24. Januar 2012
Parfum ist eine wunderbare Sache – wenn man sich auf den richtigen Umgang mit ihr versteht. Schließlich möchte keiner eine Duftwolke hinterlassen, als sei ihm sein Flacon auf den Badezimmerboden gefallen und er hätte die ganze Ladung Parfüm abbekommen! Gerade im Job gilt eine übertriebene Parfümierung als aufdringlich, wenn nicht gar unprofessionell. Dafür darf es abends dann ruhig etwas mehr sein.
Traditionell wird ein Parfum dort aufgetragen, wo das Blut pulsiert: also an den Innenseiten der Handgelenke, an den Schläfen und in der Halsbeuge. Pro ausgewählter Stelle genügt ein ein- bis zweimaliges Sprühen vollkommen – auch ohne, dass tagsüber nachgelegt werden muss.
Menschen, die über Jahre dem selben Duft treu bleiben, verlieren im Laufe der Zeit das Gespür für diesen Duft. Er erscheint ihnen immer schwächer ausgeprägt, sodass sie dazu neigen, sich öfter nachzuparfümieren. Tatsächlich aber hat sich lediglich ihre Nase an den Duft gewöhnt – ihrer Umgebung hingegen nimmt den Duft nach wie vor gleichbleibend stark wahr. Im Zweifel ist weniger auch in Sachen Parfümierung mehr.
Wer öfter den Hinweis erhält, dass sein Parfum zu stark sei, kann ganz einfach auf die leichtere Variante des selben Duftes wechseln, also Eau de Parfum statt Elixier de Parfum, Eau de Toilette statt Eau de Parfum. Noch leichter sind Körpersprays, sogenannte Body Splashs. Diese erfrischen gerade im Sommer. Im Winter kann es zur Parfümierung ausreichen, die duftende Bodylotion oder das parfümierte Deodorant aus der favorisierten Duft-Linie zu nutzen.
Diejenigen, die das Gefühl haben, ihr Duft sei zu dezent und sie müssten zwischendurch "nachlegen", sollten es einmal mit Parfüm in fester Form probieren. Die sogenannten "Perfumes Solides" kommen meist in einem kleinen Schmuckdöschen daher und lassen sich durch ihre cremige Konsistenz nicht nur gut verteilen – sie haften auch besonders lange auf der Haut.
Zudem bieten insbesondere Naturkosmetikhersteller ihre Düfte oft in dieser Form an; und die natürlichen ätherischen Öle wirken viel "organischer", sodass man einfach sehr gepflegt, aber nicht übermäßig parfümiert duftet.
Abends dagegen darf so richtig in den Dufttiegel gelangt werden. Besonders intensiv hält sich Parfum auf frisch gewaschenem Haar – jeder, der einen Abend in einer Raucherkneipe verbracht hat, weiß, wie sehr sich Gerüche im Haar festsetzen. Dies gilt natürlich auch für schöne Gerüche. Zudem verändert der Duftträger Haar das Parfum nicht so stark wie der Duftträger Haut.
Kleidung hingegen ist als Duftträger nicht geeignet, da der in den meisten Düften enthaltene Alkohol zu unschönen Flecken führen kann.
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