27. Juni 2008
Von Sarah Cramer
Wer kennt nicht diese tief sitzenden Hosen, die Anfang dieses Jahrhunderts zu den Lieblingshosen der weiblichen Bevölkerung geworden sind?

Eine Hüfthose muss nicht immer den Blick auf den Slip freigeben
Die Frage ob Hüfthosen nun ein Fluch oder ein Segen darstellen, ist eine Wissenschaft für sich. Während die meisten (vornehmlich jungen) Frauen sich ein Leben ohne ihre geliebte, tief sitzende Hose nicht mehr vorstellen können, gehen die Meinungen der Männer weit auseinander. Für die einen ist es einer der heißesten Anblicke, die sich im Alltag ergeben, bei anderen Männern stellen sich allerdings schon beim Gedanken an Hüfthosen die Nackenhaare auf.
Die Schuld daran liegt aber wohl nicht bei den Hosen selber, sondern bei den Frauen, deren Selbstwahrnehmung leider etwas trügt. Denn sein wir doch mal ehrlich. Bei Frauen mit Größe 36 sieht es sicherlich sehr verlockend aus, wenn man freie Sicht auf die Hüftknochen hat. Aber die meisten von uns Frauen haben nun mal nicht das Glück eine Figur wie z.B. Giselle Bündchen zu haben. Wenn dann über dem Bund der Hüfthose ein Rettungsring herüber quirlt, ist das nicht mehr ganz so appetitlich. Vor allem wenn zu den Hosen auch noch viel zu kurze Oberteile kombiniert werden.
Es sollten aber auch diejenigen Frauen mit zu kurzen Oberteilen aufpassen, die mit einer Modelfigur gesegnet wurden. Denn wenn die Hose zu weit unten und das Top zu weit oben sitzt, sieht es schnell billig aus.
Einige männliche Erdenbewohner wird dieser Look zwar zu zahlreichen Fantasien anregen, doch die meisten Männer werden von zu viel Zeigefreudigkeit eher abgeschreckt. Und die abwertenden Blicke der Geschlechtsgenossinnen sind diesen Damen dann auch garantiert.
Welche Kleidergröße eine Frau nun aber auch tragen mag, ein gemeinsames Problem haben wir alle, wenn wir Hüfthosen tragen. Das Bücken erweist sich als äußerst schwierig, wenn man nicht all seine Mitmenschen wissen lassen möchte welche Unterwäsche man heute trägt. Denn ein wenig rutschen Hosen immer bei bestimmten Bewegungen. Bei der Hüfthose ist nur leider kein Spielraum mehr vorhanden.
Man sollte sich also mit einem Gürtel und/oder einem etwas längeren Oberteil vor ungewollten Einblicken schützen, sodass man sich frei bewegen kann ohne sich ständig Gedanken über den Sitz seiner Hose machen zu müssen.
Einige Frauen scheinen sich aber vor solchen Einblicken überhaupt nicht schützen zu wollen, sondern lassen ihre Unterwäsche (bevorzugt Tangas) bewusst aus der Hüfthose herausblitzen. Aber dieser Trend gehört hoffentlich der Vergangenheit an.
Im Jahr 2007 begann dann die Gegenbewegung zur Hüfthose. Die Designer schnitten ihre Hosen jetzt extra hoch, im Look vergangener Jahrzehnte. Ob sich diese Hosen aber gegen die Hüfthosen durchsetzen bleibt abzuwarten.
Zum Glück gibt es ja auch noch einen Kompromiss zwischen diesen beiden Varianten. Wer also keine der beiden Hosen bevorzugt, kauft sich einfach eine "normal" geschnittene Hose, die auf Bauchnabelhöhe endet.
Nein, so hochgeschnittene Hosen werde ich nicht anziehen, weil die meinen Körper nicht schön aussehen lassen und total unbequem sind.
Z...
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