Mascara selbst herstellen - Zutaten und Vorgehensweise

Nahaufnahme blonde Frau mit blauen Augen beim Schminken mit Mascara oder Wimperntusche

Wer seine Wimperntusche selber machen möchte, sollte einen Blick auf unsere Anleitung werfen

Immer mehr Menschen gehen dazu über, ihre Kosmetika selbst herzustellen. Denn nur so geht man auf Nummer sicher und weiß genau, welche Zutaten in ihnen stecken. Neben hautpflegenden Produkten lässt sich auch Mascara problemlos im eigenen Heim herstellen.

Den meisten Frauen bedeutet der Ausdruck ihrer Augen sehr viel. Sie würden niemals auf Wimperntusche verzichten, schließlich lassen sich durch die Augen Emotionen, Persönlichkeit und dergleichen erkennen.

Klare, ausdrucksvolle Augen hebt man mit Lidschatten, Mascara und Co. noch deutlicher hervor - je dunkler die Wimpern, umso deutlicher stechen die Augen hervor.

Zutaten und Utensilien für die selbst hergestellte Mascara

  • 1,5 Messlöffel Rizinusöl
  • 1,5 Messlöffel E 420 Sorbit
  • 2 g Lamécreme
  • 5 g destilliertes Wasser
  • 1 Messlöffel Gummi Arabicum
  • 1 Tropfen K 400
  • 2 Messlöffel normale Farbpigmente
  • 1 Meßlöffel
  • feuerfestes Glas oder Becherglas
  • Mörser oder Teelöffel zum Zerkleinern
  • Mascarafläschchen oder ähnlich
  • Glasfläschchen
  • dünner Pinsel

Die Zutaten sind in jeder Apotheke erhältlich oder können in einem Naturkostladen erworben werden. Zum besseren Verständnis werden die Eigenschaften einiger der benötigten Substanzen aufgeführt:

Rizinusöl

Rizinusöl ist pflanzlich, es der Wimpern und macht die dünnen Härchen weich und geschmeidig.

E 420 Sorbit

Den geschmacksneutralen Zuckerersatzstoff E 420 Sorbit kennen wir aus der Lebensmittelindustrie, er kommt aber auch in der Kosmetik zum Einsatz. Sorbit verleiht den Wimpern mehr Volumen, sorgt für einen langen Halt der Tusche und spendet Feuchtigkeit.

Lamécreme

Als Misch-Emulgator in der Mascara dient die Zutat Lamécreme. Hierbei handelt es sich um eine pflanzliche, emulgierende Creme, die als Grundlage unverzichtbar ist.

Gummi Arabicum

Gummi Arabicum trägt zur Haftung der Wimperntusche bei und macht die Tusche dicker.

K 400

Noch mehr Volumen erreicht man durch die Zugabe von K 400. Zudem wirkt dieser Zusatz konservierend, wodurch die fertig angemischte Mascara länger haltbar ist.

Farbpigmente

Mit Farbpigmentpulver, das aus organischem oder anorganischem Anbau stammen kann, wird nun die gewünschte Farbe beigemischt.

Anrühren der Mascara

  1. Die Farbpigmente werden im Mörser mit einer kleinen Menge vom Rizinusöl vermengt und zerdrückt, bis eine homogene Masse entstanden ist.

  2. Das restliche Rizinusöl und die Lamécreme bringt man nun bei niedriger Temperatur zum Schmelzen und mischt diese der glatt gerührten Farbpaste unter.

  3. Das destillierte Wasser wird mit dem Sorbit in einem nicht brennbaren Becherglas gegeben und vermischt. Das Sorbitpulver sollte sich nach kurzer Zeit auflösen.

  4. Nun kommt das Gummi Arabicum in das Sorbitwasser. Der Mischung gibt man nun einige Minuten Zeit, um ein Aufquellen zu erreichen. Diese Mixtur wird nun auf ungefähr 60°C erwärmt.

  5. Die lauwarme Mischung aus Farbpigmenten, Rizinusöl und Lamécreme wird langsam unter die heiße Flüssigkeit gegeben, alles zusammen nochmals auf 60°C erwärmt.

