Was beim Kauf eines Brautkleids beachtet werden sollte

Ausschnitt Braut in weißem Kleid hält Strauß roter Rosen in Hand

Beim Einkauf dür den großen Tag spielen Geschmack, Figur und der Preisrahmen die wichtigsten Rollen

Das Brautkleid gehört wohl zu den exklusivsten Kleidungsstücken der Welt. Traditionell wird es nur ein einziges Mal getragen und muss daher auch absolut perfekt sein. Doch welches Kleid passt zu welcher Braut? Und was ist die Lösung, wenn ein maßangefertigtes Brautkleid unerschwinglich ist und Modelle "von der Stange" einfach nicht passen wollen?

Eigenem Stil treu bleiben

Grundsätzlich sollte man sich beim Kauf eines Brautkleides vom restlichen Inhalt des eigenen Kleiderschranks inspirieren lassen. Frauen, die sich normalerweise gerne auffällig und bunt kleiden, werden mit einem schlichten Brautkleid sicher nicht besonders glücklich werden. Dem eigenen Stil treu zu bleiben ist ganz elementar, für modische Experimente ist der Hochzeitstag nun wirklich nicht der richtige Zeitpunkt. Schließlich möchte man sich noch Jahre danach wohlwollend an dieses Ereignis zurück erinnern und nicht beim Anblick der Hochzeitsfotos erschauern.

Brautkleid auf Figur abstimmen

Schnitt für den Figurentyp
Das perfekte Hochzeitskleid zaubert Kurven nach Belieben hin oder weg

Ganz entscheidend ist natürlich auch der Schnitt des Kleides. Nicht jede Braut hat eine Modelfigur, was jedoch nicht heißt, dass sie an ihrem großen Tag nicht die Schönste im ganzen Saal sein möchte.

Fülligere Figurentypen

Für etwas fülligere Frauen empfehlen sich Kleider,

  1. die die Taille betonen und
  2. Problemzonen wie Hüften und Po dezent mit einer gezielt platzierten Stoffschicht umspielen.

Besonders praktisch sind Zweiteiler. Während die Corsage den Oberkörper perfekt in Szene setzt, verbirgt ein weiter, schwingender Rock kräftige Oberschenkel und Hüftpölsterchen perfekt.

Zierlich und schlank

Für sehr zierliche und schlanke Frauen wäre dieses Ensemble dagegen weniger geeignet. Durch die starke Schnürung in der Taille würden sie noch zerbrechlicher und dünner wirken. Besser sind dagegen

  1. schmal geschnittene Kleider,
  2. die die Silhouette leicht umspielen.

So werden Kurven gezaubert, wo eigentlich gar keine sind. Rüschen und Perlen auf dem Oberteil lassen das Dekolletee fülliger wirken.

Kleiderwahl für Standesamt und großes Fest

Häufig stellen sich Bräute die Frage, ob sie bei einer standesamtlichen Hochzeit genauso dick auftragen dürfen wie bei einer kirchlichen Heirat. Grundsätzlich gilt, dass man auch vor dem Standesbeamten ruhig festlich und prunkvoll gekleidet sein darf. Auf der anderen Seite wäre es aber auch nicht verpönt, ein dezenteres Kleid, vielleicht sogar in Farbe, zu wählen. Wer über das nötige Kleingeld verfügt, kann auch einfach beides kombinieren:

  • schlicht ins Standesamt,
  • festlich vor den Traualtar.

So wird das eigentliche Brautkleid, das dann auch ruhig richtig märchenhaft sein darf, das große Highlight der Hochzeit, das erst zur kirchlichen Trauung erstmals getragen wird. So hat man auch nach der gesetzlichen Heirat noch etwas, auf das man sich freuen kann.

Von Modekleid bis Designerstück: Die verschiedenen Preisklassen

Ein Brautkleid kann tatsächlich schon sehr preiswert sein, auch unter 100 Euro findet man bereits Modelle. Eine zierliche junge Frau ist damit für ihre Hochzeit festlich angezogen. Nach oben gibt es kaum Grenzen.

Kleider von der Stange

Wenn Sie eine unkomplizierte Figur haben und Ihnen alles von der Stange passt, können Sie das Brautkleid ebenso einkaufen. Sie finden wunderschöne Modelle sehr preiswert im Internet, falls kleine Änderungen nötig sein sollten, beauftragen Sie die Schneiderin vor Ort oder erledigen es selbst.

Das preiswerteste Kleid ist schon unter 100 Euro zu finden, dabei handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein schlichtes Kleid und ist somit für alle Bräute geeignet, welche nicht zu dick auftragen möchten. Mit den passenden Accessoires kann man jedoch auch hierbei einen glänzenden Auftritt hinlegen.

