25. Mai 2011
Die Herstellung einer Creme ist gar nicht so schwierig wie angenommen und macht viel Spaß. Besonders Menschen mit empfindlicher Haut und Allergiker fertigen ihre Creme lieber selbst, denn nur so kann ausgeschlossen werden, dass der Creme unverträgliche Inhaltsstoffe beigemischt wurden. Zudem spart das "Creme selber machen" so manchen Euro.
Oberstes Gebot, bei der Herstellung von Kosmetikprodukten, ist die Hygiene. Die Arbeitsfläche und alle verwendeten Geräte müssen gründlich gereinigt sein, vor allem der Cremetiegel. Anschließend sollten alle Utensilien desinfiziert werden, damit eventuelle Keime abgetötet werden. Am schnellsten und einfachsten geht das, mit einem Desinfektionsmittel zum Einsprühen. Kostengünstiger aber etwas zeitaufwendiger ist das Auskochen der gesamten Gerätschaften. Bei all dem Reinigen dürfen die Hände nicht vergessen werden, an ihnen finden sich in der Regel die meisten Keime.
Unzählige Rezepte gibt es zur Herstellung von Creme. Die Basis besteht aber immer aus: Öl oder Fett und einem Emulgator der beides bindet, einem Konsistenzgeber und den Wirkstoffen. Fast jedes Öl kann zur Herstellung einer Creme verwendet werden. Sehr beliebt sind: Olivenöl, Jojobaöl, Distelöl und Mandelöl.
Weil sich Öl und Wasser nicht verbinden lässt, muss als Bindemittel ein Emulgator beigemischt werden. Neben natürlichen Emulgatoren gibt es synthetisch hergestellte, die eine höhere Wirksamkeit haben. In Apotheken, Drogerien und speziellen Versandgeschäften sind die Zutaten für eine selbstgemachte Creme erhältlich.
Die Beimischung von sogenannten Konsistenzgebern bewirkt, wie der Name schon sagt, die richtige Konsistenz. Kakaobutter, Bienenwachs oder auch Linolin bieten sich hervorragend an. Bei den Wirkstoffen sind dem Einfallsreichtum kaum Grenzen gesetzt. Ätherische Öle, Kräuteröle aus dem heimischen Garten, Tinkturen, Blütenwasser und Gurkenpüree sind nur einige Beispiele, für die Beimischung der Wirkstoffe.
Die gewünschte Menge entmineralisierte oder destilliert Wasser zur Keimabtötung kurz aufkochen und auf 60°C abkühlen lassen. In einem Wasserbad werden das Öl, der Emulgator und der Konsistenzgeber vermischt und erhitzt. Bei 60°C sollten sich die festen Stoffe schnell auflösen. Das erwärmte Wasser kann nun, unter ständigem Rühren, mit den anderen Inhaltsstoffen vermischt werden. Die Creme muss noch solange gerührt werden, bis sie sich abgekühlt hat. Nun kommen die Wirkstoffe hinzu, also zum Beispiel die ätherischen Öle. Alles noch einmal kräftig verrühren und in die Tiegel geben.
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