Berlin war Ende Januar erneut das Mekka für deutsche und internationale Fashion Labels, die sich zum einen auf der Bread & Butter, zum anderen auf der Mercedes Benz Fashion Week präsentierten.

Bereits zum vierten Mal präsentierten sich internationale Labels vom 19. bis 21. Januar im ehemaligen Flughafen Tempelhof mit seinem morbiden Charme aus den Fünfzigern. Über 600 Marken zeigten ihre Entwürfe für die kommende Herbst-Winter-Saison 2011/12. Auffallend war die starke Beteiligung italienischer, französischer und skandinavischer Labels.
Nach wie vor ist die Präsenz auf der Berliner Fashion Week für die etablierten deutschen Modelabels wie Hugo, Escada, Michalsky, Kaviar Gauche, Lala Berlin oder Unrath & Strano sehr wichtig, um die Gelegenheit zu nutzen sich auch international präsentieren zu können.
Wenn man sieht, wie lange Berlin aus der Riege der internationalen Metropolen durch die aus der Nachkriegssituation entstandene Insel-Lage ausgeschlossen war, ist es erstaunlich, wie schnell es als Modestadt wieder Fuß gefasst hat und sich auch gegenüber anderen Modehochburgen in Deutschland behauptet.
Auch in Europa findet Berlin als Fashionmetropole immer mehr Anerkennung, was die Vielzahl internationaler Gäste beweist. Allerdings finden sich in Berlin noch recht wenige, internationale VIPs ein – für amerikanische Promis scheint die Fashion Week Berlin im Moment noch nicht die Bedeutung wie Mailand oder Paris zu haben.

Sleek und nude war das Motto der Show von Patrick Mohr. Er schickte seine Models mit sehr eigenwilligen Make-ups, die sicher im Alltag keine Nachahmer finden dürften, auf den Laufsteg. Das Gesicht wurde wie eine Plakatwand komplett flächig in Hauttönen geschminkt, so dass sich weder die Augenbrauen noch die Lippen abhoben. Der Mund trat völlig in den Hintergrund.
Die bekannte Berliner Visagistin Betty Amrhein rückte im Gegensatz zu Patrick Mohr die Lippen in den Vordergrund und setzte auf Knallrot für die gemeinsame Show von Mirja du Monts Label Camouflage Deluxe und BonPrix am 19. Januar. Geschminkt wurden die Models mit den Make-up-Produkten von Avène Couvrance. Für die Haare verwendeten die Stylisten eine spezielle Technik, bei der das Haar strähnenweise um lange Haarnadeln in einer Achterform gewickelt und anschließend mit einem Glätteisen fixiert wird. Das Ergebnis ist ein sehr lässiger, bauschiger Afrolook im Stil der 80er Jahre, aber modern interpretiert.

Bei den Schauen von Unrath & Strano am 20.1. fand sich der Kraushaarlook wieder. Passend zum dunklen Lockenlook wurden die Lippen in auffälligem Rot geschminkt und die Augen stark betont. Alle 16 Models wurden mit der dekorativen Kosmetik von Annemarie Börlind geschminkt.
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