Die Preise der Brautkleider steigen weiter nach oben, je aufwendiger und qualitativ hochwertiger sie verarbeitet werden; auch die Länge und damit die Menge des Stoffs spielt eine Rolle - so sind kurze Kleider, zum Beispiel für die Hochzeit im Freien sicherlich günstiger als lange Modelle mit der dazu passenden Schleppe.

Auch Verzierungen, die aus Spitzensaum oder Rüschen und in den höheren Preiskategorien gerne auch mal mit Strasssteinen bestehen, kosten extra.

Geschneiderte Kleider

Diese beginnen ab rund 499,- Euro, dafür geben Sie im Internet Ihre Maße an. Der Schneider im Laden ist etwas teurer, unter 699,- wird er für Sie kein Kleid anfertigen können. Sie erhalten dafür aufwendig gearbeitete, romantische Hochzeitskleider in kunstvollem Design, beispielsweise mit detailverliebten Verzierungen und einer besonders eleganten Schleppe.

Selbst geschneiderte Brautkleider bestehen oftmals aus einem korsagenartigem Oberteil, welches mit

  • Blumenstickereien,
  • Ziersteinchen,
  • Perlen oder
  • Pailletten

verziert ist. Es ist natürlich eine Frage des Geschmacks sowie des Geldes, für welche Art von Kleid frau sich entscheidet. Dann wäre da noch die praktische Frage - ein Hochzeitskleid trägt man im Normalfall nur ein Mal in seinem Leben, so kann man gerade deswegen ein besonders teures oder eben ein günstigeres Modell wählen.

Kleines Budget? Möglichkeiten, Brautkleid und Accessoires zu leihen

Manche Familien folgen ohnehin der Tradition, dass sich das Brautkleid über Generationen von der Großmutter über die Mutter auf die Tochter vererbt, wobei es natürlich jedesmal dezent umgearbeitet und

  1. der individuellen Figur der Braut sowie
  2. dem Zeitgeist

angepasst wird. Mehr Auswahl als das Familienerbstück bietet allerdings der Brautmodenverleih – und da man zu seiner Hochzeit bekanntlich ohnehin

  1. etwas Neues,
  2. etwas Blaues und
  3. etwas Geliehenes

tragen soll, hat man das Geliehene gleich mit dem Kleid abgehandelt. Neu können die Schuhe oder Accessoires wie der Schleier sein, die auch in ein schmales Budget passen, blau ist traditionellerweise dem versteckt getragenen Strumpfband vorbehalten.

Brautmodenverleih für das Traumkleid

Leihen statt kaufen
Geliehene Kleider frönen der Tradition und sparen dem Brautpaar eine Menge Geld

Ein moderner Brautmodenverleih verleiht das Traumkleid zumeist für ein langes Wochenende, etwa vier bis sechs Tage für einen Preis, der den eines gekauften Brautkleides um mindestens sechzig Prozent unterschreitet. Bei entsprechenden Modellen gehört auch ein Reifrock mit zum geliehenen Kleid, sodass er nicht separat erworben werden muss.

Auch die Reinigungsgebühren, die in der Regel zwischen fünfzig und einhundertfünfzig Euro liegen, übernehmen viele Brautmodernverleiher.

Brautkleider lassen sich über das Internet leihen – oder bei regionalen Brautmodenverleihern. Diese haben den Vorteil, dass das Kleid von der Braut vor ihrer Hochzeit im Studio des Verleihers anprobiert und gegebenenfalls abgeändert werden kann.

Es gibt auch Anbieter, die ein Kleid individuell nach den Wünschen und Maßen der Braut fertigen und ihr dann ausleihen. Sie bekommt das eigens für sie designte Traumkleid, muss es aber nicht kaufen. Die meisten Anbieter von Leihbrautmoden haben auch ein umfangreiches Sortiment von

  • Schleiern,
  • Stolas und
  • anderen Accessoires

vorrätig, das heißt, die Braut kann sich ein Ensemble nach ihren Wünschen zusammenstellen, ohne es kaufen zu müssen. Dies bedeutet, dass sie finanziell flexibler ist, was andere Wünsche bezüglich ihrer Hochzeit oder iherer Hochzeitsreise betrifft.

Kostümverleih für Motto-Hochzeiten

Wer eine Motto-Hochzeit veranstaltet, kann sich auch im gehobenen Kostümverleih umschauen. Hier gibt es oftmals Original-Kleider aus den 1920er Jahren – und gleich den passenden Smoking dazu. Einem rauschenden Fest im Stile der Roaring Twenties für wenig Geld steht damit nichts im Wege.

Das gesparte Geld kann beispielsweise in einen stilechten Grammophon-DJ investiert werden oder in Zigarettenmädchen, die den Gästen Häppchen servieren. Auf Stil muss jedenfalls niemand verzichten, der sich ein Brautkleid mietet.

Grundinformationen und Hinweise zu Brautkleidern

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Quellenangaben

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Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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