  6. Nachdem alles ein wenig abgekühlt ist, wird der Tropfen K 400 sorgfältig unter die Masse gerührt.

  7. Im noch warmen Zustand sollte die fertige Wimperntusche in ein geeignetes Gefäß oder Fläschchen umgefüllt werden. Am geeignetsten ist selbstverständlich ein Mascarafläschchen, gebrauchte Behälter und Bürstchen sollten allerdings sterilisiert (ausgekocht) sein. Nur so bleibt die selbst angefertigte Tusche keimfrei und lange haltbar – fertig ist die Mascara.

Anwendung

Vor dem Auftragen sollte die selbst hergestellte Mascara gut geschüttelt werden. Zur Lagerung muss das Fläschchen luftdicht verschlossen sein, anderenfalls trocknet die Tusche schnell aus.

Zur Herstellung sollten unterschiedliche Nuancen ausprobiert werden, auch Wimperntusche in Perlglanz sind herstellbar. Kleine Reste von Mascara eignen sich hervorragend als Lidstrich, der mit einem dünnen Pinsel aufgetragen wird.

Fazit

Die Herstellung von Mascara ist kein Hexenwerk, jeder kann sie selbst herstellen. Immerhin weiß man nur so ganz genau, welche Substanzen enthalten sind. Für Frauen mit Allergien oder empfindlichen Augen ein sehr großer Vorteil.

Zudem kann man seine ganz individuelle Mascara herstellen – auch ein Tipp zum Verschenken.

Trends in Sachen Mascara

Warum Mascaras nicht immer schwarz sein müssen

Vom dramatischen bis hin zum natürlichen Auftritt dank unterschiedlicher Mascaras

Junge blonde Frau trägt Mascara auf, weißer Hintergrund
Woman applying mascara © Edyta Pawlowska - www.fotolia.de

Schwarze Mascaras gehören zur Basisausstattung in jedem Schminkkoffer. Diese klassische Wimperntusche ist für nahezu jeden Make-up Look geeignet und lässt sich auch als Basisfarbe für die Trendfarben verwenden.

Zurück in die Diskozeit - farbige Mascaras als Blickfang

Der neue Trend zu farbigen Wimpern fällt ganz unterschiedlich aus und lässt den Damen viel Raum zum Experimentieren. Farbige Mascaras sind in Uni-, Metallic- und Glitterfarben im Angebot und können als Solitär- oder Zweitfarbe verwendet werden.

Für einen auffälligen Partylook eignen sich metallische Farben und Glittermascaras sehr gut. Die Wimpern werden kräftig schwarz getuscht und an den Spitzen mit Gold oder Silber versehen. Dazu passt das dramatische Augen Make-up („Smokey Eyes“) mit metallischem oder schwarzem Kajal besonders gut.

Natürlicher Look und Hervorhebung der Augenfarbe

Wer „nur“ die eigene Augenfarbe hervorheben möchte, kann dies mit farbiger Mascara erreichen. Die Farben kommen vor allem bei Sonnenschein oder im Scheinwerferlicht zur Geltung und sollten 2x aufgetragen werden.

Für den natürlichen Look eigenen sich Braun oder Grau sehr gut, da sie weicher wirken als Schwarz und blaue Augen besonders schön betonen.

Grüne und lila Wimperntusche passt sehr gut zu grünen und grün-grauen Augen. Die blaue Mascara - fast schon ein Klassiker - ist eine Sommerfarbe für Strandpartys und braune Augen.

Trend für Mutige - Grüner und blauer Mascara feiert Revival

Neben dem großen 70er Revival in diesem Sommer scheinen sich auch die 80er zurückzumelden. Dafür sprechen Trends wie leuchtende Farben und bedruckte T-Shirts. Doch auch das flashige Make-Up kämpft neben dem Nude-Trend in diesem Sommer um ein Comeback.

