Brillen dienen zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Brillengläserarten.
Trotz Kontaktlinsen und Augenlaseroperationen ist die Brille nach wie vor ein Dauerbrenner. So hat die Brille, obwohl sie optisch auffällig ist, verschiedene Vorteile. Trockene Augen und Fremdkörpergefühle wie bei Kontaktlinsen oder Risiken und Nebenwirkungen wie bei einer Laserbehandlung sind durch das Tragen einer Brille nicht zu befürchten. Preisgünstiger als eine Operation ist eine Brille obendrein.
Brillen sind jedoch nicht alle gleich, sondern ziemlich verschieden. Vor allem bei der Art und der Qualität der Gläser gibt es erhebliche Unterschiede. Bei den verschiedenen Gläserarten wird zwischen Monofokal, Bifokal und Multifokal unterschieden.
Bei der Monofokalbrille handelt es sich um die herkömmliche Brille zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit (Myopie) oder Weitsichtigkeit (Hyperopie). Mit Monofokalbrillen kann immer nur eine Fehlsichtigkeit behoben werden, also entweder eine Kurzsichtigkeit oder eine Weitsichtigkeit.
Obwohl die Gläser, die dazu verwendet werden, als einfach gelten, gibt es Unterschiede bei der Verarbeitung sowie beim Material. Außerdem werden die meisten Monofokalgläser durch Schutzbehandlungen oder Verspiegelungen veredelt.
Technisch aufwändiger als Monofokalbrillen sind Bifokalbrillen, die auch als Zweistärkengläser bezeichnet werden. Unter Bifokal versteht man "zwei Brennpunkte". So ist es mit Bifokalgläsern möglich, sowohl im nahen Bereich als auch im fernen Bereich scharf zu sehen.
Ein typisches Erkennungsmerkmal von Zweistärkengläsern ist die Trennlinie, die zwischen den beiden Linsen verläuft. Erfunden wurde die Bifokalbrille übrigens von Benjamin Franklin (1706-1790), der 1770 das so genannte Franklinglas konstruierte. Bifokalbrillen eignen sich für Menschen, die nicht nur unter Kurzsichtigkeit leiden, sondern auch unter Altersweitsichtigkeit (Presbyopie).
Allerdings haben Bifokalbrillengläser auch ihre Nachteile. Da der optische Nah- und Fernbereich klar voneinander getrennt sind, führt diese Trennungslinie bei vielen Brillenträgern zu Problemen. So kommt es zu einer plötzlichen Verschiebung der Sichtobjekte beim Wechsel zwischen Nah- und Fernsicht.
Alternativ zu den Bifokalbrillen gibt es jedoch spezielle Gleitsichtbrillen, die einen besseren Übergang zwischen den unterschiedlichen Sichtdistanzen ermöglichen.
Gleitsichtgläser werden auch Multifokalgläser genannt. Sie haben gegenüber Bifokalbrillen den Vorteil, dass es keine klare Trennungslinie zwischen Nahkorrektur und Fernkorrektur beim Sehen gibt. Auf diese Weise kommt es zu gleitenden Übergängen, was für Menschen, die unter zwei Fehlsichtigkeiten leiden, wesentlich angenehmer ist.
Darüber hinaus verfügen Multifokalbrillen auch über optische Vorteile und gelten als unauffälliger und eleganter.
Brillengläser sind keineswegs immer aus echtem Glas. So kommen häufig auch Kunststoffgläser zum Einsatz, die den Vorteil haben, leichter und stabiler zu sein. Aus diesem Grund eignen sie sich besonders gut für Sportbrillen oder für Kinderbrillen.
Ein Nachteil besteht jedoch darin, dass Kunststoffbrillen anfälliger für Kratzer sind. Außerdem lassen sich Glas-Brillengläser deutlich dünner bei starken Fehlsichtigkeiten herstellen als Kunststoffgläser. Aus diesem Grund greifen Menschen, die unter starker Kurzsichtigkeit leiden, oftmals lieber auf Glasbrillen zurück, da diese dezenter wirken.
Zusätzlich gibt es Brillen mit speziellen Gläsern. Zu den bekanntesten zählt die Sonnenbrille, deren getönte Gläser einen Teil des UV-Lichts herausfiltern. Auf diese Weise wird eine Blendung des Auges verringert. Gleichzeitig schützt man es vor schädlicher ultravioletter Strahlung.
Um Schielen zu korrigieren, kommt eine Prismenbrille zum Einsatz. Dazu arbeitet man in die Brillengläser ein Prisma ein, durch das die Lichtstrahlen abgelenkt werden. So fügen sich Doppelbilder wieder zu einem einzelnen Bild zusammen.
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