Genuss von Alkohol verschlechtern das Hautbild und sind ebenfalls Einflussfaktoren für Mitesser genau so wie Sport und Ernährung. Das Schwitzen beim Sport reinigt die Poren und sorgt für ein klareres Hautbild, daher kommt auch das Schwitzen in der Sauna einem ebenmäßigen Hautbild zugute. Der Genuss der geliebten Schokolade, der Chips mit Barbeque-Geschmack, und anderen fetthaltigen Lebensmitteln fördert hingegen die Talgproduktion.
Damit Verunreinigungen nicht zu Entzündungen führen sollte das Gesicht (evtl. auch Hals und Dekollete) regelmäßig einem Peeling (z.B. mit Totem-Meer-Salz) unterzogen und mit Gesichtswasser gereinigt werden. Die Angewohnheit sich häufig ins Gesicht zu fassen, führt ebenfalls verstärkt zu Mitessern, da der natürliche leichte Fettfilm von den Händen ins Gesicht übertragen wird. Weitere Methoden sind die Verwendung von Gesichtsmasken, Anti-Pickel-Patches (im Notfall), Anti-Pickel-Stifte, usw. Der neuste Trend in der Kosmetikbranche ist das Erzeugen von Unterdruck, um den Talg aus den Poren an die Oberfläche zu holen. Diese Technik wird als "Vapozone" oder ähnliches bezeichnet. Dazu wird ein Gerät auf die entsprechende Hautpartie aufgesetzt und mithilfe von Strom der Unterdruck erzeugt. Diese Geräte sind auch für den Privatgebrauch erhältlich.
Eine andere Ursache für die Entstehung von Mitessern können auch Medikamente sein, deren Inhaltsstoffe sich auf den Hormonhaushalt auswirken. Die in der Pubertät entstandenen, als Akne bezeichneten Mitesser verschwinden oft von allein im Laufe der Jahre. Während Schwangerschaften können sie wieder auftreten, da sich in dieser Phase der Hormonhaushalt wieder verändert. Die Einnahme der Pille kontrolliert den Hormonspiegel und führt daher oft zu Verbesserung des Hautbildes. Sind die Mitesser stark ausgeprägt, und ist ihnen mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr bei zu kommen, sollte der Hautarzt konsultiert werden.
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