Vielen Menschen ist Moschus ein Begriff. Moschus hat sich vom Allheilmittel zum beliebten Duft- und Lockstoff entwickelt. Häufig ist Moschus als Inhaltsstoff im Parfum zu finden. Moschus verleiht dem Duft eine ganz besondere Note, hat jedoch noch weitere Aufgaben als Inhaltsstoff hochwertiger Parfums.
Bereits im alten China wurde Moschus als Allheilmittel, zum Beispiel bei starken Krämpfen, eingesetzt. Im Mittelalter wurde Moschus vor allem bei Nervenleiden als Medikament verabreicht. Nach Europa kam Moschus mit den Kreuzrittern.
Schon bald wurde Moschus erfolgreich als Aphrodisiakum verwendet und verfehlte diese Wirkung nicht. Nicht umsonst spricht man im Zusammenhang mit diesem Duftstoff von einem Suchtstoff.
Häufig wird der Moschusduft als warm, animalisch und ergreifend beschrieben. Die süßliche Note sorgt für eine erotische Ausstrahlung und beeinflusst die menschlichen Sexualdrüsen.
Früher wurde dieser Duftstoff aus der Sexualdrüse des Moschushirsches gewonnen. Diese walnussgroße Drüse sitzt vor den Geschlechtsorganen. Die Gewinnung war sehr aufwendig und der Duftstoff daher sehr selten und teuer.
Um an Moschus zu kommen musste die Brunftdrüse vom erlegten Tier entfernt werden. Diese enthält lediglich etwa 30 Gramm des Sexuallockstoffes. Nachdem die Drüse getrocknet wurde konnte der Duftstoff verwendet werden.
Heutzutage ist der Duftstoff noch immer sehr gefragt, wird jedoch nur noch selten aus tierischen Rohstoffen hergestellt. Mittlerweile sind Moschushirsche eine geschützte Art. Erhält man ein Produkt mit tierischem Moschus kommt dies meist von chinesischen Farmen, welche die Tiere für die populationsschonende Gewinnung züchten. Die Herstellung erfolgt jedoch hauptsächlich im Labor.
Der synthetische Duft steht dem echten jedoch in nichts nach und ist kaum unterscheidbar.
Moschus ist in beinahe jedem Parfum enthalten. Häufig ist der Duft lediglich als Unternote wahrnehmbar. Es gibt jedoch auch Düfte, in welchen Moschus als Hauptduft vorhanden ist. Der Moschusextrakt sorgt zum einen für einen eher animalischen Akkord und zum anderen für eine süße Note.
Da Moschus zu hoch dosiert jedoch als unangenehm empfunden werden kann gilt es diese Duftstoffe, ob natürlich oder künstlich, sparsam zu verwenden. Moschus wird in Parfum hauptsächlich als sogenannter Fixateur eingesetzt.
Da sich Moschus besonders gut mit der Hautoberfläche verbindet sorgt es dafür, dass der Duft länger auf der Haut haften bleibt. Zudem unterstreicht der süßliche und anregende Duft die verschiedenen Duftnoten des Parfums optimal und stellt eine gewisse Harmonie her.
Als ich finde das Moschus äusserst übel riecht, bekomme davon Hustenanfälle!!
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14.06.13 | |
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10.06.13 | |
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27.05.13 | |
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23.05.13 | |
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Der Parfümeur Dr. Stephan Jellinek berichtet über die Welt der Düfte.
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