Merkmale und Besonderheiten typischer und außergewöhnlicher Kragenformen

Bärtiger Mann mit Halbglatze, blauem Hemd und Krawatte lässt ein Pendel schwingen

Von Vatermörder bis Haifischkragen - was die Kragenform ausmacht und wann sie getragen wird

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  • von Paradisi-Redaktion

Erst der perfekte Kragen verleihe einem Hemd seinen individuellen Charakter, so die Fachleute. Unter einem Sakko, Pullover oder einer Jacke schaut nur der Hemdkragen heraus, daher muss die Wahl der Kragenform gut überlegt sein. Auch der Anlass, wozu das Langarmhemd getragen werden soll, kann ausschlaggebend für die Wahl der Kragenform sein.

Aufbau eines Hemdkragens

Jeder Hemdkragen besteht aus zwei separaten Stoffteilen:

  1. dem Oberkragen
  2. dem Unterkragen

Verstärkt wird der Kragen mit formstabilen Einlagen, um so einen stabilen Tragekomfort zu gewährleisten. Zudem erleichtern die Einlagen das faltenfreie Bügeln.

Als zusätzliche Verstärkung kommen bei einigen Kragenformen sogenannte Kragenstäbchen zum Einsatz. Diese können in der Regel durch andere Stärken ausgetauscht werden, um noch mehr Individualität zu erzielen.

Kent-Kragen

Der Kent-Kragen ist auch bekannt als Turndown Collar. Er zeichnet sich aus durch

  1. seine mäßig gespreizten Kragenspitzen und
  2. geraden oder stumpfen Kragenenden.

Alle Kragenformen, die keiner anderen Form zugeordnet werden können, bezeichnet man als Kent, eine genau definiert Form gibt es daher nicht. Diese gebräuchliche Kragenform eignet sich hervorragend für alle Businesshemden und gilt als Inbegriff des Hemdkragens unserer Zeit.

Definition des Kent-Kragens
Der Kent ist auch als "Turndown Collar" bekannt und die gebräuchlichste Kragenform

Die Kragenschenkel können mehr oder weniger breit sein, daher passt diese Form sowohl zum Businessdress mit einer Krawatte, als auch zum offen getragenen Freizeithemd. Mit einem Kent-Kragen kann man einfach nichts falsch machen.

Button-Down-Kragen

Der Button-Down-Kragen ähnelt dem Kent-Kragen enorm. Auch ihn gibt es mal schmal, mal etwas breiter gestaltet.

Sein eindeutiges Erkennungszeichen sind die Knöpfe an den Kragenspitzen. Dabei gibt es mehrere Varianten:

  • Entweder sind kleine Druckknöpfe am Hemd und an den Hemdkragen befestigt, oder
  • Knopflöcher unterhalb der Kragenspitze und Knöpfe am Hemd. Bei diesen Varianten ist der Button-Down-Kragen von Vorne nicht vom Kent-Kragen zu unterscheiden.
  • Auffälliger sind durchgehende Knopflöcher an den Kragenspitzen, wo der Knopf durchgeführt wird und an der Oberseite zu sehen ist. Eine weitere Version sind kleine angenähte Schlaufen unterhalb des Kragens.

Haifischkragen

Der Haifischkragen hat in dieser Saison sehr an Beliebtheit gewonnen. Es ist ein modisch hoher Hemdkragen mit weit gespreizten Kragenspitzen. Der Haifischkragen sollte mit einer breiten Krawatte getragen werden, um den weiten Ausschnitt abdecken zu können.

Frackkragen

Der Frackkragen, auch Vatermörder genannt, ist ein Stehkragen. Er wird nicht umgelegt, nur die vorderen beiden Kläppchen werden nach unten geklappt.

Dieser Kragen wird ausschließlich mit Fliege oder Schleife getragen.

Grundinformationen und Hinweise zu Langarmhemden

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: hypnosis © Kirill Zdorov - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hand mit Lampe vor einer Tafel © Coloures-pic - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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