Traubenkernöl, Arganöl und Jojobaöl werden im Pressverfahren gewonnen. Jojobaöl ist eigentlich ein Wachs. Alle Pflanzenöle können pur verwendet werden oder anderen Kosmetika als Zusatz beigefügt sein.
Traubenkernöl wird durch Heiß- oder Kaltpressung aus den Kernen der Weintraube gewonnen. Bereits im Mittelalter wurde es als hochwertiges Genuss- und Heilmittel angewandt, das sich nicht jeder leisten konnte.
Die positive Wirkung auf den Körper ergibt sich aus der Zusammensetzung des neutralen oder grün-gelblichen Öls. Immerhin beträgt der Anteil einfacher und mehrfacher ungesättigter Fettsäuren über 90 Prozent.
Außerdem sind in Traubenkernöl viele Vitamine, Lecithin und Antioxidantien enthalten.
Während das heiß gepresste Öl insbesondere in der Küche zum Braten verwendet wird, ist das kalt gepresste für die Zubreitung von kalten Speisen und für die Kosmetik interessant. Traubenkernöl kann die Basis diverser Pflegeprodukte sein.
Aufgrund seiner ausgewogenen Wirkstoffkombination ist es in der Lage, spröde Haut zu glätten, Risse zu beseitigen und gar kleinere Wunden zu heilen.
Früher versorgte man auch Verbrennungen mit Traubenkernöl. Dies ist inzwischen nicht mehr üblich. Dennoch kommt seinen kosmetischen und medizinischen Effekten eine besondere Bedeutung zu, die sich nicht einmal mit Olivenöl erzielen lassen.
Obwohl die positive Wirkung von Antioxidantien auf den Körper bei Kritikern immer noch umstritten ist, sollte nicht verschwiegen werden, dass kalt gepresstes Traubenkernöl reichlich OPC, bei dem es sich um ein Polyphenol handelt, besitzt. Dieses schützt vor der Entstehung freier Radikale und hilft dabei, dass die Zellstrukturen nicht beschädigt werden.
Dies ist auch der Grund dafür, warum Traubenkernöl als Jungbrunnen bezeichnet werden kann. Es wirkt dem Entstehen von Alterserscheinungen entgegen.
Mit Traubenkernöl gepflegte Haut bleibt lange straff und elastisch und ist vor Verletzungen besser geschützt.
Arganöl wird durch Pressung aus den Mandeln des Arganbaums gewonnen. Diese befinden sich in den Kernen der dattelförmigen Arganfrüchte. Arganöl kann durch traditionelle Handpressung gewonnen werden, in Marokko macht diese immerhin noch 80 Prozent der Ölgewinnung aus. Hierbei werden die Mandeln vor der Pressung geröstet und mit der Handmühle gemahlen.
Nach der Bearbeitung hat das Öl eine rötliche Farbe. Für die Kosmetik von größerer Bedeutung ist das aus Kaltpressung gewonnene Öl, das entsprechend billiger ist als das handgepresste. Es hat, ebenso wie das Fruchtfleisch der Arganfrucht, einen sehr bitteren Geschmack.
Arganöl besitzt einen hohen Anteil an ätherischen Ölen und Vitamin E, weswegen es auch erfolgreich zur Behandlung von Hautkrankheiten eingesetzt wird. Zu etwa 80 Prozent besteht Arganöl aus ungesättigten Fettsäuren.
Nicht unerwähnt bleiben sollen die im Arganöl enthaltenen Phytosterine, die allerdings eher eine Bedeutung für die ausgewogene Ernährung besitzen.
In der Kosmetik ist Arganöl als Hautpflegemittel für den täglichen Gebrauch bekannt. Es mindert die Beschwerden nach einem Sonnenbrand und hilft der Haut bei der Regenerierung. Außerdem kann es als Anti-Aging-Mittel angesehen werden, das insbesondere in der Kombination mit Bienenhonig seine Wirkung entfaltet.
Arganöl beugt der Zellalterung vor und verleiht der Haut ein jugendliches Aussehen. Durch die Anwendung von Argangesichtsölen sollen erste Fältchen reduziert werden, der Entstehung weiterer Falten kann bei regelmäßiger Anwendung vorgebeugt werden.
Badeöle helfen der Haut bei der Entspannung und bei der Regeneration. Massageöle sollen bis in tiefere Hautschichten vordringen und sogar der Entstehung von Bindegewebsschwäche vorbeugen. Ebenso sind Arganöle in der Schwangerschaftspflege beliebt.
Auch in vielen Haarpflegeprodukten ist Arganöl enthalten. Angeboten werden Shampoos, Kopfhautöle und Haarkuren. Sie sollen Haarausfall verhindern, die Kopfhaut besser durchbluten und der Schuppenbildung vorbeugen.
Da die im Arganöl enthaltenen Quercitine und Myricitine eine antibakterielle und pilztötende Wirkung haben, lassen sich diverse Erkrankungen der Kopfhaut und Haut gezielt behandeln. Gleichzeitig wird die Haarstruktur verbessert.
Jojobaöl ist eigentlich ein Wachs, das in den olivengroßen Samen des Jojobastrauchs enthalten ist. Dessen Fettgehalt beträgt etwa 50 Prozent. Als Hautöl angewendet versorgt Jojobaöl die Haut mit den Vitaminen A und E. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind diverse Fettsäuren, welche die Haut vor Austrocknung und Schuppenbildung schützen.
Im Gegensatz zu einigen anderen ätherischen Ölen hinterlässt das geruchsneutrale Jojobaöl keinen Schmierfilm auf der Haut.
Aufgrund des natürlichen Lichtschutzfaktors von etwa 3,5 bildet Jojobaöl die Grundlage für diverse Sonnenöle. Ansonsten wird es auch als Massageöl sowie in der Schwangeren- und Kinderpflege angewandt.
Seine relativ lange Haltbarkeit macht das Öl für die Naturkosmetik interessant, bei der bekanntlich keine Konservierungsstoffe zum Einsatz kommen.
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01.02.13 | |
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30.07.12 | |
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