Dazu gehören Lidschatten sowie Kajal-Stifte in bunten Farben, aber auch farbenfroher Mascara geht gut. Vorausgesetzt ist natürlich, dass man ein Händchen fürs Kombinieren hat. Wer Farben wie blau oder grün von Firmen wie MAC oder Catrice trägt, tut gut daran, Lippen und Wangen nur dezent oder gar nicht zu betonen.

Wie immer bei extremen Trends handelt es sich auch in diesem Fall um eine Frage des Geschmacks. Wer es jedoch schrill mag, der liegt in diesem Sommer mit kaum einer Farb-Kombi daneben.

Farbiger Mascara sorgt für frühlingshaftes und frisches Augen-Make-Up

Größen aus der Modebranche wie Dior, Vivian Westwood und Stella McCartney wissen wie man der Optik einen neuen glamourösen Touch verleihen kann. Trend ist seit langem, die Augen und besonders die Wimpern kunstvoll in Szene zu setzen. Farbe auf den Wimpern nimmt die Eintönigkeit und Schwarz ist hier längst nicht mehr die erste Wahl. Experimentierfreudige Modebewusste setzen auf Mascara in Lila, Blau, Pink und Grün.

Wichtig ist die Auswahl des Farbtones. So verleiht Blau wundervolle Frische, Grün nimmt den Wimpern etwas die Länge und Lila sollte nur mit blauen oder auch grünen Augen zum Auftragen gebracht werden. Wagemutige dürfen auch zu Fuchsie oder Rot greifen und sich so sehr modebewusst präsentieren.

Dieser Modetrend setzt jedoch für den richtigen Effekt voraus, dass Lippenstift, Rouge und auch Lidschatten eher dezent gehalten werden. Hier empfiehlt es sich, auf Nude Töne zuzugreifen. Je nach Hauttyp wirkt auch Rose sehr passend. Nur so wird der farbige Mascara seinen verdienten Auftritt bekommen können.

Lashdip - Ein "Wundermascara", die fast permanent halten soll

Lashdip ist eine Mascara, die die Wimpern für etwa sechs Wochen lang mit einer schwarzen Schicht bedeckt. So sorgt sie über den Zeitraum auch für Volumen und Länge. Die sogenannte semi-permanente Mascara entstammt den Ideen einer Farbenspezialistin und Chemikerin aus Amerika. Bevor sie sich mit der fast zweijährigen Mascara-Entwicklung beschäftigte, war sie einer Haarpflegemarke zu Dienst verpflichtet.

Der Lashdip ist ein schwarzes Gel, das mit Hilfe von kalter Luft auf die Wimpern aufgetragen wird. Dort bleibt es im Schnitt an die sechs Wochen und sorgt für dieselben Effekte wie eine normale, handelsübliche Mascara. Sobald sie angetrocknet ist, ist sie sogar wasser- und schweißresistent.

Wann genau die "Wundermascara" allerdings in Deutschland in den Läden stehen wird, ist noch unklar.

Perfekte Wimpern mit neuem Mascara von Eyeko

Mit einem tollen Blick bestechen und den Augen eine magische Anziehungskraft durch lange und volle Wimpern verleihen - welche Frau träumt nicht davon? Auf dem Markt sind bereits zahlreiche Produkte erhältlich, die genau dies versprechen.

Toppen soll dies alles jetzt eine noch bessere Hightech-Version einer Mascara, entwickelt vom Beauty-Label Eyeko. Die "Mascara-Wardrobe" ist erhältlich mit drei verschiedenen Bürstenaufsätzen zur perfekten Formung der Wimpern. Dazu verspricht die Tusche selbst eine langanhaltende, tiefschwarze Farbe mit pflegenden Vitaminen.

In Deutschland ist das Produkt bisher noch nicht erhältlich. Weitere Produkte wie das "Perfect Lash Perfection Gel" oder die "Dreamwave Lashconstruct Mascara" sind bereits Geheimnis der Stars und bieten maximale Effekte, wenn es um Form und Farbe der Wimpern oder um lange Haltbarkeit geht.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Wimperntusche © Angie Lingnau - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Mascara brush and black trace © blackday - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Makeup © HLPhoto - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Pretty woman holding comb for eyelash © Marin Conic - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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