9. Januar 2010
Von Viola Reinhardt
Eine 3D-Brille ist bei Filmen und Bildern einsetzbar. Ob für das echte Fotoalbum oder das virtuelle, dreidimensionale Bilder werden Ihre Wirkung nicht verfehlen. Dem Fotoalbum wird etwas mehr Leben eingehaucht. Die einzige Problematik besteht im Anfertigen der Fotos. Denn bisher ist es entweder aufwändig oder sehr teuer.
3D-Bilder zu fotografieren ist nicht ganz ohne. Denn es muss dabei aus einem Bild zwei unterschiedliche gemacht werden, die zusammen das Originalbild anzeigen, eines muss dabei für das linke Auge bestimmt sein und das andere für das rechte - ohne diesen Unterschied ist es nicht möglich, die Tiefenwirkung darzustellen, die den 3D-Effekt ausmacht.
Dazu kann man improvisieren. Ganz einfach, aber ohne hohe Qualitätserwartungen, kann man einfach ein Bild schießen und dann das gleiche Bild erneut schießen, nur mit dem Verrücken der Kamera, um die Länge der Augenbreite, nach links oder rechts. Diese beiden Fotos dann mit dem PC zu einem 3D-Bild verarbeiten, Brille auf, fertig. Beim Einsatz eines Stativs eine Schiene benutzen und die Kamera darauf verschieben, was dann wiederum hohe Qualitätserwartungen stellt. Da Bilder unterschiedlich hoch aufgenommen dem Auge Schwierigkeiten bereiten und Kopfschmerzen verursachen können, ist ein Stativ mit Schiene der unruhigen Hand vorzuziehen. Ist somit die günstigste Alternative, allerdings müssen immer zwei Fotos geschossen werden, aus denen dann erst noch ein 3D-Bild angefertigt werden muss.
Weniger aufwändig ist, abgesehen von der Entstehung, wenn man sich aus zwei Kameras eine 3D-Kamera baut. Ein handwerkliches Geschick sollte schon vorhanden sein, aber gerade deswegen ist diese Art besonders für Bastler geeignet. Eine Anleitung hierzu kann im Internet gefunden werden.
Es gibt jedoch auch spezielle Vorrichtungen mit Kameras, die zum Kauf bereit stehen. Bei beiden Möglichkeiten, werden zwei Kameras benötigt und müssen in einer selbstgebauten oder gekauften Armatur befestigt sein, um die Kameras im gleichen Abstand und Winkel zu arretieren und um für eine getimte Auslösung der beiden Kameras zu sorgen. Der Preis bei beiden beträgt deswegen mehrere hundert Euro.
Für Spiegelreflexkamerabesitzer gibt es ein 3D-Objektiv, das ganz bequem aufgesetzt wird und schon kann man seine 3D-Bilder knipsen. Kaum aufwändig, schnell einsetzbar und mit etwas über 100 Euro, die wohl einfachste und günstigste Methode, eine passende Spiegelreflexkamera natürlich vorausgesetzt, die von der Anschaffung zumeist im mittleren bis oberen Preissegment zu finden ist.
Das Nonplusultra ist eine 3D-fähige Digitalkamera von Fuji. Die nimmt von Haus aus Bilder in 3D auf. Darüber hinaus kann sie sogar Videos in 3D aufzeichnen und beides im Display, ohne Notwendigkeit einer 3D-Brille, dreidimensional anzeigen. Optimal, um beim virtuellen Fotoalbum nicht nur Bilder, sondern auch Videos eines Ereignisses einordnen zu können. Ist die praktischste, aber mit ca. 450 Euro auch die teuerste Variante.
Welche Methode man auch wählt, ein ganz besonderes Fotoalbum, noch dazu auf gute alte Art selbstgefertigt, hat man allemal. In dem man dann auch ebenso gewohnt, alleine oder miteinander, voller Stolz und in Erinnerungen schwelgend, immer wieder mal darin blättern und nicht nur in nostalgischen Gedanken versinken kann.
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